Ratsfraktionen stehen hinter Gewerbegebiet

Grüne wollen „das Unvermeidbare optimieren“

Die Grünen aus Dötlingen, Prinzhöfte und Wildeshausen während eines Ortstermines in Hockensberg: Dirk Orth, Gabriele Roggenthien, Regina Huntemann und Klaus Schultze (v.l.).

Hockensberg - Die Grünen unterstützen ein Gewerbe- und Industriegebiet in Hockensberg. Gleichzeitig fordern die Ratsfraktionen von Dötlingen, Prinzhöfte und Wildeshausen in einer gemeinsamen Pressemitteilung ein umweltverträgliches Musterprojekt. „Generell ist der fortschreitende Flächenverbrauch durch die Wirtschaft ein großes Umweltproblem, das dringend eingedämmt werden muss“, erläutert Klaus Schultze stellvertretend für die drei Ratsfraktionen. „Der einzig noch gangbare Weg sind interkommunale Gewerbegebiete, die realistisch bedarfsgerecht entwickelt werden und wo die unheilvolle Flächenkonkurrenz unter den Kommunen vermieden wird.“ Daher sei die Planung, das Industriegebiet Wildeshausen-West parallel zu entwickeln unsinnig und führe letzten Endes nur „zum Verramschen wertvoller Flächen“, so der Wildeshauser Ratsherr weiter.

Für Hockensberg fordern die Grünen „die ökologische Optimierung des Unvermeidbaren“. Sinnvoll wäre beispielsweise die Nutzung des in der unmittelbaren Umgebung erzeugten regenerativen Stroms und der Abwärme von Biogasanlagen, konkretisiert die Prinzhöfter Ratsfrau Regina Huntemann die Vorstellungen der Partei. „Eine eigene Kläranlage in dem geplanten Gebiet und die Verwendung moderner Baustoffe zur Reduzierung der Flächenversiegelung sind weitere Möglichkeiten, das Projekt umweltverträglich zu entwickeln“, ergänzt Ratsherr Uwe Bock von den Piraten, die in Wildeshausen mit den Grünen eine Gruppe bilden.

„Sehr wichtig ist uns aber auch die frühzeitige Einbeziehung der Anwohner bei der Detailplanung, um beispielsweise unnötige Verkehrsbelastungen zu vermeiden“, fordert der Dötlinger Ratsherr Dirk Orth. „Denn konsequent nachhaltige Entwicklung umfasst auch soziale Aspekte, indem die Belange des Bürgers berücksichtigt werden und er an den Entscheidungen beteiligt wird.“ Dass die nachhaltige Entwicklung keine Utopie sei, die hohe Kosten verursacht, habe der Vortrag der Expertin Veronika Wolf gezeigt, die im vergangenen Jahr auf Einladung der Dötlinger Grünen zu diesem Thema referiert hat. „Entscheidend ist, ein in diesen Fragen kompetentes Planungsbüro zu beauftragen“, betont die Dötlinger Fraktionsvorsitzende Gabriele Roggenthien.

Schließlich komme es auch auf eine umsichtige Vermarktung und Vergabe der Flächen an: „Keinesfalls akzeptieren wir die Ansiedlung von Betrieben der Fleischindustrie“, sind sich alle grünen Ratsmitglieder einig.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Beben auf Ischia: Verschüttete Kinder nach Stunden befreit

Beben auf Ischia: Verschüttete Kinder nach Stunden befreit

Tim Borowski: Seine Karriere in Bildern

Tim Borowski: Seine Karriere in Bildern

Erdbeben auf Ischia: Aus Trümmern befreite Kinder gesund - Elfjähriger rettete Bruder

Erdbeben auf Ischia: Aus Trümmern befreite Kinder gesund - Elfjähriger rettete Bruder

Auto in Aschenstedt von Zug erfasst

Auto in Aschenstedt von Zug erfasst

Meistgelesene Artikel

Von Zug erfasst: 56-Jähriger stirbt

Von Zug erfasst: 56-Jähriger stirbt

Gymnasium Wildeshausen: Eltern protestieren

Gymnasium Wildeshausen: Eltern protestieren

Politesse: „Die Beleidigungen gehen oftmals unter die Gürtellinie“

Politesse: „Die Beleidigungen gehen oftmals unter die Gürtellinie“

Auto prallt frontal gegen Baum - Fahrer stirbt

Auto prallt frontal gegen Baum - Fahrer stirbt

Kommentare