Große Nachfrage nach Grundstücken/„Neubaugebiet schnell voranbringen“

Einwohnerzahl der Gemeinde steigt weiter

Dötlingen - Die Gemeinde Dötlingen scheint als Wohnort weiterhin einen gewissen Reiz zu haben. Und so stieg auch in diesem Jahr die Zahl der Einwohner. Mit einem Plus von 0,42 Prozent verzeichnete die Verwaltung allerdings einen geringeren Zuwachs als noch 2014, als die Zahl der Bürger mit Hauptwohnsitz in der Gemeinde um 1,42 Prozent wuchs und erstmals die 6200er-Marke geknackt werden konnte.

Zum Stichtag 20. November lebten 6271 Einwohner in den unterschiedlichen Ortschaften. Zudem wurden 357 Bürger mit Nebenwohnsitz (plus 1,17 Prozent) registriert. Innerhalb der Gemeinde gab es 138 Umzüge. Für Bürgermeister Ralf Spille ist die positive Entwicklung der Einwohnerzahl ein wichtiger Faktor, um die Infrastruktur in der Gemeinde zu erhalten. Dabei denkt er unter anderem an die Schulen und Kindergärten.

Oberste Priorität hat für ihn deshalb die Entwicklung eines neuen Baugebietes, wie er während des Jahresabschlussgespräches betonte. Bekanntlich läuft derzeit das Bauleitverfahren für „Ramshorn I“ in Neerstedt. „Ich hoffe, dass wir es möglichst schnell zum Abschluss bringen können“, sagte Spille. Denn ein gewisser Druck sei da. Um die 30 Anfragen von Bauwilligen liegen im Rathaus vor. Grundstücke sind hingegen seit längerem rar. „In Neerstedt haben wir momentan gar nichts mehr anzubieten. In Dötlingen gibt es zwei Plätze, die reserviert sind, und im Brettorfer Baugebiet finden sich noch vier freie Grundstücke“, berichtete der Verwaltungschef. Es bestehe also dringender Handlungsbedarf. Das neue Gebiet in Neerstedt soll aber nicht nur Familien eine Chance zum Bauen bieten, gleichzeitig sind dort Mietwohnungen gewünscht. Denn nicht jeder könne sich ein Eigenheim leisten, zum Beispiel junge Menschen, die deshalb zum Teil in die Städte abwandern.

Ebenso wichtig ist laut Bürgermeister die Entwicklung eines weiteren Gewerbegebietes. Denn in „Neerstedt-Süd“ stehen nur noch rund 1,5 Hektar zur Verfügung. Angedacht war die Realisierung eines interkommunalen Gebietes in Hockensberg. Einen entsprechenden Aufstellungsbeschluss für einen B-Plan „Das Brakland“ hat der Rat bekanntlich auch gefasst. Nach Protesten und dem „Auftauchen“ einer eventuellen Alternativfläche, ebenfalls an der B213, steht aber nun zunächst deren Prüfung an. „Das Gutachten ist in Arbeit“, bestätigte Spille. In diesem Jahr gab es in der Gemeinde übrigens 60 Gewerbean- und 81 Abmeldungen. Hinzu kommen 14 Ummeldungen.

Wie aus dem Jahresrückblick ebenfalls hervorgeht, haben 37 Einwohnerinnen 2015 Nachwuchs bekommen. 66 Bürger sind verstorben. Die Standesbeamten haben 49 Ehen geschlossen und drei Paaren Ermächtigungen für die Heirat in anderen Kommune ausgestellt. Von den 49 vermählten Paaren kommen 43 aus der Gemeinde. Allerdings hat die Verwaltung aus personellen Gründen acht Paaren eine Absage erteilen müssen.

ts

Rubriklistenbild: © dpa

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