Auf dem Weg zur inneren Ruhe und Zufriedenheit

Verein hat Gebäude in Brettorf in ein Meditationszentrum verwandelt

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Die Vorsitzende der tibetisch-buddhistischen Religionsgemeinschaft Choeying Gatsalling, Sonja Grotelüschen-Tschorr, der Meditationslehrer Lama Yeshi, Beisitzerin Monika Kühn und die stellvertretende Vorsitzende Ursula Hemmis (v.l.) im neuen Zentrum.

Brettorf - Von Tanja Schneider. Lange Zeit stand es leer – das Gebäude an der Uhlhorner Straße 6 in Brettorf. Nun füllt es die tibetisch-buddhistische Religionsgemeinschaft Choeying Gatsalling mit Leben. Im Sommer entdeckte der Verein die Immobilie, renovierte mit vereinten Kräften und richtete ein Zentrum für Meditation ein, das nun allen Interessierten offen steht.

„Jeder, der Ruhe sucht und meditieren möchte, ist bei uns willkommen“, betont Sonja Grotelüschen-Tschorr. Die Ahlhornerin ist die Vorsitzende des Vereins, der sich 2001 gegründet hat und rund 60 Mitglieder aus dem Landkreis Oldenburg, aber auch aus Bremen, Vechta und Westerstede zählt. Jahrelang war er in Ganderkesee ansässig. „Doch wir wollten uns vergrößern“, erzählt die Vorsitzende. Zufällig stieß der Verein auf das Gebäude in Brettorf und entschloss sich zum Umzug.

Ehe die ersten Meditationskissen, Wandbehänge und Buddha-Figuren ihren Platz im neuen Domizil fanden, mussten die Mitglieder aber eifrig renovieren. „Wir haben einige Stunden investiert“, berichtet Beisitzerin Monika Kühn aus Brettorf. Unter anderem verlegten die Helfer einen neuen Boden, strichen die Wände, brachten den Garten auf Vordermann und legten eine Terrasse an. Im Großen und Ganzen sind die Arbeiten abgeschlossen.

Besuch im Saal wird zur Reise nach Asien

Die farbenprächtige Einrichtung im großen Meditationssaal entführt in eine andere Welt – direkt nach Asien. Das Herzstück ist der Altar aus Bhutan. Jenem Land, in dem der Meditationslehrer des Zentrums, Lama Yeshi, aufwuchs. In beziehungsweise auf dem geschnitzten und handbemalten Exemplar finden sich die heiligen Statuen, erläutert Lama Yeshi. Hier sei die Energie spürbar. Und sie breite sich im Raum immer weiter aus, je mehr Interessierte kommen und sich inneres Glück, Ruhe und Zufriedenheit wünschen. Danach suchten heutzutage immer mehr Menschen aller Altersklassen und aus allen Berufsgruppen.

Lama Yeshi führt sie beim Meditieren auf den Weg, unterstützt mit sanften Anweisungen, zum Beispiel zu unterschiedlichen Positionen. Der Lehrer, der seine buddhistischen Studien an der Tango-Universität in Bhutan begann und in Indien fortführte, sitzt dabei auf einem Thron. Die Erhöhung symbolisiert sein umfangreiches Wissen. 

Meditieren erfordert Kraft und Energie

Die Schüler sitzen auf Kissen vor ihm – wer Erfahrung im Meditieren hat, findet sich in der ersten Reihe wieder, Anfänger ganz hinten. Das Meditieren erfordere durchaus Kraft und Energie, weiß Lama Yeshi, der nach seinem Studium für drei Jahre und elf Monate in Nepal ins Retreat ging. Dahinter verbirgt sich eine einsame intensive Meditation. In den 1990er-Jahren kam er nach Europa, wo er seither in verschiedenen Zentren und nun in Brettorf lehrt.

Dort sind für die kommenden Monate viele unterschiedliche Seminare geplant. „Zudem möchten wir bei schönerem Wetter einen Tag der offenen Tür veranstalten“, sagt Lama Yeshi. Bis es so weit ist, sind Interessierte zu den wöchentlichen Meditationsabenden willkommen – immer dienstags von 19.45 bis 21.15 Uhr. Weitere Infos zu dem Verein und den Angeboten gibt es im Internet.

www.reinemeditation.de

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