Ja zur Beteiligung

Familienservice Weser-Ems wird Genossenschaft: Gemeinde möchte Mitglied werden

Hier wohnen die „Waldwichtel“ und „Waldelfen“: Der Familienservice Weser-Ems betreibt diese Großtagespflege in Aschenstedt.
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Hier wohnen die „Waldwichtel“ und „Waldelfen“: Der Familienservice Weser-Ems betreibt diese Großtagespflege in Aschenstedt.

Aschenstedt/Neerstedt – In Aschenstedt betreibt der Familienservice Weser-Ems seit vergangenem Jahr zwei Großtagespflegestellen. Bisher ist dieser ein eingetragener Verein, der sich aber am 16. Juli in eine Genossenschaft umwandeln möchte (wir berichteten). Der Verein hatte der Gemeinde Dötlingen als Kunden die Möglichkeit angeboten, sich in die Genossenschaft einzubringen.

Während der Sitzung des Jugend-, Sport- und Sozialausschusses am 6. Mai hatte der Geschäftsführer des Familienservice Weser-Ems, Frank Gieselmann, einen Vortrag zur Beteiligung an der geplanten Genossenschaft gehalten.

Um dieses Thema ging es auch wieder während der Sitzung des Finanz- und Wirtschaftsausschusses der Gemeinde Dötlingen am Donnerstagabend im Neerstedter Rathaus. Nach Beschluss des Verwaltungsausschusses am 20. Mai wurde die Verwaltung beauftragt, die Angelegenheit weiter aufzubereiten, heißt es in der Sitzungsvorlage.

Gemeinde möchte sich mit einem Anteil beteiligen

Wie berichtet, könnte je 50 000 Euro Jahresumsatz mit dem Familienservice ein Anteil im Wert von 5 000 Euro erworben werden. Laut Gieselmann kann die Gemeinde Dötlingen maximal fünf Anteile zeichnen. Entsprechend seiner Ausführungen ist jedes Mitglied der Genossenschaft – unabhängig von der Anzahl der Anteile – mit einer Stimme stimmberechtigt. Je Anteil erfolgt laut Gieselmann eine Rückvergütung in Höhe von voraussichtlich 1 000 bis 2 000 Euro jährlich. Die Verwaltung schlägt vor, einen Anteil im Wert von 5 000 zu erwerben.

Die Beteiligung an der Genossenschaft stieß bei den Ausschussmitgliedern auf Zuspruch. Einstimmig empfahlen sie, dass die Gemeinde Dötlingen einen Anteil in Höhe von 5 000 Euro an der Genossenschaft Familienservice Weser-Ems erwirbt.

Bürgermeister Ralf Spille hatte zuvor zu diesem Tagesordnungspunkt gesagt: „Die Rückvergütung mit 2 000 Euro jährlich würde ich nicht für bare Münze nehmen. Das halte ich in der Größe nicht für wahrscheinlich.“ Dennoch begrüßte er das Vorhaben: „Wir haben vorgeschlagen, uns mit einem Anteil daran zu beteiligen, das kann dann ja auch mehr werden. Ich denke, dass es gut ist, wenn man die Finger mit im Spiel hat.“

Rudi Zingler (SPD) sah dem Ganzen ebenfalls positiv entgegen: „Sie betreiben bei uns zwei Großtagespflegestellen, daher finde ich es gut, wenn wir uns mit einem Eigenanteil beteiligen. Das ist für uns auch machbar.“

„Beteiligung findet unsere Zustimmung“

Gabriele Roggenthien: (Bündnis 90/Die Grünen) berichtete, dass sich ihre Fraktion noch mal mit dem Thema auseinandergesetzt habe. „Wir haben mit den Mitarbeitern und verschiedenen Eltern gesprochen. Da scheint es eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit und Zufriedenheit der Eltern mit der Betreuung zu geben. Der Geschäftsführer machte auf uns auch einen sehr authentischen Eindruck, daher findet eine Beteiligung unsere Zustimmung.“ Zudem schlug sie vor: „Wäre es eventuell denkbar, dass diese Genossenschaft dann Träger unseres neuen Kindergartens werden könnte? Das könnte man als Gedankenspiel mit in den Arbeitskreis nehmen.“ Hauptamtsleiterin Katrin Albertus-Hirschfeld erklärte, dass dies nicht möglich sei: „Der Familienservice konzentriert sich nur auf den sogenannten U-Drei-Bereich, im anderen Bereich sind sie gar nicht mehr aktiv.“

Laut Vorlage wurde für die Beteiligung an der Genossenschaft Familienservice Weser-Ems im Haushalt 2021 kein Geld eingeplant. Die Ausgabe muss außerplanmäßig bereitgestellt werden.  

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