Fünf Bands mit Behinderten und Nichtbehinderten musizieren am 9. Oktober gemeinsam am und im Dötlinger Lopshof

Integratives Festival feiert Premiere

Die Folkband „Nordost Wind“ aus Halle spielt am Abend in den Räumen des Lopshof-Cafés.

Dötlingen - (ts) · Das gab es noch nie auf dem Dötlinger Lopshof: Dort erwartet die Besucher am Sonnabend, 9. Oktober, mit dem integrativen Bandfestival eine Veranstaltung der ganz besonderen Art. Insgesamt haben sich fünf Musikgruppen angekündigt, die aus einer Mischung von behinderten und nichtbehinderten Jugendlichen und Erwachsenen bestehen und mit Rock, Pop und Folk die ganze Bandbreite der Musik zu Gehör bringen.

„Es wäre schön, wenn dieses Festival Vorreiter für ähnliche Veranstaltungen in der Region wird“, sagen die Organisatoren, Silke Winkler vom Dötlinger Verein Lopshof und Frank Reglin, Vorstandsmitglied des Vereins „i-punkt-hilfe“ (Rotenburg/Wümme), die im Rahmen von gelebter Netzwerkarbeit zwischen Vereinen und Institutionen ein ähnliches Ziel verfolgen: die Integration von Menschen mit Beeinträchtigungen.

Das Festival, für das der Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, Karl Finke, die Schirmherrschaft übernommen hat, ist zweigeteilt. Während zwischen 14 und 19 Uhr vier Bands draußen auf der Bühne zu erleben sind, spielt die Band „Nordost Wind“ aus Halle/Saale ab 20 Uhr in den Räumen des Lopshofs. Da das Platzangebot begrenzt ist, ist für das Abendkonzert eine Anmeldung unter Tel. 04433/968200 erforderlich.

Die Folkgruppe „Nordost Wind“ setzt sich aus der gebürtigen Norwegerin Karen Thorstensen, ihrem Mann Richy aus Halle sowie dem Pianisten und Komponisten Wolfgang Vallentin aus Leipzig zusammen. Mit Gitarren, Flöten, Querflöte, Tin Whistle, Bouzouki und Klavier plus mehrstimmigem Gesang werden sie Folksongs aus Norwegen, internationale Folklore, Oldies und eigene Kompositionen präsentieren. Live-Erfahrung haben sie während zahlreicher Konzerte, vor allem im Raum Halle, gesammelt. Außerdem gehören sie dem Verein „Liederleute“ an, der ein jährliches Songfestival für blinde und sehbehinderte Musiker im Ostseebad Boltenhagen organisiert.

Bevor der „Nordost Wind“ die ersten Töne bläst, steht aber das Festival auf dem Außengelände auf dem Programm. Ab 14 Uhr sind die „Alex-Haus-Band“ der evangelischen Jugend Wildeshausen, die Gruppe „Stand up“ aus Bremen sowie „Hau drauf“ aus Verden und die Band „Tabuwta“ aus Nordhorn zu hören. Die Lokalmatadoren der „Alex-Haus-Band“ dürften vor allem der jüngeren Generation von den „Alex18:30“-Gottesdiensten in der Alexanderkirche bekannt sein. In Dötlingen wollen sie mit modernem christlichen Liedgut sowie Songs von H. Williams, „The Police“ und „Wise Guys“ für Stimmung sorgen.

Die Gruppe „Stand Up“, eine Idee des Bremer Vereins „Es geht los“, versteht sich als Projekt zur Förderung der Integration und des selbstbestimmten künstlerischen Ausdrucks behinderter Jugendlicher. Bei „Stand Up“ haben sie die Möglichkeit, eigene Texte zu schreiben, ein Instrument zu lernen oder sich an diesem zu verbessern. Ihren ersten Auftritt hatte die Band 2008 in der Kunsthalle Bremen.

Aus neun behinderten und nichtbehinderten Musikern besteht die Band „Hau drauf“ des Freizeitdienstes der Lebenshilfe Verden, die bekannte deutschsprachige Titel interpretiert. Bevorzugt werden Stücke des „Rock-Pop“ und der „Neuen deutschen Welle“. Mittlerweile gibt es die ersten eigenen Lieder. „Hau drauf“ hat schon Auftritte in der Region Verden absolviert. 2009 spielten sie beim Musikfestival in Wolfsburg und dem „Tag der Behörden“ in Verden.

Ebenfalls dabei ist „Tabuwta“. Die Band der Lebenshilfe Nordhorn wurde Mitte der 80-er Jahre gegründet und besteht aus neun behinderten Musikern im Alter von 30 bis 55 Jahren. Das Repertoire spiegelt die breite und bunte Palette musikalischer Vorlieben der einzelnen Bandmitglieder wider.

Neben viel Musik gibt es an diesem Tag auf dem Außengelände auch mehrere Stände, an denen einige Netzwerkpartner des Lopshof-Vereins ihre Arbeit präsentieren. Ebenfalls ist natürlich für Getränke und Snacks gesorgt. Der Eintritt zum Bandfestival ist frei, um Spenden wird gebeten. Infos zu der Veranstaltung gibt es auch im Internet unter http://www.lopshof-cafe.de.

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