Hotel-Betreiber rüsten sich für die Zukunft und binden die Kinder mit ein

„Gut Altona“ attraktiver: 18 neue Zimmer im Bau

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Nele und Vincent Ahrmann auf dem Gerüst am neuen Hotelgebäude. Hier entstehen 18 geräumige Zimmer.

Altona - Von Dierk Rohdenburg. Viele Gastronomen klagen über Billig-Buchungen im Internet, Mindestlohn, ausbleibende Hotelgäste oder die Schwierigkeit, Betriebsnachfolger im Alter zu finden. Inka und Heiner Ahrmann vom Hotel „Gut Altona“ machen es genau anders: Sie sind optimistisch, investieren, bauen an und binden ihre Kinder in den Betrieb mit ein.

Das ist schon beachtlich: Im hinteren Bereich des Hotels, das idyllisch im Grünen liegt, entsteht gerade ein neues Gebäude mit 18 Zimmern, die deutlich größer sein werden als die bisherigen Räume. „Wir werden eine zusätzliche Fläche von 650 Quadratmetern haben, die Zimmer sind 30 Quadratmeter groß und haben ein separates WC“, so Inka Ahrmann. Eines der Zimmer liege zudem rollstuhlgerecht im Erdgeschoss. Das Gebäude hat drei Etagen und bekommt einen Fahrstuhl. Zudem haben alle Zimmer eine Terrasse oder einen Balkon. Die davor liegende Pferdeweide soll in diesen Tagen zu einem Parkgelände umgestaltet werden.

Das gesamte Projekt lohnt sich nur, weil mehrere Gründe eine gute Zukunft versprechen. Das Vier-Sterne-Hotel in der Nähe von Wildeshausen besticht durch Gemütlichkeit und Gastlichkeit, bietet Platz für Tagungen und liegt in der Nähe der Autobahn. Viele Skandinavier nutzen das Hotel und buchen über das Internet. „Für uns kein Problem“, sagt Inka Ahrmann mit Blick auf Reservierungssysteme, die den Kunden günstige Preise versprechen. „Wir gewinnen dadurch Gäste, die gerne wiederkommen und sehr zufrieden mit unserem Angebot sind.“

Der wesentliche Grund, warum die Ahrmanns aber in die Zukunft investieren, sind die beiden erwachsenen Kinder Nele und Vincent. Nele ist 27 Jahre alt und ausgebildete Hotelfachfrau sowie Betriebswirtin. Ihr 24-jähriger Bruder hat Koch gelernt und möchte sich in den kommenden zwei Jahren in Hamburg zum Hotelbetriebswirt ausbilden lassen. Die beiden jungen Leute wollen anschließend im Team arbeiten und irgendwann gemeinsam die Nachfolge übernehmen. Einen Zeitplan hat die Familie dafür nicht. Und genug Arbeit gibt es ohnehin für die vier Ahrmanns und die knapp 50 Angestellten. „Wir haben alle sieben Tage jeweils 20 Stunden geöffnet“, sagt Inka Ahrmann.

Grundsätzlich dürften die Aufgabenbereiche zwischen Nele und Vincent so aufgeteilt werden, dass der junge Mann ähnlich wie sein Vater vorrangig in der Gastronomie tätig ist und Nele wie die Mutter mehr an der Rezeption arbeitet.

Wenn das neue Gebäude Ende des Jahres fertig ist, sollen im Haupthaus drei Zimmer, die nicht mehr zeitgemäß ausgestattet sind, anders genutzt werden. Dann dürfte es im Hotel zwar mehr Arbeit bei mehr Gästen geben, aber die Raumsituation ist wenigstens entspannter. „In den vergangenen Jahren waren wir oft ausgebucht“, berichtet Inka Ahrmann und lächelt. Das ist doch ein gutes Zeichen für eine erfolgreiche Zukunft in Altona.

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