Haus der Generationen: Umbau läuft

Das Neerstedter Gemeindezentrum ist seit Montag fest in Bauarbeiterhand. Bis zum Herbst soll das Haus der Generationen entstehen. Foto: Schneider

Für den Umbau des Neerstedter Gemeindezentrums zum Haus der Generationen hatten Mitglieder der Kirchengemeinde schon vor gut zwei Monaten das Gebäude ausgeräumt. Seit dieser Woche sind nun endlich die Bauarbeiter und Handwerker vor Ort.

VON TANJA SCHNEIDER

Neerstedt – Der Erdwall neben dem Gebäude ist bereits abgetragen, Treppe sowie Rampe vor der Eingangstür verschwunden und die Küche im Inneren herausgerissen – der Umbau des Neerstedter Gemeindezentrums zum Haus der Generationen „läuft seit Montag volle Pulle“, berichtet Bauamtsleiter Uwe Kläner. Auf den Start der Maßnahme haben viele lange gewartet – von den Krabbelgruppen über die evangelische Jugend bis hin zum Verein „Wi helpt di“. Sie alle freuen sich auf ein neues, modernes und bedarfsgerechtes Domizil.

Mit der ursprünglich vom Bauamt anvisierten Fertigstellung im Sommer wird es allerdings nichts. Da der Förderbescheid später im Rathaus ankam als vermutet, hat sich der Baubeginn um etwa drei Monate verzögert. „Bis zum Herbst werden sich die Arbeiten auf jeden Fall ziehen“, schätzt Kläner.

Und: Der Um- und Anbau wird deutlich teurer, als in der 2018 erstellten Kostenschätzung vorgesehen war. Statt knapp 800 000 Euro summiert sich das Vorhaben nach Angaben von Kläner nun auf 820 000 Euro. Die Förderung liegt bei 412 313 Euro. Die Hoffnung, die neue Einrichtung mit den zur Verfügung stehenden Mitteln ebenfalls abdecken zu können, hat sich zerschlagen. Neben bereits vorhandenen Möbeln wird nun auf Spenden gesetzt. Die Kirchengemeinde sammelt bereits.

Für die Maßnahme hatte die Gemeinde rund zehn Gewerke ausgeschrieben und vergeben. Mit den Rohbauarbeiten hat sie die Bad Zwischenahner Firma Tesch beauftragt, deren Mitarbeiter am Montag anrückten. „Da haben wir erst einmal die Baustelle eingerichtet, Container und Zaun aufgestellt“, erzählt Polier Joachim Mammen. Der Eingangsbereich ist schon jetzt nicht mehr wiederzuerkennen. Nicht nur die Treppen, sondern auch der Wall ist verschwunden. „Samt der ganzen Baumstümpfe“, so Mammen. Während der Baggerfahrer im hinteren Bereich des Gebäudes Erde abträgt, berichtet er von den Arbeiten im Inneren: „Die Küche und Einbauschränke haben wir bereits herausgerissen. Als nächstes folgen das Bad mit Fliesen und zwei bis drei Wände.“

Letztere müssen weichen, da der rund 250 Quadratmeter große Altbau neu aufgeteilt wird. Das jetzige große Veranstaltungszimmer verwandelt sich in zwei Gruppenräume, in Richtung Sportplatz entsteht ein „Saal“ mit angrenzender Terrasse. Wo bislang die Küche war, soll sich später das Kirchenbüro befinden. Herzstück des etwa gleich großen Anbaus ist der Gemeinschaftsraum. Daneben sind im neuen Gebäudetrakt auch Sanitäranlagen, Teeküche, ein Büro und Gruppenraum geplant.

Im Altbau müssen neben Decken und Böden auch einige Leitungen erneuert werden. Zudem soll das Haus der Generationen nach Fertigstellung an dasselbe Fernwärmenetz angeschlossen werden, an dem auch schon die benachbarte Schule hängt.

Mit deren Leitung hat sich die Verwaltung übrigens abgestimmt. Schließlich liegt die Baustelle direkt zwischen Schule und Spielplatz. Letzterer ist für die Kinder nun über den Sportplatz erreichbar. Gesperrt bleibt während der Bauarbeiten der Parkplatz am Schulweg.

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