Swingolfer schließen ihre Saison mit einem Crossturnier ab

Abenteuer zwischen Matsch und Mais

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Mediengruppe Kreiszeitung

Iserloy - Von Anja Nosthoff. Golfen geht nicht nur auf grünem Rasen. Das bewiesen die Iserloyer Crossgolfer und ihre Gäste am Sonnabend beim Crossgolf-Event zum Saisonabschluss. Im drei Kilometer langen Querfeldein-Parcours mangelte es nicht an Hindernissen.

Matsch, Mais, Wald und Gräben erschwerten nicht nur die Abschläge, sondern auch das Wiederfinden der Bälle ganz erheblich. Die Golfer waren jedoch dementsprechend gerüstet: Mit Ersatzbällen, Schuhen, die auch mal dreckig werden können, und einer großen Portion Vorfreude auf das besondere Golferlebnis.

„Die Idee entstand mal in der Glühweinrunde, bei einem Golfertreffen auf dem Weihnachtsmarkt“, erinnerte sich Burkhard Helmers, Vorsitzender des Swingolf-Clubs Iserloy. Nun veranstaltete der Verein bereits die fünfte Auflage der Veranstaltung.

Damit Kinder, Senioren, Golfanfänger und Profis alle eine Chance auf den Sieg haben, wurden nach Spielstärke Zweierteams ausgelost. Nach den beiden Abschlägen der Teammitglieder durfte das Team sich den Ball aussuchen, der am weitesten – beziehungsweise am weitesten in die richtige Richtung – geflogen war. Von dort schlugen dann wieder beide Teammitglieder den nächsten Ball ab.

Rund drei Stunden ist die Golfergruppe jedes Jahr dabei unterwegs. „Je nachdem, wie schnell wir unsere Bälle wiederfinden“, lachte Helmers. Hohes Gras oder Stoppelfelder – mit meist hohen Stoppeln – machen diese Aufgabe nämlich nicht ganz leicht. Doch schließlich stand niemand unter Zeitdruck. Spiel, Sport, Spaß und Gemütlichkeit lauteten die Ziele des Tages – natürlich mit gemeinsamer Pause und Stärkung auf halber Strecke.

Helmers, der am Vormittag den Parcours abgesteckt hatte, spricht jedes Mal schon im Vorfeld mit den Landwirten ab, welche Querfeldein-Strecken über die Felder von den Golfern genutzt werden können. So spielten die Golfer von Windrad zu Windrad, entlang hoher Maisfelder, über Wiesen und Felder, durch Gräben und Wälder. Die großen Erntemaschinen der Bauern begleiteten sie aus der Ferne bei ihrem außergewöhnlichen Ausflug.

Auch im Landwirtschaftsbetrieb am Vereinssitz und Swingolf-Platz, dem Golf- und Gartencafé Iserloy, war die Maisernte in vollem Gange. Direkt neben dem Maishaufen durften die Golfer ihren ersten Ball abschlagen. Frank Vajes machte den Anfang – seine Vorlage konnte sich sehen lassen. Gemeinsam mit Erika Noltenhans verfolgte er während des ganzen Turniers diese Erfolgslinie. Das Team trat nach 48 Schlägen schließlich im Stechen mit Heike Duhme und Olaf Sasse sowie mit Marion Woestmann und Henry Laackmann auf dem Swingolf-Platz an.

Vajes und Noltenhans entschieden den Wettkampf für sich. Noltenhans bewies dabei vollen Körpereinsatz: „Leider stolperte sie am Graben und hat sich vermutlich die Hand gebrochen“, berichtete Golferin Martina Wolf. „Das konnte sie aber nicht abhalten, strahlend für das Siegerfoto zu posieren, bevor sie nach Wildeshausen ins Krankenhaus zur Untersuchung fuhr.“

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