Versammlung schlägt Friedrich Hollmann vor 

Iserloyer soll neuer Kreisjägermeister werden

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Besonders wurden zur Versammlung die Jungjäger begrüßt, die ihre Prüfungen vor kurzem in den Jagdschulen Sauerwein in Delmenhorst und Handelsmann in Altona abgelegt haben.

Altona - Fasane, Blühstreifen, der Wolf und ein neuer Kreisjägermeister – das waren einige Themen, die die Jahreshauptversammlung der Jägerschaft Oldenburg-Delmenhorst im Hotel „Gut Altona“ bestimmten. Der Vorsitzende Karl-Wilhelm Jacobi hatte aus aktuellem Anlass den Wolf „Kurti“ in seine Ansprache aufgenommen. Zudem wählten die 200 anwesenden Mitglieder einen neuen Kreisjägermeister. Der Iserloyer Friedrich Hollmann soll Erich Kreye beerben. Diesem Vorschlag muss nun noch der Kreistag zustimmen.

Für 50-jährige Mitgliedschaft in der Jägerschaft Oldenburg-Delmenhorst ehrten Karl-Wilhelm Jacobi (l.) und Helmuth Blauth (r.) Gerd Kummutat (Zweiter v.l.) aus Wardenburg und Hermann Volkmann aus Dötlingen.

Jacobi betonte, dass „wir Jäger die letale Entnahme des Wolfes mit dem extrem auffälligen Verhalten nur begrüßen können“. Der Wolf aus dem Munsteraner Rudel, der im Heidekreis erschossen worden war, habe fehlende Scheu vorm Menschen gezeigt. Ein Abschuss sei nötig gewesen. Als sehr kritisch bezeichnete der Vorsitzende den Gedanken, den Wolf ins Jagdrecht zu überführen. „Es gibt keine vergleichbare Tierart, die derartige Probleme bereitet“, so Jacobi. Als falsch erachtet er zudem den Ansatz von Landesregierung und Wolfsbüro, nur noch Nutztier- und keine Wildtierrisse mehr zu dokumentieren. „Hier sehe ich eine große Gefahr durch zunehmende Verschleierung der Realitäten und Bewegungsmuster der Wölfe in unserer Region“, erklärte Jacobi und forderte die Jäger auf, weiterhin jeden Wildtierriss, der in den Revieren registriert wird, zu dokumentieren und an die Wolfsbeauftragten der Landesjägerschaft weiterzuleiten.

Ferner berichtete Jacobi, dass sich der Zustand des Schießstandes in Altona trotz der Sanierung im Sommer und der Nachbesserung im Herbst nicht verbessert habe. Durch das schlechte Wetter sei der Boden nicht gleichmäßig und glatt aufgebracht worden. „Was wir brauchen sind Sonne und Wind“, informierte er.

Zwei Fragen, die die Jäger seit einigen Jahren beschäftigen, stellte Jacobi auch diesmal wieder: „Woran liegt es, dass wir kaum noch Niederwild – sprich Fasane, Rebhühner und Hasen – haben? Und welche regulierenden Faktoren gibt es?“ Jacobi betonte in diesem Zusammenhang, dass die Jäger seit Jahren die Veränderungen in der Landwirtschaft beschäftigen. „In den vergangenen vier Jahren haben wir uns intensiv mit Blühstreifenprogrammen beschäftigt“, so Jacobi. „Wir Jäger verstehen uns als Partner der Landwirte.“ Doch die Landwirtschaft habe die Nachhaltigkeit ein wenig aus den Augen verloren. „Nur gemeinsam können wir gegen den Trend arbeiten und das Biotop des Niederwildes erhalten.“ Wichtig sei es, effektive Fallenjagd zu betreiben, um natürliche Feinde zu minimieren. Jacobi erwähnte den 2014 gegründeten Biotopfonds der Jäger, mit dessen Hilfe Blühstreifen, Hegebüsche und Lerchenfenster angelegt werden. „2015 haben wir im Landkreis und in der Stadt Delmenhorst wiederum 100 Hektar Blühstreifen neu auf den Weg gebracht“, so der Vorsitzende.

In seinem Streckenbericht ging der amtierende Kreisjägermeister des Landkreises Oldenburg, Erich Kreye, ebenfalls auf das stark dezimierte Niederwild ein und betonte, dass die Schonung der Rebhühner weiterhin eingehalten werden müsse. Positive Zahlen vermeldete Kreye bei Dam-, Reh-, und Schwarzwild. 262 Wildschweine, 2 055 Rehe und 279 Stücke Damwild schoss die Jägerschaft Oldenburg-Delmenhorst in der vergangenen Saison. Nach 14 Jahren wurde Kreye als Kreisjägermeister feierlich verabschiedet. Die Jäger wählten Hollmann einstimmig zu seinem Nachfolger. Stellvertreter soll Rolf Eilers werden. Für die Stadt Delmenhorst wurden Helmut Blauth und sein Stellvertreter Helmut Oberheide wiedergewählt.

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