Generalintendant des Oldenburgischen Staatstheaters präsentiert in Dötlingen die neue Spielzeit

Gut Altona wird zum Opernhaus

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Die Mezzosopranistin Melanie Lang brachte dem Publikum ein Ständchen.

Altona - Das Hotel „Gut Altona“ verwandelte sich am Dienstag in einen Opernsaal. Denn zur Präsentation der neuen Spielzeit im Oldenburgischen Staatstheaters hatten Generalintendant Christian Firmbach und die Schauspieldramaturgin Daphne Ebner nicht nur das neue Programm im Gepäck, sondern auch einige Opernsänger. Diese sorgten für musikalische Höhepunkte während der Vorstellung. Vor allem die tiefe Bass-Stimme von Peter Kellner brachte die Fenster des Wintergartens zum Beben.

Knapp 40 Inhaber des Abos „Donnerstag B“ des Theaters hatten sich zu der außergewöhnlichen Vorstellung eingefunden. Unter der Leitung der Wildeshauserin Johanna Wappler fährt die Gruppe regelmäßig gemeinsam mit dem Bus nach Oldenburg. Die meisten von ihnen sind Frauen. „Aber wir wissen ja, dass Frauen meist der Antrieb für einen Theaterbesuch sind“, sagte Firmbach zur Begrüßung. „Sie werden schon ihre Männer davon überzeugen können, auch mal in die Oper zu gehen.“

Firmbach genoss bei seiner Präsentation den „unmittelbaren Kundenkontakt“, wie er es nannte. Selbstverständlich standen die Mitglieder des Staatsheaters nach der Präsentation noch für Fragen und Anregungen bereit.

Der Intendant und Ebner gaben gemeinsam einen kurzen Überblick über die kommenden neun Vorstellungen, die die Abonnenten besuchen können. „Das ist eine gute Mischung“, erklärte Ebner. Auf dem Programm stehen nicht nur Klassiker, sondern auch neuere Stücke. Das ist auch so vom Staatstheater gewollt. „Wir wollen uns in keine Schublade stecken lassen und kein beliebiges Programm bieten“, so Firmbach.

Den Anfang macht das Schauspiel „Das Leiden des jungen Werther“ am 15. Oktober, gefolgt von der Oper „Xerxes“ am 12. November. Daneben besucht die Gruppe auch die Tanzdarbietungen „Generation Y“ und „D-man in the waters“.

Ebner schwärmte besonders vom Bühnenbild, das den Hintergrund des Theaterstücks „Die Marquise von O“ bildet. „Es wurde ein Haus komplett aus schwarzer Seide entworfen“, so die Schauspieldramaturgin. Die Gruppe um Wappler besucht dieses Stück am 18. Februar.

Mit „Terror“ endet die Schauspielzeit am Staatstheater. Damit ist das Haus das dritte in ganz Deutschland, das das Werk von Ferdinand von Schirach auf die Bühne bringt. „Es ist ein richtiger Gerichtsprozess“, kündigte Ebner an. „Dabei fungieren die Zuschauer sozusagen auch als Schöffen mit.“ Firmbach war aber nicht nur nach Dötlingen gekommen, um das Programm des Abos vorzustellen, sondern auch die Teilnehmer auf Stücke aufmerksam zu machen, die nicht im Angebot beinhaltet sind. Schließlich soll am Staatstheater „jeder was finden, was ihm gefällt“.

Am Ende der Präsentation zeigten sich nicht nur die Teilnehmer beeindruckt, was auf sie in der nächsten Spielzeit zukommt, sondern auch der Generalintendant. Aber aus einem anderen Grund: „Es ist toll, dass der Raum auch akustisch standgehalten hat.“

fio

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