Grundstücke für 145 Euro pro Quadratmeter

Erschließung des Precht-Areals ab 2019

Für die Erschließung war bereits im Frühjahr gerodet worden.

Dötlingen - Angesichts des Mangels an Baugrundstücken treiben Verwaltung und Politik nicht nur das Neubaugebiet im Süden Brettorfs voran, wo um die 15 Plätze für Einfamilienhäuser vorgesehen sind und eventuell auch Mietwohnungsbau (wir berichteten).

Die Gemeinde hat kürzlich zudem den Auftrag für die Erschließung eines Teilbereiches des Precht-Grundstückes in Dötlingen vergeben. Los gehen soll es im neuen Jahr. Dann können die Arbeiten für den Kanal und Co. über die Bühne gehen. Die für die Erschließung notwendigen Rodungsarbeiten waren bereits Ende Februar erfolgt.

GSG baut Mietwohnungen

Die Verwaltung möchte die Zeit für die Vermarktung der Grundstücke nutzen. Für die Bebauung mit Einfamilienhäusern stehen im rückwärtigen Bereich zur Straße „Zur Loh“ hin fünf Areale mit einer Größe von 600 bis 700 Quadratmetern zur Verfügung – zu einem Preis von 145 Euro pro Quadratmeter. Zum Vergleich: Laut dem Grundstücksmarktbericht des Katasteramtes waren im Jahr 2017 in der Gemeinde Dötlingen im Durchschnitt 79 Euro pro Quadratmeter fällig. Die Grundstücke im jüngsten Baugebiet „Ramshorn I“ in Neerstedt kosteten 81,50 Euro pro Quadratmeter. Dass die Plätze in dem neuen Dötlinger Quartier vergleichsweise teuer sind, liegt an der Vorgeschichte samt jahrelanger Planungen, für die nicht unerhebliche Kosten entstanden waren.

Bekanntlich war ein ursprünglich auf dem Areal vorgesehenes Seniorenzentrum aufgrund von Protesten aus der Bevölkerung „begraben“ worden. Daraus entstand in Workshops die Idee des Mehrgenerationenwohnen, die die Genossenschaft „Wi helpt di“ weiter entwickelt hatte. Für das angedachte genossenschaftliche Wohnen in Häusern, die um Höfe gruppiert sind, hatte die Politik eigens einen Bebauungsplan aufgestellt. Dann scheiterte das Vorhaben, und die Gemeinde erwarb das Grundstück zwischen Walschenkampsweg, Zur Loh und Goldbergsweg. „Bis dahin hatten wir schon relativ hohe Planungskosten“, so Kläner. Hinzu kommt, dass wegen des umfangreichen Baumbestandes nur gut 50 Prozent der Fläche veräußert werden können. „Da der Rat kein Minusgeschäft machen möchte, ist der Preis entsprechend angesetzt worden“, erklärt der Bauamtsleiter.

Neben den fünf Grundstücken für Einfamilienhäuser stehen auch zwei Areale für den Mietwohnungsbau zur Verfügung. Eines für den freien Markt, das noch nicht verkauft ist. Das andere für den geförderten Wohnungsbau. Es ging an die GSG Oldenburg, die sich auch zwei Grundstücke im Neerstedter Baugebiet „Ramshorn I“ für insgesamt acht Wohneinheiten gesichert hatte. 

ts

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