Verein prüft An- sowie Neubau auf dem Brettorfer Bahnhofsgelände

Gute Aussichten für den Dorfladen

Die Vertreter des Dorfladens Brettorf sprachen mit Bauamtsleiter Uwe Kläner (l.) über den Standort und freuten sich über eine 500-Euro-Spende, die Anita Brengelmann (Vierte v.r.) für den Kreativkreis der Kirchengemeinde übergab. Foto: Büttner

Brettorf – Nachdem der erste Standort im Gewerbegebiet „Neuer Kamp“ nicht mehr infrage kommt (wir berichteten), haben sich nun neue Perspektiven für den geplanten Dorfladen in Brettorf ergeben. Der im Juni gegründete wirtschaftliche Verein hat von einem Planungsbüro das Bahnhofsgelände prüfen lassen. Herausgekommen sind zwei Möglichkeiten – ein Anbau an das Bahnhofsgebäude oder ein Neubau auf der dortigen Obstbaumwiese. Beide Alternativen sollen nun weiter untersucht werden. Dies berichteten der Arbeitskreis und der Vereinsvorstand am Samstag während eines Ortstermins mit Vertretern der Gemeindeverwaltung.

Neben Bauamtsleiter Uwe Kläner war Bürgermeister Ralf Spille dabei. Für die Einrichtung des Dorfladens unter Bürgerregie kann der Verein auf Unterstützung von der Kommune zählen. Sie hat einer Nutzung des Bahnhofsgeländes zugestimmt. Zudem übernimmt sie die Kofinanzierung (6 000 Euro), wenn Fördermittel aus dem „Leader“-Programm fließen. „Dafür bedanken wir uns“, sagte die Vorsitzende Marion Einemann. Der Arbeitskreis hatte bei seiner Suche nach einem Alternativstandort keine geeigneten Flächen zum Kaufen oder Pachten gefunden und sich deshalb auf das Bahnhofsgelände konzentriert. Aktuell wohnt noch eine Flüchtlingsfamilie mit Kindern in dem Gebäude, das für einen Dorfladen auch nur bedingt geeignet ist.

Aus Gründen der Barrierefreiheit kann das Obergeschoss nicht genutzt werden. Mit 80 Quadratmetern ist die übrige Fläche aber zu klein. „Für einen Dorfladen werden mindestens 140 Quadratmeter benötigt, um das gewünschte Warensortiment anbieten zu können. Darüber hinaus müssen noch Sozialflächen, ein Kühlraum, Lager und WCs zur Verfügung stehen“, beschrieb der zweite Vorsitzende Volker Borchers die Anforderungen an die Räumlichkeiten. Es wäre also ein Anbau von mindestens 70 bis 80 Quadratmetern erforderlich. Als zweite Option prüft der wirtschaftliche Verein einen Neubau neben dem bestehenden Gebäude.

Der Arbeitskreis möchte beide Ideen nun parallel entwickeln. Zu den wichtigen Faktoren gehören natürlich die Kosten. „Wir werden alle möglichen Fördermittel einbeziehen. Leider schließen sich einige gegenseitig aus“, sagte Einemann. Neben dem „Leader“-Programm sollen bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Oldenburg (WLO) Zuschüsse beantragt werden. Schließlich schaffe der Dorfladen auch Arbeitsplätze. Zudem weist der Verein darauf hin, dass weitere Mitglieder mit ihren Anteilen dazukommen können.

„Bei einem Neubau haben wir der Gemeinde zugesichert, dass wir den Dorfcharakter erhalten und kein Flachdach aufbauen werden“, meinte Einemann. „Auf dem 400 Quadratmeter großen Grundstück vor dem Bahnhofsgebäude zur Uhlhorner Straße hin hätten wir freie Handhabe für die Platzierung des Gebäudes“, führte Borchers weiter aus. Das Areal werde aber Eigentum der Gemeinde bleiben. Wie die vertraglichen Regelungen genau aussehen, müsse sich noch in den anstehenden Gesprächen mit der Gemeinde zeigen. Die bereits bestehenden Sitzmöglichkeiten sowie den größten Teil der Obstbäume möchte der Verein erhalten. Bei einem Neubau könnte das Bahnhofsgebäude laut Vereinsplänen später miteingebunden werden.

Über den aktuellen Fortschritt hat der Verein seine mehr als 130 Mitglieder am Freitag mit einem Schreiben informiert. Aus diesem geht unter anderem hervor, dass der Arbeitskreis in der nächsten Zeit Dorfläden besuchen möchte, die von der Größe und dem Konzept den Vorstellungen der Brettorfer entsprechen. Zudem sind Gespräche mit der Gemeinde und dem Landkreis angedacht. Die weitere Entwicklung wird während der ersten Mitgliederversammlung am 15. April Thema sein.

Neben den guten Nachrichten zum neuen möglichen Standort gab es am Samstag noch eine Überraschung, für die die Kreativgruppe der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Dötlingen sorgte. Anita Brengelmann überreichte 500 Euro an den Verein. Gemeinsam mit weiteren Frauen bastelt sie unterschiedliche Dekorationen. Aktuell können die Werke im Turm der St.-Firminus-Kirche bestaunt und erworben werden. Die Einnahmen verteilt die Gruppe regelmäßig an Institutionen.  tbü

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