Indianer-Projekt sorgt bei der Schulkinderbetreuung in der Kita für Abwechslung

Im Wald lebt nun der Stamm „Schwarzer Rabe“

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Häuptling „Schwarzer Geier“ gibt den Kriegern im Stamm Anweisungen für einen Überfall.

Dötlingen - Es ist still im Wald. Per Handzeichen signalisiert Häuptling „Schwarzer Geier“ seinen Stammesbrüdern, dass der Überfall nun starten kann, und los geht es. „Ja, die Kinder haben schon eine rege Fantasie“, sagt Dirk Herrler, Erzieher bei den „Dötlinger Strolchen“. Im Rahmen der Schulkinderbetreung hat er für die Ferien Indianer-Wochen ins Leben gerufen.

Seit Montag weilt der Stamm „Schwarzer Rabe“ im Wald hinter Kindergarten und Grundschule, hat sich aus Holz einen Versammlungsring gebaut, Tipis errichtet und bemalt sowie seine eigene Zeichensprache entwickelt. „Wir kommen aus Nordamerika und sind jetzt die Waldindianer“, erklärt der Häuptling, der im wahren Leben Carlo heißt. Johanna nennt sich „Regenbogen“, Aron ist im Stamm als „der, der keinen Namen hat“ bekannt.

Die Größe der Gruppe variiert. Schließlich fahren einige Kinder zwischendurch mit ihren Eltern in den Urlaub, andere kehren zurück. „Fügen sich aber schnell in den Stamm ein“, weiß Herrler. Musste er anfangs noch Anregungen geben, wie sich der Nachwuchs die Zeit im Wald vertreiben kann, entwickeln die Kinder inzwischen auch eigene Ideen. Aron alias „Schneller Bison“ hat Kriegsbemalung aufgelegt. Immerhin möchte er gleich mit Vincent, genannt „Leiser Hirsch“, das Tipi eines anderen Stammes erobern. Alle Kinder tragen Federn auf dem Kopf, erkunden Spuren und sammeln, was die Natur so hergibt. „Zum Beispiel Pilze“, berichtet „Regenbogen“.

Da der Wettergott für heute Sonne vorhergesagt hat, ist ein Frühstück im Wald geplant. Und was essen Indianer so? „Rührei, Würstchen und Marmelade“, meinen die Mädchen und Jungen. Herrler muss lachen. „Dafür brauchen wir noch neue Bezeichnungen“, antwortet er.

Der Erzieher ist angesichts des vielen Regens in den vergangenen Tagen froh, dass die Gruppe auch die Sporthalle nutzen kann. Dort verwandeln sich Rollbretter in Pferde, in Teamarbeit werden Kutschen überfallen. „Zum Abschluss möchten wir eine Schnitzeljagd machen“, kündigt Herrler an. Dann können die Indianer ihr Talent im Spurenlesen beweisen.

Für die Ferienzeit hat die Dötlinger Kita die Schulkinderbetreuung am Nachmittag auch in diesem Jahr wieder ausgeweitet. „Schließlich müssen so einige Eltern arbeiten und wollen ihren Nachwuchs auch am Vormittag betreut wissen“, berichtet Isabell Hannig-Meints, die Anfang des Jahres die kommissarische Leitung der Einrichtung übernommen hat. 20 Plätze stehen in der Gruppe zur Verfügung. „Momentan sind während der Urlaubszeit aber nicht alle Kinder da“, informiert sie.

ts

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