Hockensbergerin Ute Bescht richtet Privatgalerie ein/Irmin Burdekat zu Besuch

„Persönliche Geschichten inspirieren mich“

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Gastronom und Autor Irmin Burdekat gehörte zu den ersten Besuchern in der Privatgalerie der Hockensbergerin Ute Bescht.

Hockensberg - „Ich freue mich immer wieder darüber, wenn mir Menschen zu meinen Bildern ihre ganz persönlichen Geschichten erzählen“, sagt die Hockensbergerin Ute Bescht. „Die ganz individuellen Erlebnisse sind für mich als Künstlerin nicht nur wie der Applaus für den Schauspieler, sondern inspirieren mich zu immer neuen Motiven und auf die Leinwand gebrachten Geschichten.“ Diese können Interessierte nun am Wochenende nach Absprache in Hockensberg besichtigen. Einer der ersten Besucher war der wohl bekannteste, schreibende Gastronom Deutschlands.

Die Idee, die eigenen Räume als Ausstellungsfläche zu nutzen, sei Bescht nach einem Frühstück mit einer Freundin gekommen. „Ich habe noch keine Galerie, die meine Werke permanent ausstellt. Und die lokalen Kunsthäuser und kleinen Galerien hier im nahen Umkreis von Dötlingen meinen, ich passe nicht in ihr Portfolio, da ich nicht abstrakt oder gefällig genug bin“, meint Bescht, die unter anderem schon in Las Vegas ausgestellt hat (wir berichteten). Zurzeit stehe sie in Kontakt mit einer Galerie in München und hoffe, dass ihre Bilder dort bald Betrachter finden. Bis es soweit ist, verwandelt sie ihre eigenen Räume in eine Privatgalerie.

Die dort ausgestellten Werke schaute sich nun Irmin Burdekat an, der nicht nur als Gastronom, ehemaliger Geschäftsführer der Weinkrüger Unternehmen und (Mit)-Begründer der Gastroketten „Alex“ und „Bar Celona“ bekannt ist, sondern sich auch als Autor der lustigen Gästebeschimpfung und Kollegenschelte „Tisch 17 is'n Arsch!“ einen Namen gemacht hat. In Hockensberg entpuppte er sich auch als Kunstliebhaber. Während eines Rundgangs nahm er die realistisch, figürlichen Werke mit klar erkennbarer Salvadore-Dali-Linie in ganz privater Atmosphäre unter die Lupe und sprach mit Bescht über ihre Intentionen, Ideen und Inspirationsquellen. Farbgebung und Motive waren weitere Themen. „Besonders habe ich mich über seine Äußerung gefreut, dass ich eine der ganz wenigen Künstler sei, deren Bilder tatsächlich eine Aussage haben“, so Bescht. Er könne mit diesen ganz abstrakten Pinseleien, die erst stundenlange Interpretation brauchen, nix anfangen. „Da sprach er mir aus der Seele“, meint die surrealistische Künstlerin.

Bei einer Tasse Tee sprachen Bescht und Burdekat auch über ihren jeweiligen Werdegang. Schließlich sind beide „Gastro-Kinder“. „Wir hatten einiges zu lachen und erinnerten uns an Prominente, die unseren Weg gekreuzt haben“, so Bescht, die sich von Burdekat aber nicht nur Komplimente für ihre Bilder abholte – besonders das Werk „Mortgage Monster“ hatte es ihm angetan. „Du bist viel zu ordentlich! Die Künstlerbuden, die ich so kenne, ähneln eher einem Bombeneinschlag – hier ist es aber total aufgeräumt!“, merkte er an. Bescht versicherte, dass sie bei seinem nächsten Besuch „für authentisches Chaos“ sorgen werde. Sie dankte Burdekat, dass er sich trotz der Pendelei für seine Lesungen in Deutschland und Recherchen in Kanada Zeit genommen hat.

Gerne würde Bescht auch mit weiteren Kunstinteressierten ins Gespräch kommen. Wer ihre Arbeiten besichtigen möchte, kann sich unter der Telefonnummer 04432/912885 oder per E-Mail an info@dali68.de bei der Hockensbergerin melden. Einen kleinen Einblick ihres künstlerischen Schaffens gewährt Bescht im Internet.

www.beschtart.de

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