Wenn das Publikum vor Staunen die Luft anhält

„Green Spirits“ begeistern in vier Vorstellungen auf der Neerstedter Bühne

Die Akrobatinnen der „Green Spirits“ standen am Wochenende gleich viermal auf der Bühne des Neerstedter Theaters und schlüpften während ihrer tänzerischen Reise in unterschiedliche Rollen. Unter anderem mimten sie Drachen.

Neerstedt - Von Tanja Schneider. Da stockte dem Publikum mehrfach der Atem: Mit ihren mitreißenden Choreografien und vor allem den waghalsigen Flugelementen samt Drehungen um die Längs- und Querachse haben die „Green Spirits“ der TSG Hatten-Sandkrug am Wochenende für staunende Gesichter und Beifallsstürme im Neerstedter Theater gesorgt. Gleich vier Mal standen die 46 Showakrobaten im Alter von sieben bis 29 Jahren auf der Bühne und begeisterten somit mehr als 550 Zuschauer.

Ihr akrobatisches Feuerwerk brannte die Gruppe unter der Leitung von Priska Kühling nicht einfach so ab. Vielmehr waren die einzelnen Choreografien aus den vergangenen Jahren in eine Geschichte verpackt und verschmolzen so zu einem sehr gelungenen Gesamtwerk. An dessen Anfang steht die Professorin, die an ihrem Schreibtisch schier verzweifelt. Wie soll sie ein Buch über die Erde verfassen, ohne je etwas von der Welt gesehen zu haben? Ein äußerst lebhafter Traum gibt den Anstoß. Sie trommelt ihr Forscherteam zusammen: „Packt eure Sachen. Wir erkunden die Welt und fangen noch vor dem Urknall an – beim Feuer.“

Dies ist das Stichwort für die Akrobatinnen der preisgekrönten Choreografie „Wie der Phönix aus der Asche“. In ihren aufwendigen Kostümen wirbeln sie synchron über die Bühne, begeistern mit ihrer Beweglichkeit, aber auch mit Kraft und Mut. 

Kunststücke in luftiger Höhe

Letzteren bringen die jüngeren, leichten Turnerinnen auf, die in luftigen Höhen Grätschen und Handstände ohne jeden Wackler vorführen und sich auch immer wieder hochschleudern lassen. Nach einem Salto oder einer Schraube landen sie stets sicher in den Armen ihrer älteren Kolleginnen. Ob Drehungen, Überschläge oder Hebefiguren – allem haftet eine gewisse Leichtigkeit an. Und diese zieht sich durch sämtliche Stationen.

Neben dem „Phönix“ erobern schaurige Drachen die Bühne. Zwei sind frisch geschlüpft, die Eierschalen werden vom Forscherteam sofort gesichert. „Atemberaubend“, findet die Professorin, die plötzlich das Rauschen des Meeres wahrnimmt. Eine Krabbe huscht vorbei. Auch das muss natürlich untersucht werden. Die Forscher streifen sich Flossen über, dann geht es in die Unterwasserwelt zu den tanzenden Krabben. In weiteren Choreografien erwecken Sandstürme und lustige Erdmännchen zu einer Musik wie aus 1001 Nacht die Wüste zum Leben, im Dschungel schwingen unbekannte Urwaldwesen an Lianen, und Frösche sowie Irrlichter beweisen, dass sie Flickflacks und Spagat beherrschen.

„Tänzerische Reise von der Wüste bis in den Dschungel“

Auch wenn das akrobatische Können im Vordergrund stand und das Publikum immer wieder staunen ließ, waren es viele weitere Faktoren, die zu den gelungenen Vorstellungen beitrugen. Die Kostüme, die mitreißende Musik und die guten schauspielerischen Übergänge machten die „tänzerische Reise von der Wüste bis in den Dschungel“ rund.

Als Nächstes sind die „Green Spirits“ am 7. Januar in der Volkswagen-Halle in Braunschweig zu sehen. Dort treten sie einmal mehr als Lokalgruppe beim „Feuerwerk der Turnkunst“ auf.

Im Neerstedter Theater geht es am Sonnabend, 9. Dezember, ab 16 Uhr mit dem Weihnachtsmusical „Der Wirt“ der evangelischen Jugend weiter. Hierfür sind noch Karten zum Preis von fünf Euro unter Telefon 04432/1604, per E-Mail an info@neerstedter-buehne.de oder online erhältlich.

www.neerstedter-buehne.de

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