In Zukunft gut in der Gemeinde leben

Dötlinger Grüne arbeiten Strategiepapier zum Entwicklungskonzept aus

Einige Aktenordner auf einem Tisch.
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Die Dötlinger Grünen arbeiten ein Strategiepapier zum Entwicklungskonzept aus.

Die Dötlinger Grünen haben eine Strategie ausgearbeitet, wie das Gemeindeentwicklungskonzept ab dem Jahr 2022 aktiv angegangen werden sollte. Das Papier umfasst acht Punkte. Dabei geht es um die Frage: „Wie wollen wir zukünftig in der Gemeinde gut leben und wie gestalten wir das?“

Dötlingen – In den vergangenen Jahren wurden laut der Grünen in fast allen Ortsteilen der Gemeinde neue Baugebiete ausgewiesen – und weitere sind geplant – ohne, dass die Auswirkungen auf die Infrastruktur, Natur und Umwelt vorausschauend betrachtet wurden. Das habe dazu geführt, dass Jahr für Jahr Kindergartenplätze fehlen, intakte Naturbereiche zerstört wurde und landwirtschaftliche Flächen verloren gegangen sind.

Gleichzeitig, so die Grünen, verließen ältere Menschen die Kommune, weil es keine seniorengerechten Wohnangebote gebe. Weiteres Wachstum wirke sich aber auch auf die Verwaltung aus. Die Belastung der Verwaltungsmitarbeitenden steige stetig und gleichzeitig sei zusätzliches qualifiziertes Personal kaum noch zu bekommen.

Aus ihrer Sicht ist der politische Wille Grundlage für ein wirksames Entwicklungskonzept. Bereits vor drei Jahren hatten sie ein vorausschauendes, ganzheitliches Gemeindeentwicklungskonzept gefordert. 2019 wurde ein Antrag gestellt, der in der nächsten Legislaturperiode in der Gemeinde „einen nachhaltigen Entwicklungsprozess“ einleitet. „Unserem Antrag stimmten alle Fraktionen des Gemeinderates vom Grundsatz her zu. Gerne hätten wir zeitnah begonnen, aber die Mehrheit der Ratsmitglieder legte den zeitlichen Start in die nächste Legislaturperiode“, so die Grünen.

Unser großes Anliegen ist eine Gemeindeentwicklung, die ressourcenschonend wirkt, die Rücksicht auf die hier lebenden Menschen und Natur nimmt und die gleichermaßen die Wirtschaftlichkeit nicht aus den Augen verliert.

Strategiepapier der Grünen

Nachhaltige Entwicklung

Aus Sicht der Grünen ist es notwendig, dass das Konzept zur „Chefsache“ erklärt wird. Zur Unterstützung soll der Bürgermeister ein Team in der Verwaltung zusammenstellen, das ressortübergreifend am Konzept mitarbeitet und ausreichend zeitliche Ressourcen zur Verfügung stellt.

Konsequente Bürgerbeteiligung

Zudem sollen Bürger bei Projekten dieser Tragweite für die Kommune aktiv mitgestalten und die Ziele und Maßnahmen in Arbeitsgruppen selbst mitprägen können. Die Grünen schlagen vor, ein Bürgerforum einzurichten, bei dem sich alle Interessierten in die Gemeindeentwicklung einbringen können.

Lenkungsgruppe

Eine konsequente Bürgerbeteiligung ist laut Grüne für eine nachhaltige Entwicklung zwingend notwendig. Sie schlagen vor, dass zukünftig eine Lenkungsgruppe eingerichtet wird. „Dieses Gremium sollte aus den Mitgliedern des Bürgerforums, der Politik und dem Verwaltungsteam bestehen.“

Transparenz

Transparenz sei ebenso eine wichtige Grundvoraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung, heißt es weiter. Die Bürger sollten rechtzeitig, umfassend und ehrlich über anstehende Entscheidungen informiert werden.

Externe Unterstützung

Für die Erarbeitung eines Entwicklungskonzeptes werde eine externe Unterstützung benötigt, da zum einen das „erforderliche Expertenwissen im Rathaus nicht vorhanden“ sei und zum anderen der Prozess von neutralen Personen moderiert werden sollte.

Die Kommunale Umwelt Aktion (UAN) biete allen Städten und Gemeinden, die ihre kommunalen Handlungsfelder zunehmend nachhaltig gestalten wollen, ihre Unterstützung bei der Erstellung eines Gemeindeentwicklungskonzeptes an. Die UAN habe bereits ihr strukturiertes Vorgehen in der Kommune vorgestellt. Vonseiten der derzeitigen Landesregierung wird die Zusammenarbeit gefördert und empfohlen, schreiben die Grünen weiter.

Finanzierung

Die Finanzierung ist ein weiterer wichtiger Punkt. Die Grünen fordern die Einstellung entsprechender Mittel für den Haushalt 2022. Sämtliche Fördermöglichkeiten sollten in diesem Zusammenhang zeitnah geprüft werden.

Langfristige Wirkung

Für die Grünen ist das Vorhaben eines Gemeindeentwicklungskonzepts der Start eines fortlaufenden Entwicklungsprozesses der Gemeinde Dötlingen, „der als eine feste Institution in der Kommune und dessen Entwicklung verankert wird“, heißt es in dem Strategiepapier.

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