Typisierungsaktion am 18. Dezember in der Neerstedter Sporthalle

„Gemeinsam für Elke“: Suche nach Stammzellenspender

Elke Brunotte

Neerstedt - Von Tanja Schneider. Unter dem Stichwort „Gemeinsam für Elke und andere“ sind für Sonntag, 18. Dezember, von 10 bis 15 Uhr alle Bürger aufgerufen, sich in der Neerstedter Sporthalle als Stammzellenspender registrieren zu lassen. Hintergrund ist die Erkrankung von Dötlingens Ordnungs- und Sozialamtsleiterin Elke Brunotte. Die 56-Jährige hat vor einem guten Monat die Diagnose Blutkrebs erhalten und benötigt dringend eine Stammzellenspende.

Um ihr und auch anderen Patienten Hoffnung zu schenken, organisieren Familie und Freunde gemeinsam mit der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) die Aktion. Die Schirmherrschaft hat Bürgermeister Ralf Spille übernommen, der die Bevölkerung um Mithilfe bittet. Er ruft alle dazu auf, sich an der Typisierung zu beteiligen. Wer wegen seines Alters oder aus gesundheitlichen Gründen von der Registrierung ausgeschlossen ist, kann trotzdem helfen – mit einer Geldspende oder tatkräftiger Unterstützung während der Aktion.

„Die Verwaltung wird auf jeden Fall mit anpacken“, verspricht Spille. Die Nachricht von der Erkrankung der Kollegin habe im Rathaus für große Betroffenheit gesorgt. „Das hat hier alle ganz schön umgehauen“, gesteht der Bürgermeister. Brunotte liegt seit einigen Wochen im Krankenhaus, wo sie behandelt wird. Sie schlage sich recht tapfer und versuche, positiv an die Sache heran zu gehen, berichtet Spille, der zu ihr und ihrem Mann Ralf Holtz Kontakt hält.

Um die Vorbereitungen für die Typisierungsaktion am 18. Dezember kümmert sich ein Organisationsteam rund um Silke Diers, Timo Nesemann und Holtz. Unter anderem gilt es, auf den Termin aufmerksam zu machen und für den Tag selbst Helfer zu mobilisieren. „Insgesamt werden bis zu 80 benötigt, zum Beispiel für die Erfassung der Daten und die Blutabnahme“, sagt Yvonne Entenmann von der DKMS, die zwei Vertreter nach Neerstedt entsendet.

Je nach Ortsgröße und Bewerbung der Aktion rechnet sie mit 500 bis 800 Bürgern, die sich registrieren lassen. Teilnehmen kann jeder gesunde Mensch im Alter von 17 bis 55 Jahren. Doch wie läuft so eine Typisierung eigentlich ab? „Zunächst werden die Daten der jeweiligen Person erfasst. In diesem Rahmen werden auch eventuelle Krankheiten abgefragt“, informiert Entenmann. Anschließend werden fünf Milliliter Blut abgenommen. Ein Labor untersucht dann die Gewebemerkmale. Rund drei bis vier Wochen dauere es, bis Ergebnisse vorliegen und feststeht, ob sich unter den Typisierten ein potenzieller Stammzellenspender befindet oder nicht.

Da jede Registrierung 40 Euro kostet, ist die DKMS auf Geldspenden angewiesen. „Jeder Euro zählt“, sagt Entenmann. Für die jetzige Aktion ist bereits ein Spendenkonto eingerichtet (IBAN: DE68290501010001150010, Verwendungszweck: Elke).

Das hiesige Organisationsteam möchte zudem am Wochenende Spendendosen aufstellen und auch Handzettel verteilen, die auf die Typisierungsaktion hinweisen. „Unter anderem wollen wir am Sonntag auf dem Neerstedter Weihnachtsmarkt informieren und für eine Teilnahme am 18. Dezember werben“, kündigt Diers an.

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