Verein „Wi helpt di“ hat Informationen und Formulare zusammengetragen / Hilfe für Hinterbliebene

Ein Handbuch für „den letzten Weg“

Die zweite Vorsitzende Wiltrud Buchholz (l.) und Ina Schäfer von der Gemeindeverwaltung mit dem Handbuch. - Foto: Nosthoff

Dötlingen - Über den eigenen Tod denkt niemand gerne nach. Wer sich aber mit dem Thema beschäftigt und entsprechende Unterlagen vorbereitet, kann seinen Hinterbliebenen helfen, die Formalitäten zu klären – und dies auch im eigenen Sinne. Der Verein „Wi helpt di“ hat deshalb nun ein Handbuch herausgegeben. Es heißt „Der letzte Weg... Was muss ich bedenken, was kann ich tun?“ und enthält zahlreiche Informationen sowie hilfreiche Vordrucke. „Die Anregung für die Entwicklung des Handbuches kam von Bürgern aus der Gemeinde Dötlingen“, teilt der Verein mit. Erhältlich ist das 75 Seiten umfassende Werk gegen eine Spende im Neerstedter Rathaus oder bei Veranstaltungen, an denen der Verein teilnimmt.

Ein Inhaltsverzeichnis bietet eine praktische Übersicht. Im ersten Kapitel geht es um wichtige Unterlagen und Infos für den Todesfall. Es gibt allgemeine Auskünfte zu Bestattungsformen und Trauerfeiern. Zudem können persönliche Angaben gemacht werden. Neben Daten zur eigenen Person sowie zu Angehörigen oder Vertrauten geht es um die Bestattungswünsche. Wie soll die Trauerfeier aussehen? Und wer soll alles über den eigenen Tod informiert werden?

Die Vollmacht, die Vermögensvorsorge und ein „Notfallausweis“, in dem unter anderem auf eine Patientenverfügung und einen Organspendeausweis aufmerksam gemacht werden kann, runden das Kapitel ab.

Im zweiten Teil geht es um Formulare, die den Hinterbliebenen eine Hilfe sein sollen, zum Beispiel die Kontaktdaten des Vermieters, der Krankenkasse, des Arbeitgebers und von Vereinen. Die Angehörigen können so einfacher handeln, unter anderem Versicherungen, Abos und den Handyvertrag kündigen. Auch eine Übersicht der finanziellen Verhältnisse kann hilfreich sein. So wissen die Hinterbliebenen, ob es beispielsweise Daueraufträge bei der Bank, ein Schließfach, einen Bausparvertrag oder Zahlungsverpflichtungen gibt. Auf Kreditkarten oder Aktien kann ebenso hingewiesen werden wie auf Grundbesitz. Alles kann, muss aber nicht ausgefüllt werden.

Besinnungstexte, Gebete und Lieder runden das Werk „Der letzte Weg...“ ab. Über das Handbuch und vor allem den Ort der Aufbewahrung sollten nur die engsten Vertrauten informiert werden, rät der Verein. - ts

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