„Wi helpt di“ initiiert Nachbarschaftshilfe/Plakette in Wildeshausen angebracht

„Nimm mich mit“-Bänke für mehr Mobilität

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Birgit Schachtschneider (l.), Herbert Aschenbeck und Hella Einemann-Gräbert (vorne, v.l.) vom „Wi helpt di“-Projekt installierten die „Nimm mich mit“-Plakette gestern im Beisein der Wildeshauser Seniorenbeirats-Vorsitzenden Christa Meenken, Bürgermeister Jens Kuraschinski, Majken Hjortskov von der Stadtverwaltung und Günther Meenken (v.r.).

Neerstedt/Wildeshausen - Von Tanja Schneider. Eine besondere Art der Nachbarschaftshilfe hat die Projekgruppe „Wi helpt di“ nun auf den Weg gebracht: Sowohl bei der Neerstedter Apotheke als auch bei der Einfahrt zum Gildeparkplatz in Wildeshausen stehen jetzt „Nimm mich mit“- Bänke. Wer sich dort hinsetzt, signalisiert Autofahrern, dass er mitgenommen werden möchte. Das Angebot richtet sich vornehmlich an Senioren, generell darf dort aber jeder Platz nehmen.

Während in Neerstedt gestern Abend im Beisein der stellvertretenden Bürgermeisterin Anke Spille die gravierte und von der Kreativgruppe der Kirchengemeinde gesponserte „Dötlinger Bank“ offiziell eingeweiht wurde, erhielt am Nachmittag eine der bestehenden Bänke in Wildeshausen eine entsprechende Plakette. Die markierte Bank befindet sich genau zwischen der Einfahrt zum Gildeparkplatz und der Parkhauspalette. Dort kann sich jeder hinsetzen, der gerne in die Gemeinde Dötlingen befördert werden möchte.

„Anders herum können in Neerstedt all jene Platz nehmen, die nach Wildeshausen oder in einen anderen Ortsteil der Gemeinde Dötlingen wollen“, erläuterte Hella Einemann-Gräbert von der Projektgruppe. Sie hofft, dass Autofahrer künftig die Augen offen halten oder gar einen kleinen Schlenker fahren, um zu schauen, ob sie jemanden mitnehmen können. „Da Dötlingen flächenmäßig eine große Gemeinde ist, wird die Richtung nicht immer passen, aber sie kann ja zufällig stimmen. Die Menschen müssen halt miteinander ins Gespräch kommen“, meinte sie.

Generell gehe es um die Förderung sozialer Kontakte sowie darum, mangelnder Mobilität ein bisschen entgegenzuwirken. „Autofahrer, die gerade etwas Zeit haben, können ihre Hilfe anbieten und damit Senioren eine Chance bieten, bequem und kostenlos von A nach B zu kommen“, informierte Einemann-Gräbert. „Und wer weiß, vielleicht ergeben sich aus diesen Begegnungen weitere Möglichkeiten.“

Wildeshausens Bürgermeister Jens Kuraschinski begrüßte das Engagement. Schließlich könnten auch die Kreisstädter von dem Angebot profitieren. „Ich hoffe, dass das Gesamtprojekt ‚Wi helpt di‘ noch weitere Früchte trägt“, sagte er. Als „Geschenk für uns Wildeshauser“ bezeichnete die Vorsitzende des Seniorenbeirates der Stadt, Christa Meenken, die „Nimm mich mit“-Bank.

Alle Beteiligten hofften, dass die Bank schnell angenommen wird und sich das Angebot rasch herumspricht. „Gerade am Anfang muss man vielleicht etwas Geduld mitbringen“, sagte Einemann-Gräbert. Insofern sei der jetzige Standort in Wildeshausen aber ideal. „Bei Regen kann man sich unterstellen, und notfalls ist die nächste Bushaltestelle auch nicht weit.“

Dennoch plant die Projektgruppe bereits eine weitere Aktion, um das Mobilitätsprojekt noch bekannter zu machen. „Wir haben Einkaufsbeutel mit dem ‚Wi helpt di‘-Logo entworfen“, verriet Einemann-Gräbert. „Wer so einen bei sich trägt, ist leicht als Dötlinger zu erkennen und wird vielleicht direkt angesprochen, ob er mitfahren möchte. Für die Beutel ist die Projektgruppe nun auf Sponsorensuche.

www.wi-helpt-di.de

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