Gleichzeitig Aufstellung des B-Planes „Das Brakland“ beschlossen

Gewerbegebiet: Rat für Prüfung von Alternativfläche

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Mediengruppe Kreiszeitung

Altona - Von Tanja Schneider. Für ein interkommunales Industrie- und Gewerbegebiet auf Dötlinger Gemeindegrund könnte es tatsächlich eine Alternative zum „Das Brakland“ in Hockensberg geben. Ob das Areal wirklich geeignet ist, soll sich bald zeigen. Denn der Rat hat während seiner gestrigen Sitzung im Hotel „Gut Altona“ einstimmig die Prüfung weiterer, möglicher Flächen im Nahbereich beschlossen.

Das neu „aufgetauchte“ Gebiet soll sich ebenfalls an der B213 befinden, allerdings etwas weiter in Richtung Ganderkesee. Dierk Garms (FDP) hatte es während der Bauausschuss-Sitzung Anfang Juni plötzlich ins Gespräch gebracht – sehr zur Überraschung anderer Ausschuss-Mitglieder (wir berichteten). Die Fläche scheint als Standort gar nicht so abwegig zu sein. Bürgermeister Ralf Spille begrüßte, dass Bewegung in das Thema gekommen ist. Das „Brakland“ schwirre schon seit Jahrzehnten in den Köpfen, da sei es nicht verkehrt, dass nun eine Alternative geprüft werden könne, „die ich vor kurzem noch gar nicht gesehen habe“. Das Ergebnis sei offen.

Dies bedeutet aber auch, dass das ursprünglich angedachte Areal in Hockensberg nicht aus dem Rennen ist. Der Rat verabschiedete deshalb einstimmig die Aufhebung des alten Bebauungsplanes. Gleichzeitig beschloss er mit einer Gegenstimme und einer Enthaltung die Aufstellung eines neuen B-Planes „Das Brakland“. „Da die Gewerbesteuer nicht mehr so fließt, sehe ich keine andere Möglichkeit zur Verbesserung unserer Einnahmesituation“, sprach sich Rudi Zingler (SPD) für ein Industrie- und Gewerbegebiet aus. Gernot Kuhlmann (CDU) verwies auf die Schaffung wohnortnaher Arbeitsplätze sowie einen Vorteil der Hockensberger Fläche: nämlich die Nähe zur Autobahn.

Gegen ein Kirchturmdenken plädierte Claus Plate (FDP). Die Zusammenarbeit mit anderen Kommunen sei in diesem Fall ein wichtiger Punkt. Dies betonte auch der Bürgermeister. Um die Region zu stärken, sei ein interkommunales Gebiet sinnvoll. Schließlich gehe es auch darum, den hiesigen Betrieben Entwicklungsmöglichkeiten zu gewähren und so eine Abwanderung zu verhindern. Kuhlmann ergänzte, dass „die Gemeinde dennoch das Heft in der Hand behalten wird und entscheiden kann, welche Unternehmen sich hier ansiedeln.“

Darauf legen auch die Grünen wert. „Mit uns wird es dort keinen Schlachthof geben“, begegnete Gabriele Roggenthien entsprechenden Gerüchten. Sie brachte zudem das Thema „Nachhaltigkeit“ ins Spiel. „Es wäre wünschenswert, wenn sich ein Gebiet mit einer autarken Energieversorgung entwickelt“, meinte sie. In Bezug auf Alternativen zum „Das Brakland“ versicherte sie, dass sich „die Grünen besseren Flächen nicht verschließen werden“.

Genau das war während der Einwohnerfragestunde die Bitte des Vorsitzenden des Heimatvereins Hockensberg, Marcus Martens, gewesen.

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