Anbau, Imkerei und Tierhaltung geplant

„Immenhuus“-Bauzeichnungen liegen vor: „Projekt für Natur und Mensch“

So könnte es in Zukunft auf dem Honighof-Gelände aussehen: Rechts befindet sich der Honighof, links der Anbau. Die Bauzeichnung zeigt die Südansicht. skizze: gwo
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So könnte es in Zukunft auf dem Honighof-Gelände aussehen: Rechts befindet sich der Honighof, links der Anbau. Die Bauzeichnung zeigt die Südansicht. skizze: gwo

Dötlingen – Auf dem Gelände des Honighofs in Dötlingen könnte – wenn alles glatt läuft – in Zukunft neues Leben einkehren. In Sachen „Immenhuus“-Projekt ist nämlich der nächste Schritt getan. Im vergangenen Jahr kamen die Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg (GWO) auf die Idee, die ehemalige Fischerhütte am Heideweg in ein landwirtschaftliches Arbeits- und Qualifizierungsprojekt für Menschen mit Behinderung zu verwandeln. Nun liegen die Bauzeichnungen vor, berichtet Daniel Lüllmann, GWO-Sprecher, auf Nachfrage unserer Zeitung.

„Wir wollen in der Gemeinde Dötlingen ein Projekt mit dem Schwerpunkt Imkerei starten“, erläutert er. Etwa neun Menschen mit Beeinträchtigungen könnten auf dem rund 6 000 Quadratmeter großen, angepachteten Gelände einen neuen Arbeitsplatz finden. „Plus ein oder zwei Gruppenleiter. Wir gehen von zehn Arbeitsplätzen aus, die dort entstehen.“ Die Arbeitsgruppe stelle dann verschiedene Imkerei- und Imkereinebenprodukte her. Etwa 40 bis 50 Bienenvölker könnten dort gehalten werden. Ein Fachberater begleite den Aufbau der Imkerei. Alle Mitarbeiter sollen im Verlauf der Projektentwicklung geschult werden, erklärt der Sprecher weiter.

Honighof-Gebäude wird um einen Anbau ergänzt

Das Honighof-Gebäude soll laut Planung bestehen bleiben. Es werde lediglich zu einer Betriebsstätte für Menschen mit Behinderung umgebaut und um einen Anbau ergänzt. „Das alte Gebäude bleibt in der Form erhalten. Das wird nicht groß verändert“, so Lüllmann.

Das Bestandsgebäude soll mit einem Flügel mit Gründach mit dem Anbau verbunden werden. Zudem soll das Dach des Neubaus mit einer Remise versehen werden. Dazu sagt Lüllmann: „Wichtig war uns, dass es sich gut in das Landschaftsbild einprägt und der dortige Hügel erhalten bleibt und nicht groß in die Natur eingegriffen wird. Die Grundidee ist es, dass man dort Arbeitsplätze mit Imkerei und Tierhaltung schafft. Es soll ein landwirtschaftliches Projekt werden, das nachhaltig ist und sich gut in die Umgebung einfügt.“ Es sei ein Projekt für Natur und Mensch. „Wenn möglich, wollen wir auch ein paar Tiere halten. Die Idee ist, dass zwei Esel und Ouessantschafe gehalten werden sollen.“ Die produzierten Produkte könnten dann in der Region vermarktet werden.

Anbau soll im Einklang mit dem Landschaftsbild stehen

Insgesamt haben die GWO anderthalb Hektar Land gepachtet und einen mobilen Unterstand für die Tiere gekauft. Die zwei Esel gibt es übrigens schon. Sie stehen auf einer Weide in Ostrittrum. Gastronomie und ein Verkauf der Produkte werde auf dem Gelände nicht angeboten. „Wir freuen uns aber, wenn Leute vorbeikommen und sich das Projekt anschauen wollen.“ Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Behinderungen seien also durchaus erwünscht.

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Um die Nutzung als Werkstatt für behinderte Menschen realisieren zu können, müsse jedoch einiges beachtet werden. Lüllmann erklärt: „Es gibt bestimmte Auflagen, die man erfüllen muss. Einen Sozialraum und einen Arbeitsraum benötigt man und barrierefrei sowie ebenerdig muss es sein.“ In der Planung sind unter anderem Lagerräume für Produkte sowie ein getrenntes Bad mit Dusche und Toilette vorgesehen. Die Grundfläche werde sich insgesamt auf circa 220 Quadratmeter belaufen, schildert Lüllmann.

Die Planungen seien mit den örtlichen Behörden abgestimmt. „Da es sich um eine WfbM (Werkstatt für behinderte Menschen)-Betriebsstätte handelt, müssen wir eine Genehmigung zum Bau von der für WfbM-Gebäude zuständigen Agentur für Arbeit einholen.“ Die Prüfbehörde für Betriebsstätten ist nämlich dort angesiedelt, erklärt er. Sobald diese Genehmigung vorliegt, könne das „Immenhuus“-Projekt weiter umgesetzt werden.

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