Ausschuss lehnt Errichtung in Neerstedt ab / CDU macht Alternativvorschlag

Hürden für Skatepark „unüberwindbar“

Die Errichtung eines Skateparks in Neerstedt lehnte der Ausschuss ab. Stattdessen gab es den Vorschlag, Fahrten zu Anlagen in Nachbarkommunen wie Wildeshausen (Bild) anzubieten. - Foto: dr

Neerstedt - Von Tanja Schneider. Gerne hätten die Mitglieder des Jugend-, Sport- und Sozialausschusses das Engagement zweier Schülerinnen, die sich intensiv mit der Errichtung eines Skateparks in Neerstedt befasst haben, belohnt. Doch die Probleme und die Kosten, die ein solches Vorhaben mit sich bringt, erschienen dem Gremium „nahezu unüberwindbar“. Der Ausschuss folgte deshalb dem Beschlussvorschlag der Verwaltung und lehnte einen Skatepark einstimmig ab. Seitens der CDU gab es allerdings einen Alternativvorschlag.

Bekanntlich hatten Lea-Marie Kurz und Anastasia Cieniuch einen Antrag auf Errichtung eines Skateparks gestellt. Die Schülerinnen hatten eifrig Unterschriften gesammelt und umfangreiche Informationen zu dem Projekt zusammengetragen, die sie vor einem guten Jahr dem Ausschuss präsentierten. Die Politiker zeigten sich damals äußerst angetan von dem Einsatz der Mädchen und beauftragten die Verwaltung mit der Aufbereitung des Themas. Diese suchte den Kontakt zu Nachbargemeinden, die solche Anlagen haben, um Fragen unter anderem zur Versicherung, zu Fördermöglichkeiten, der Qualität der Geräte und des Untergrundes sowie der Pflege zu klären. Daneben ging es um die Kosten, die je nach Ausstattung der benachbarten Parks zwischen 35 000 und 60 000 Euro betrugen. „Schwierig“, meinte Thore Güldner (SPD) angesichts der Haushaltslage. Als „sehr happig“ bezeichnete es Dirk Orth (Bündnis 90/Die Grünen).

Größter Knackpunkt ist jedoch der Standort. Die Verwaltung hat drei mögliche Flächen ausgewählt, von denen keine ideal ist. Variante eins liegt im Bereich Tennis-/Sportplatz/Grundschule, ist somit gut erreichbar, hat aber den Nachteil einer zusätzlichen Lärmkulisse für die Anlieger. Die anderen beiden Flächen im Gewerbegebiet „Neerstedt-Süd“ sowie am Moorweg befinden sich zwar nicht direkt im Wohngebiet, sind aber abseits oder mit einem Zaun zu sichern und deshalb auch nicht gerade attraktiv. Dies bestätigte Jugenddiakon Jochen Wecker, der die Schülerinnen bei ihrem Vorhaben unterstützt hatte. „Generell bin ich der Meinung: Wenn man es anpackt, dann richtig“, sagte er.

Angepackt wird die Errichtung eines Skateparkes erst einmal nicht. Der Ausschuss tat sich aber auch schwer damit, das Thema komplett fallen zu lassen. „Denn der Ansatz der Mädchen ist sehr lobenswert“, sagte Willi Niehoff (CDU). Um den Schülerinnen gerecht zu werden, schlug er vor Ausflüge zu den Skateparks in Nachbarkommunen wie Wildeshausen und Hatten anzubieten. „Vielleicht dürfen wir die Anlagen an festgelegten Terminen nutzen, zum Beispiel einmal im Monat“, regte er an. Bei den übrigen Ausschussmitgliedern stieß der „interessante Ansatz“ auf offene Ohren. Und auch Jugenddiakon Wecker erklärte sich auf Nachfrage bereit, solch eine Fahrt einmal auszuprobieren. Allerdings gab er zu bedenken, dass Skater nicht unbedingt in Begleitung von Erwachsenen auf die Anlage wollen. Andererseits sei diese Altersklasse auch nicht unbedingt mobil. Ditte Höfel (CDU) verwies in diesem Rahmen allerdings auf Bus und Bahn. Der Ausschuss einigte sich darauf, Möglichkeiten auszuloten.

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