Gerüchte um Tiere in Neerstedt/In Aschenstedt handelte es sich um Husky

Streift der Wolf durch die Gemeinde?

Dötlingen - Von Tanja Schneider. Bei dem vermeintlich am Neujahrsmorgen in Aschenstedt gesichteten Wolf handelt es sich um einen Husky.

Das bestätigte Carsten Sauerwein, Wolfsberater im Landkreis Oldenburg, gestern auf Nachfrage. Allerdings mehren sich die Gerüchte, dass auch in der Gemeinde Dötlingen ein oder gar mehrere Wölfe unterwegs sind. Besonders in den sozialen Netzwerken wird eifrig diskutiert. So sollen im Dezember bei Neerstedt gleich drei Tiere gesichtet worden sein.

Auch Sauerwein ist dieser Fall zu Ohren gekommen. „Es ist aber niemand direkt an mich herangetreten“, sagte er. Gerüchte gebe es viele, Nachweise, dass tatsächlich ein Wolf durch die Gemeinde streift, hingegen keine. Dennoch meint der Berater, dass zumindest ein Tier mal einen „Ausflug“ an den Huntepadd unternommen hat. Dort hatte Sauerwein im Mai eine Fährte untersucht, die ihm gemeldet worden war. „Das Trittsiegel passte“, berichtete er. Die Spur habe sich aber nur über 20 bis 30 Meter erstreckt. Dies sei für einen gesicherten Nachweis nicht ausreichend.

Im Aschenstedter Fall habe sich der vermeintliche Wolf, der von einer Anwohnerin fotografiert worden war, schnell als Hund herausgestellt. „Die Färbung passte einfach nicht“, informierte Sauerwein. Zur Sicherheit zog er nicht nur seinen Wolfsberater-Kollegen Gerhard Frensel hinzu, sondern schickte das Foto auch noch an Frank Faß vom Wolfscenter in Dörverden. „Wir sind unabhängig voneinander zu dem Schluss gekommen, dass es sich hier um einen Husky Malamute handelt“, sagte Sauerwein.

Dass sich hinter gesichteten Wölfen in Wirklichkeit Hunde verbergen, sei keine Seltenheit. „Auch in Klein Henstedt hatte ich einmal einen solchen Fall“, erinnerte sich Sauerwein, der im Landkreis zusammen mit Frensel für die Beratung, Prävention, die Befundung sowie die Dokumentation von Sichtungen und Verdachtsfällen zuständig ist. Vermehrte Meldungen gibt es laut ihm derzeit nicht. „Wir nehmen aber an, dass wir immer mal wieder Wolfsbesuch haben“, so Sauerwein. „Unter anderem sind südlich von Wildeshausen in Bargloy sowie in Aumühle schon Trittsiegel entdeckt worden.“ Dass ein oder mehrere Wölfe sich dauerhaft im Landkreis aufhalten, kann er nicht bestätigen. „Wölfe legen weite Strecken zurück. Deshalb kann es gut sein, dass die Tiere aus dem Bereich Barnstorf/Goldenstedt auch mal hier unterwegs sind.“

Die kursierenden Gerüchte kann er nur bedingt ernst nehmen – gerade, wenn von ganzen Rudeln gesprochen wird. Hinweisen gehen die Wolfsberater aber natürlich nach. Weitere Infos, einen Flyer zum richtigen Verhalten bei einer Wolfsbegegnung sowie die Ansprechpartner gibt es auf der Homepage des Landkreises.

www.oldenburg-kreis.de

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