Illegale Ausweichstrecke beliebt

Heidkamp wird als illegale Abkürzung genutzt

Der Bahnübergang in Dötlingen-Busch.
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Der Bahnübergang ist gesperrt – und der Heidkamp eigentlich auch. Trotzdem nutzen viele Autofahrer die Straße als Abkürzung.

Der Heidkamp, parallel zur Bahnstrecke Wildeshausen/Bremen verlaufend, ist bei Autofahrern derzeit beliebt. Denn die Nebenstraße wird als Abkürzung benutzt um den seit dem 21. Juni gesperrten Bahnübergang in Dötlingen-Busch zu umfahren. Und das illegal, da der Weg eigentlich nur für Anlieger freigegeben und für den Durchfahrtsverkehr gesperrt ist.

Busch – „An mich ist auch schon herangetragen worden, dass viele Menschen den Heidkamp nutzen, um über die Brücke und somit wieder auf die Wildeshauser Straße zu gelangen“, erzählt Ulrike Hollmann aus der Verwaltung der Gemeinde Dötlingen. „Es ist wohl schon mehrfach vorgekommen, dass Autofahrer die eigentlich gesperrte Straße als Abkürzung nutzen“, so Hollmann weiter. Die ausgeschilderte Umleitung umgeht den Bahnübergang weitläufig. Autofahrer müssen mit zusätzlichen Fahrtzeiten rechnen, wenn sie der Ausschilderung folgen.

28 Autos in einer Viertelstunde

Das ist allerdings oft nicht der Fall, wie Stichproben unserer Zeitung zeigen: Mittwoch zwischen 12.30 und 12.45 fuhren dort 28 Autos. Donnerstag zwischen 12.55 und 13.10 Uhr waren es 17 Fahrzeuge. Unter anderem mit Kennzeichen aus Vechta, Bremen und den weit entfernten Städten Helmstedt und Hildesheim. „Die Durchfahrt ist verboten, für Anlieger ist der Weg frei. Die Durchsetzung muss dann die Polizei regeln“, ordnet Hollmann die Rechtslage ein. Sperrungen seien immer ungemütlich, aber trotzdem sollten sich alle an die Umleitungen halten. „Jeder soll sich einmal in die Lage der Anlieger hineinversetzen.“

Nicht nur das erhöhte Verkehrsaufkommen sei ein Problem, sondern auch die Straßenschäden. Schon jetzt sind die Seitenstreifen der Fahrbahn durchweg als Ausweichmöglichkeit für den Gegenverkehr genutzt worden. „Die Verkehrssituation steht und fällt mit dem Begegnungsverkehr. Der Weg führt über schmale Straßen, auf denen auch Nutzfahrzeuge der Landwirtschaft fahren.“

Kaputte Seitenstreifen sind die Folge des Ausweichens auf der schmalen Straße.

Die Dötlinger Gemeinde stehe derzeit im Austausch mit dem Landkreis, wie gegen die widerrechtlichen Abkürzer vorgegangen werden kann. „Es stimmt, dass die Durchfahrt verboten ist“, verweist Ann-Christin Gajda vom Straßenverkehrsamt des Landkreises auf die Situation. „Dementsprechend behalten es sich die Behörden auch vor, dort gegebenenfalls verstärkt zu kontrollieren. Im Falle der widerrechtlichen Nutzung sind dann Verwarnungen oder eben auch Bußgeldbescheide möglich.“

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