Helga Bürster liest zum ersten Mal aus ihrem neuen Krimi vor

Etwas Aufregung ist immer mit dabei

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Mit einem kleinen Trick sorgte Helga Bürster (l.) für Aufmerksamkeit: Aus ihrer Mütze ertönte plötzlich Musik.

Iserloy - Von Sophie Filipiak. Selbst erfahrene Schriftsteller spüren vor der ersten Lesung ihres neuesten Buches noch ein wenig Aufregung. So ging es jedenfalls der Dötlinger Autorin Helga Bürster, als sie am Mittwoch vor rund 50 Gästen im Golf- und Gartencafé in Iserloy ihren Krimi „Der letzte Weihnachtsmann“ vortrug.

Passend zum Ambiente mit Weihnachtsbaum und winterlichen Gestecken hatte sich auch Bürster selbst dekoriert. Eine Glitzergirlande um den Hals und eine Weihnachtsmann-Mütze auf dem Kopf – so las sie die Geschichte von Elmar Wind vor, dessen größter Wunsch es ist, in die Gilde der Weihnachtsmänner aufgenommen zu werden.

„Ich wollte etwas Nettes, aber auch Freches für die Adventszeit schreiben“, erklärte die Schriftstellerin im Vorfeld. Und dafür nahm sie auch in Kauf, im Sommer bei 30 Grad Plätzchen zu backen. Denn der Roman ist wie ein Advents-kalender in 24 Kapitel unterteilt, zu Beginn steht immer ein kleines Backrezept.

Nach einer kleinen Vorstellung durch Café-Inhaberin Bianca Garms legte Bürster los. Für sie war es spannend zu erfahren, wie die Gäste auf ihre Geschichte reagieren würden. „Es geht da nämlich manchmal ordentlich zur Sache“, meinte sie. In dem Krimi muss der Reihe nach an jedem Tag ein Weihnachtsmann dran glauben. Protagonist Wind muss daher schnell herausfinden, wer es auf seine Kollegen abgesehen hat – bevor es ihm selbst an den Kragen geht.

Bürster griff am Mittwoch zu einem Trick, um die Stimmung aufzulockern. Bevor sie begann, drückte die Autorin einen kleinen Knopf an ihrer Weihnachtsmütze. Und plötzlich ertönte eine blechernde Version vom „Jingle Bell Rock“, und der Zipfel bewegte sich rhythmisch zur Musik. Schallendes Gelächter brandete auf – die Sympathien des Publikums hatte Bürster also schon einmal.

Auch sonst war sie sehr auf die Nähe zu ihren Zuhörern bedacht. Anders als viele ihrer Kollegen las sie im Stehen und bewegte sich frei durch die Reihen der Kaffeetische. „Ich mag das so lieber“, gestand Bürster. Ihre Bewegung hoben die Wirkung ihres lebendigen Vortrags noch hervor. Das gelegentliche Geklimper von Kaffeetassen und Kuchenbesteck störte dabei nicht im Geringsten, die Stimme der Autorin drang bis in den hintersten Winkel. Nur gelegentlich unterbrach Bürster ihre Lesung, um dem Publikum Fragen zu stellen. „Haben Sie denn schon für Weihnachten dekoriert?“, lautete eine von ihnen. Ein kollektives Raunen ging durch den Saal. „Also nicht“, schmunzelte Bürster.

In den Pausen signierte die Schriftstellerin fleißig für ihre Zuhörer. Die Veranstaltung bildete den Auftakt zu einer langen Lesetour. So ist Bürster am Dienstag, 1. Dezember, ab 20 Uhr im Sandkruger Bahnhof zu Gast.

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