Rotary-Club ermöglicht Dötlinger und Wildeshauser Schülern einen Kurzaustausch

Gymnasiasten zieht es in die Ferne

Freuen sich auf spannende Wochen in Brasilien, Südafrika und Taiwan: Madeleine Marowsky (l.), Paulina Kahnt und Jan Heise. Mit auf dem Bild ist Torsten Helmbrecht, Jugenddienstleiter beim Rotary-Club Wildeshausen. - Foto: Schneider

Dötlingen/Wildeshausen - Von Tanja Schneider. Jan Heise freut sich auf eine Millionenmetropole und die fremde Sprache, Paulina Kahnt möchte die „Big Five“ sehen und Madeleine Marowsky komplett „in eine neue Welt eintauchen“. Die drei Gymnasiasten aus Wildeshausen und Dötlingen verbringen ihre Sommerferien im Rahmen eines Kurzaustausches des Rotary-Clubs in Taiwan, Südafrika und Brasilien.

Das Programm, das auch „family to family“ genannt wird, bietet der Rotary-Club Wildeshausen ebenso wie den Jahresaustausch bereits seit Ewigkeiten an. „Es gehört zu den Klassikern“, erklärt Jugenddienstleiter Torsten Helmbrecht. Jugendlichen soll die Chance gewährt werden, ein neues Land, seine Bevölkerung, Lebensgewohnheiten und die Kultur kennenzulernen. Vier bis sechs Wochen wohnen die Schüler in Gastfamilien mit etwa gleichaltrigen Kindern, die dann im Anschluss Deutschland besuchen und in den hiesigen Familien leben.

Sehr beliebt sei als Gastland Südafrika. „Die Plätze sind immer voll, fast überlaufen“, weiß Helmbrecht. Die 15-jährige Paulina Kahnt aus Dötlingen hat einen der Plätze ergattert. Gerade kommt sie vom Impfen, denn bereits am 17. Juni soll es losgehen. Dann macht sie sich auf den Weg nach Pietermaritzburg, einer Stadt mit gut 220.000 Einwohnern in der Nähe von Durban.

„Das ist das erste Mal, dass ich so richtig weit weg fliege“, sagt sie. Bedenken hat die Dötlingerin nicht. Zu ihrer Gastschwester Tanita hat sie bereits regen Kontakt. „Wir schreiben uns ständig, zum Beispiel, was wir am Wochenende so erlebt haben“, erzählt die 15-Jährige. Mit anderen Austauschschülern, die ebenfalls nach Südafrika gehen, existiert schon eine Whatsapp-Gruppe. Besonders freut sich die Gymnasiastin auf eine einwöchige Safari mit dem Jeep durch einen Nationalpark. „Dann möchte ich die Big Five sehen“, meint sie.

Während der Rotary-Club Wildeshausen mit Südafrika als Gastland schon jede Menge Erfahrungen hat, betritt er mit Taiwan Neuland. Jan Heise ist der erste Schüler, der am 4. Juli zum Kurzaustausch in die asiatische Metropole Taipeh fliegt. Seine erste Wahl war die fast 2,7-Millionen-Einwohner-Stadt allerdings nicht. „Ursprünglich wollte ich nach Japan. Aber das hat nicht geklappt“, berichtet der 16-jährige Wildeshauser. Mit Taiwan kann er sich aber auch mehr als nur anfreunden.

Die Insel im Pazifik, die etwa so groß ist wie Baden-Württemberg, bietet einen Mix aus Tradition und Moderne, Großstadtflair und atemberaubender Natur. „Und alles ist recht schnell zu erreichen“, sagt Heise, der sich besonders für die Sprache interessiert. Sein Gastvater habe deshalb schon eine Sprachschule organisiert, wo er Mandarin lernen kann. Nach vier Wochen wird der 16-Jährige wieder nach Hause fliegen – gemeinsam mit seinem Gastbruder, der dann auf Zeit in Wildeshausen leben wird.

„Üblicherweise erfolgt der Gegenbesuch aber so um die Weihnachtszeit herum“, informiert Helmbrecht. Dies ist auch bei Marowskys der Fall, die Madeleines Gastschwester im Winter erwarten. Erst einmal fliegt die 16-jährige Wildeshauserin aber am 23. Juni nach Brasilien – ins Landesinnere nach Presidente Prudente. „Das liegt bei São Paulo in der Nähe, jedenfalls für die Brasilianer“, sagt sie. Denn wegen der Weitläufigkeit des Landes seien dort sechs Stunden Fahrzeit nichts – quasi um die Ecke.

Die Gymnasiastin freut sich vor allem auf den Alltag in einer südamerikanischen Familie. Nicht nur zu ihrer Gastschwester hat sie bereits Kontakt. „Ich bin in einer Whatsapp-Gruppe mit 15 weiteren Brasilianern und Austauschschülern aus Norwegen, Italien und Deutschland. Es gibt schon erste Partypläne“, verrät sie. Mama Anja Marowsky hört da lieber weg. Bedenken hat aber auch sie nicht. „Die Gastmutter hat mich direkt über Facebook angeschrieben. Sie ist sehr herzlich“, erzählt sie.

Anders als beispielsweise Paulina Kahnt hat Madeleine Marowsky schon einmal an einem Schüleraustausch, damals in die USA, teilgenommen. Nun möchte die 16-Jährige den südlichen Teil des Kontinents entdecken. „Es gibt eine einwöchige Rundreise, die unter anderem nach Rio führt“, weiß sie.

Schüler, die nun Lust auf einen Austausch bekommen haben, können sich beim Wildeshauser Rotary-Club bewerben. Informationen zu den unterschiedlichen Programmen gibt es im Internet.

www.rotary-jugenddienst.de

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