Stiftung lädt für Sonntag zur Vernissage ein

Harmonische Bilder und ein paar „Meckerei-Produkte“ in der Kate

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Gabriele Thomas zeigt bis einschließlich Neujahr ihre Arbeiten in Dötlingen.

Dötlingen - Von Tanja Schneider. Politische oder gesellschaftskritische Botschaften sucht man in den Arbeiten von Gabriele Thomas vergeblich. „Es gibt genug schlimme Dinge auf der Welt, deshalb sollen meine Bilder Harmonie vermitteln“, sagt die Ganderkeseerin, die ab dem Wochenende in der Dötlinger Müller-vom-Siel-Kate ausstellt und dort an einigen Tagen auch arbeiten möchte.

Für Sonntag, 3. Dezember, ab 11.30 Uhr laden sie und die Dötlingen Stiftung zur Vernissage ein. Die Besucher können sich in Ruhe umschauen, mit der Künstlerin ins Gespräch kommen und heißen Apfelsaft genießen. „Ich habe mir den Duft von Zimt gewünscht“, sagt Thomas, die einst ein Kunststudium mit dem Schwerpunkt Keramik und Bildhauerei absolviert hat. Zur Malerei kam sie 2005, als ihre Mutter erkrankte. Thomas erinnerte sich damals an die Bilder ihrer Großmutter und begann selbst mit dem Malen. „Es war mir einfach ein Bedürfnis“, erklärt sie.

Die Ganderkeseerin bringt Acrylfarbe auf die Leinwand, nutzt Sand als Verstärker und setzt mit Ölfarbe, Kreide, Kohle sowie Papier Akzente. „Jedem Bild geht eine Skizze voraus, auch wenn das Endergebnis dann anders ausschaut“, berichtet sie. 

Bilder sollen der Seele gut tun

Viele ihrer abstrakten Bilder sind von zurückhaltenden Farben und Formen geprägt. Es gibt aber ein paar Ausnahmen – „die Produkte der Meckerei meiner Kinder“, sagt sie und verweist auf ihre progressiveren Arbeiten. „Meine anderen Werke sind ihnen zu konservativ“, nimmt es die Ganderkeseerin mit Humor und ist froh darüber, dass sich ihre Kinder überhaupt ihre Kunst ins Haus hängen.

Die Bilder sollen der Seele gut tun, Ruhe und Ausgleich vermitteln, wünscht sich Thomas. Vor gut einem Jahr ging sie in Rente. Seitdem nimmt die Malerei einen immer größeren Raum ein. Auf die Ausstellung und das Arbeiten in Dötlingen freut sie sich deshalb besonders. „Für mich ist die Kate wie ein Ferienhaus“, meint sie.

Die Ausstellung ist bis einschließlich 1. Januar sonnabends, sonntags und an den Feiertagen von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Nur an Heiligabend und Silvester bleibt sie geschlossen. In der Woche möchte Thomas einige Tage zum kreativen Arbeiten nutzen. Interessierte sind auch dann willkommen. „Wenn vor der Kate die Fackel brennt, bin ich da“, kündigt die Ganderkeseerin an.

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