Gemeinsame Realisierung des Gewerbegebietes in Hockensberg

Nun wird‘s doch interkommunal

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Wollen gemeinsam ein interkommunales Gewerbegebiet realisieren: Wildeshausens Bürgermeister Jens Kuraschinski (l.), Prinzhöftes Bürgermeister Hans-Hermann Lehmkuhl (Mitte) und Dötlingens Verwaltungschef Ralf Spille (Zweiter v.r.). Unterstützung sagen Harpstedts Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse (r.) und WLO-Geschäftsführer Hans-Werner Aschoff zu.

Hockensberg - Von Tanja Schneider. Es war ein Hin und Her in den vergangenen Jahren: Immer wieder war ein interkommunales Gewerbe- und Industriegebiet an der B213 in Hockensberg im Gespräch, immer wieder verschwanden die Pläne in der Schublade. Nun soll es tatsächlich kommen. Eine grundsätzliche Absichtserklärung verkündeten gestern die Bürgermeister der Gemeinden Dötlingen und Prinzhöfte sowie der Stadt Wildeshausen, die sich für dieses Projekt zusammenschließen und auch Unterstützung von der Samtgemeinde Harpstedt sowie der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis Oldenburg (WLO) erhalten.

Für alle Beteiligten liegen die Vorteile auf der Hand. Die Kommunen können sich Arbeit, Risiko und Nutzen teilen, die eigene Steuerkraft stärken, wohnortnahe Ausbildungs- und Arbeitsplätze schaffen und erhalten sowie eine eventuelle Abwanderung von Firmen verhindern, indem sie diesen Entwicklungsperspektiven bieten. Dafür sei das Gebiet an der B213 mit rund 22 Hektar Nettobaulandfläche ideal – zum einen wegen der sehr verkehrsgünstigen Lage und der direkten Anbindung an Wildeshausen, zum anderen wegen der unmittelbaren Nachbarschaft zum bereits vorhandenen Gewerbegebiet Simmerhausen (Gemeinde Prinzhöfte).

„Heutzutage wäre es Blödsinn, nicht über die Gemeindegrenze hinauszuschauen“, sagte Dötlingens Verwaltungschef Ralf Spille, und sein Wildeshauser Amtskollege Jens Kuraschinski ergänzte: „Wir sind alle guten Willens.“ Es sei sinnvoll, Fachkompetenzen zu bündeln und Synergien zu nutzen. Da Prinzhöfte Teil der Samtgemeinde Harpstedt ist, ist auch diese mit im Boot. „Wir wollen die Initiative aktiv begleiten“, sagte deren Verwaltungschef Herwig Wöbse. Begrüßt wird der Schulterschluss zudem von WLO-Geschäftsführer Hans-Werner Aschoff. „Es wäre das erste interkommunale Gebiet im Landkreis“, betonte er. „Wir freuen uns, dass die Beteiligten gemeinsam etwas entwickeln und so die Steuer- und Wirtschaftskraft im Landkreis stärken möchten.“

Laut Spille, Kuraschinski und Prinzhöftes Bürgermeister Hans-Hermann Lehmkuhl stehen die jeweiligen Räte dem Projekt positiv gegenüber. „Wir müssen nun ein Konzept entwickeln, über das die Gremien letztendlich entscheiden“, erklärte Spille. Dabei gehe es um die strukturelle Aufstellung, aber auch um die Fragen, wer sich in welcher Höhe an Kosten beteiligt und wie die Einnahmen umgelegt werden. „Darüber haben wir bislang noch gar nicht gesprochen“, so Spille. „Wir möchten uns demnächst Beispiele anschauen und uns informieren.“

Die Gemeinde Dötlingen muss sich zudem um die Bauleitplanung kümmern. „Dies kann relativ zeitnah geschehen“, sagte der Bürgermeister. Denn ein entsprechender Flächennutzungsplan ist schon seit Jahren genehmigt, und für den Bebauungsplan existierten bereits die Grundlagen.

Mit Blick auf die damaligen Proteste der Einwohner hat Spille unter anderem schon den Heimatverein Hockensberg informiert. Zudem müssen noch Gespräche mit einem Flächenbesitzer geführt werden. „Der Rest befindet sich bereits in öffentlicher Hand“, informierte Spille.

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