Landschafts-Tagung mit Vorträgen und Begehung / Anmeldungen noch möglich

Heimat als Motor für Kultur und Tourismus?

Die Müller-vom-Siel-Kate gehört zu den Begehungszielen während der Tagung der Heimat- und Bürgervereine. - Foto: ts

Dötlingen - „Heimat als Motor für Kultur und Tourismus in der Region“ – so lautet das Motto der zwölften Tagung der Heimat- und Bürgervereine der Oldenburgischen Landschaft, die am Sonnabend, 3. September, in Dötlingen über die Bühne geht. Kulturakteure, Tourismusanbieter, Ehrenamtliche und Politiker sind dann zu einem Austausch in das Landhotel eingeladen.

Auf dem sechsstündigen Programm stehen Vorträge, Gesprächsrunden sowie praktische Einblicke in Projekte und Organisation vor Ort. Eröffnet wird die Tagung um 10 Uhr von Eckehard Hautau, Vorsitzender des Dötlinger Bürger- und Heimatvereines. Zudem gibt es Grußworte von Landrat Carsten Harings, Dötlingens stellvertretender Bürgermeisterin Anke Spille und dem Vizepräsidenten der Oldenburgischen Landschaft, Ernst-August Bode.

Im Laufe des Tages soll der Frage nachgegangen werden, welche Rolle die Heimat als Motor für Kultur und Tourismus in der Region spielt. Lange Zeit seien Kultur, Tourismus und Wirtschaft als unüberwindbare Gegensätze gehandelt worden, heißt es in der Ankündigung. „Gemeinsam wurden kaum pfiffige Ideen und nachhaltige Konzepte zur Erschließung potenzieller Ressourcen entwickelt.“ Das Verhältnis habe sich mittlerweile gewandelt. Viele Beispiele gemeinsamen Handelns veranschaulichten, dass sich aus der einstigen Konfrontation eine Zusammenarbeit entwickelt habe. Begriffe wie Standortfaktoren und Entwicklungspotenzial spielten eine wichtige Rolle. Reisen und Veranstaltungen mit Kultur und Events seien zum profitablen Markt geworden. Doch inwiefern wirkt die Heimat als Motor?

Erster Referent des Tages ist Bernd Oeljeschläger vom Bürger- und Geschichtsverein Wildeshausen, der sich mit dem Motto der Tagung befasst. Sein Vortrag beginnt um 10.30 Uhr. Rund eine halbe Stunde später stellt Hautau „Dötlingen – altes Bauerndorf und Künstlerkolonie in der Wildeshauser Geest“ vor. Ab 11.30 Uhr ist zudem eine Begehung des 2010 ausgezeichneten Golddorfes vorgesehen. Neben dem Heuerhaus steuern die Teilnehmer auch die Müller-vom-Siel-Kate an. Beide Gebäude waren von der Dötlingen Stiftung saniert worden und werden nun für kulturelle Zwecke wie Ausstellungen und Konzerte genutzt.

Nach einem Mittagessen setzt sich um 13.30 Uhr die Vorstellung Dötlingens fort. Thea Freiberg von der Stiftung gewährt praktische Einblicke in die Projekte und die Organisation vor Ort.

„Chancen und Risiken eines Kulturortes an ausgewählten Beispielen“ lautet ab 14 Uhr das Thema einer Gesprächsrunde mit Hautau, Dr. Jürgen Kessel aus Damme sowie Werner Kleinschmidt aus Neustadtgödens. Oeljeschläger fungiert als Moderator. Mit dem Klönschnack bei Kaffee und Kuchen ab 15 Uhr klingt die Veranstaltung dann langsam aus.

Anmeldungen für die Tagung sind bis zum 20. August bei der Oldenburgischen Landschaft unter Telefon 0441/779180 oder per E-Mail an struck@oldenburgische-landschaft.de möglich. Dort können Vereine bei Bedarf auch einen Bücher- und Infostand anmelden, an dem während der Veranstaltung regionale Literatur und Broschüren präsentiert werden können. Die Teilnahme an der Tagung kostet zehn Euro inklusive Mittagessen und Kaffee. Der Betrag wird vor Ort eingesammelt. - ts

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