Satzungsänderung in 2017 soll einen gleichberechtigten Vorstand ermöglichen

„Wi helpt di“ zieht positive Bilanz fürs erste Vereinsjahr

Der Vorstand und die Beisitzer des Vereins „Wi helpt di“: Holger Spille, Hella Einemann-Gräbert, Birgit Schachtschneider, Claudia Ventker, Wiltrud Buchholz und Ute Lange (v.l.). - Foto: Notshoff

Neerstedt - Jede Menge weitere Mitglieder, Gütesiegel und Infotafeln sowie ein neuer Laptop nebst Software-Programm zur Verwaltung und Abrechnung von Hilfeleistungen – für den Verein „Wi helpt di“ lief 2015 rundum positiv. Während der Jahreshauptversammlung am Donnerstagabend im Gemeindezentrum in Neerstedt berichtete die zweite Vorsitzende Wiltrud Buchholz den gut 20 anwesenden Mitgliedern von den Aktivitäten im ersten Vereinsjahr. Zählte „Wi helpt di“ Anfang 2015 noch 50 Mitglieder, waren es zum Jahresende schon 130.

Der Posten des Vorsitzenden ist weiter vakant. Für 2017 strebt der Verein eine Satzungsänderung an, um dann einen gleichberechtigten Vorstand einsetzen zu können. Dem gehören derzeit neben Buchholz auch Kassenwart Holger Spille und Schriftführerin Claudia Ventker an. Als Beisitzerinnen fungieren Ute Lange, Hella Einemann-Gräbert und Birgit Schachtschneider.

„Wi helpt di“ arbeitet momentan noch an dem Aufbau eines Netzwerkes – so soll die nachbarschaftliche Hilfe weitere Kreise ziehen. 2015 gingen bereits zahlreiche Hilfegesuche ein, die von den „Mitarbeitern“ des Vereines, sprich den Ehrenamtlichen, übernommen wurden. „Das waren zum Beispiel Hilfeleistungen im Garten, im Haushalt oder beim Umgang mit dem PC“, berichtete Buchholz. Aktuell stünden 15 Helfer zur Verfügung. Zudem gebe es eine Liste mit mehreren Personen, die auch Interesse bekundet hätten. „Wer sich engagieren möchte, muss sich gar nicht auf regelmäßige Termine festlegen“, erläuterte die zweite Vorsitzende. „Es reicht auch, sich erst einmal für eine Aktion – zum Beispiel für einen Hilfseinsatz im Garten – bereitzuerklären.“ Die Koordination läuft hauptsächlich über Ina Schäfer von der Gemeindeverwaltung. Vierteljährlich lädt der Verein die Ehrenamtlichen zum Austausch ein.

Jeden zweiten Sonntag im Monat wird ab 15 Uhr ein Spielenachmittag für Senioren im Gemeindezentrum angeboten. Der Verein veranlasste auch die Zertifizierung von Betrieben mit dem „Wi helpt di“-Gütesiegel. Mit der Auszeichnung werde deutlich gemacht, dass sich die Betriebe um sicheres, unterstütztes Einkaufen und einen bedarfsgerechten Service bemühen. „Das reicht von den Parkplätzen über Hinweisschilder bis hin zu den Toiletten“, erklärte Einemann-Gräbert. 27 Betriebe sind zertifiziert. Daneben wurden ganz aktuell Infotafeln an vier Standorten in der Gemeinde angebracht (wir berichteten).

Über das Gewinnsparen der Volksbank wurde „Wi helpt di“ mit einer Spende von 1 500 Euro bedacht. So konnte ein Laptop finanziert werden. Buchholz warf auch einen Blick in die Zukunft. Seit Kurzem sei der Verein bei Facebook vertreten. Die Präsenz im sozialen Netzwerk solle noch ausgebaut werden, um mehr jüngere Leute zu erreichen und für die Vereinsarbeit zu interessieren.

Zudem habe der Verein die Anerkennung beim niedersächsischen Landesamt für Soziales, Jugend und Familie beantragt, um niedrigschwellige Betreuungsangebote abrechnen zu können. Der Jahresbeitrag bleibt bei 36 Euro, beziehungsweise bei 50 Euro für Ehepaare oder Institutionen. Jugendliche unter 18 Jahren sind beitragsfrei. Auf Vorschlag des Vorstandes beschlossen die Mitglieder einstimmig, dass bei Beitritt im ersten Halbjahr der volle, bei Beitritt im zweiten Halbjahr jedoch nur der halbe Mitgliedsbeitrag für das Jahr fällig wird. - an

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