Niklas Behrens wünscht sich sachlich-fairen Dialog mit der Landwirtschaft

Hunderte feiern Erntefest in Dötlingen

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Winken vom geschmückten Wagen: Diese Kinder hatten augenscheinlich Spaß.

Dötlingen - Von Holger Rinne. Das Erntefest in Dötlingen, das alljährlich der Bürger- und Heimatverein organisiert, gehört zu den größten und beliebtesten im Oldenburger Land. Hunderte Besucher begrüßte der Vorsitzende Eckehard Hautau am Sonnabendnachmittag auf dem Kirchplatz vor der St. Firminus-Kirche.

Zuvor war ein Konvoi aus festlich geschmückten Traktoren und Kremsern von einer Feldfahrt zurückgekehrt. Die Tour führte durch einige Ortschaften der Gemeinde Dötlingen.

Mit Liedvorträgen klinkten sich Kinder der Grundschule Dötlingen in das Erntefest ein.

Pastorin Claudia Hurka-Pülsch eröffnete das Fest mit einer plattdeutschen Kurzandacht. Dann folgte auch schon der große Auftritt der ganz kleinen Dötlinger. Die Kinder der Kita „Dötlinger Strolche“ ernteten für die Aufführung der Geschichte „Nur ein kleines Samenkorn“ begeisterten Applaus der Zuschauer. Dagmar Spille, Marina Marcedes und Celeine Eujen hatten mit den ältesten beiden Jahrgängen des Kindergartens das Stück perfekt eingeübt. Nicht weniger Beifall bekamen Lehrerin Caroline Schütte und Schüler der Grundschule Dötlingen für zwei Liedvorträge.

Die Kinder der Kita „Dötlinger Strolche“ ernteten für die Aufführung der Geschichte „Nur ein kleines Samenkorn“ begeisterten Applaus der Zuschauer.

„Es ist stellenweise beängstigend, wie aktuell aus allen Richtungen der Gesellschaft und Politik die Themenkomplexe Klimawandel, Insektensterben und Grundwasserbelastung für jeweils ganz eigene Ziele benutzt werden“, prangerte Niklas Behrens in seiner Ansprache an. Der Düngstruper vertritt als Vorsitzender der niedersächsischen Landjugend etwa 2 500 Junglandwirte. 

Deutliche Worte fand Niklas Behrens.

Behrens sieht zwar Gesprächsbedarf zu diesen Themen, will die Land- und Forstwirtschaft aber nicht als alleinige Zielgruppe sehen. Er hob deren Bedeutung für die Ernährung der Gesellschaft hervor. „Wenn ich nun aber die politischen Diskussionen der letzten Zeit verfolge, habe ich den Eindruck, dass die Landwirtschaft von manchen Menschen als notwendiges Übel gesehen wird“, monierte Behrens – und warnte vor allzu hohen Forderungen.

In diesem Zusammenhang malte er ein düsteres Bild einer sterbenden Landwirtschaft. „Grüne Kreuze auf den Äckern warnen in diesen Tagen vor diesem Szenario“, so der Verbandsvorsitzende. Zum Abschluss seiner Rede gab er sich wieder versöhnlich und lud zu einem sachlichen und fairen Dialog ein.

Vorführungen der Tanzgruppen des TV Dötlingen rundeten den Nachmittag ab, den wieder einmal musikalisch die Treek-Sood-Musikanten aus Großenkneten umrahmten.

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