Sommerkonzert auf dem Lerchenstieg mit sechs Musikern

Gemeinsam auf der Bühne

Wollen für ein sommerliches Konzerterlebnis sorgen: die Sopranistin Katharina Konradi (
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Wollen für ein sommerliches Konzerterlebnis sorgen: die Sopranistin Katharina Konradi (

Dötlingen – Was haben eine preisgekrönte Nachwuchsflötistin, ein Schauspieler und Tenor, der sein Publikum mit Humor und Können immer wieder aufs Neue begeistert, sowie eine gefeierte Sopranistin, die auf den großen Bühnen Europas wie der Hamburger Elbphilharmonie singt, gemeinsam? Sie alle haben Dötlingen als Heimat – ob nun seit ihrer Kindheit oder erst vor Kurzem erwählt. Gemeinsam gestalten sie am Samstag, 22. August, das „Sommerkonzert auf dem Lerchenstieg“. Insgesamt sind sechs Musiker dabei. Veranstalterin ist die Dötlingen Stiftung.

„Die Idee stammt von Katharina Konradi und Roland Vieweg“, verrät Gerti Essing aus dem Stiftungsvorstand. Das Paar war im April von Hamburg nach Dötlingen gezogen (wir berichteten). Die 32-jährige Konradi ist eine bekannte Sopranistin, sang unter anderem schon in der Dresdener Semperoper sowie bei den Bayreuther Festspielen und hat seit der Spielzeit 2018/19 ein festes Engagement an der Hamburger Staatsoper. Ihren Mann lernte sie am Theater im bayerischen Hof kennen, wo er Kapellmeister war. Vieweg hat Dirigieren sowie Korrepetition studiert und unterstützt Konradi bei ihrer Karriere. Er spielt beim Sommerkonzert am Flügel. Für beide ist es die Gelegenheit, sich in Dötlingen musikalisch vorzustellen – ein Wunsch, den sie gegenüber der Stiftung mit Bitte um Unterstützung geäußert hatten.

Dette Zingler führt durch das Programm

Die Stiftung kommt dem Anliegen gerne nach und fand mit Detlef Knechtel und Katharina Sommer auch zwei Dötlinger, die für diesen Zweck ihr Anwesen auf dem Lerchenstieg zur Verfügung stellen. Es befindet sich am Goldbergsweg 55, direkt an der Hunte. Auf Anregung von Sommer sind dort ab 17 Uhr nicht nur Konradi und Vieweg zu hören, sondern ebenso weitere Dötlinger Musiker. Die Zuhörer dürfen sich laut Ankündigung auf ein abwechslungsreiches Programm mit ausgewählten klassischen Werken und beste Unterhaltung freuen. Als Moderatorin konnte die Stiftung Dette Zingler gewinnen, die vielen als Gästeführerin bekannt sein dürfte.

Mit von der Partie ist auch Sänger und Schauspieler Christian Bormann, der vor rund zweieinhalb Jahren nach Dötlingen zog und mittlerweile ein fester Bestandteil der dortigen Kulturszene ist. Ob ein literarisch-musikalischer Abend in Aschenstedt oder ein Konzertnachmittag im Dötlinger Dorfkern – der Tausendsassa hat das Publikum längst von sich überzeugt, freut sich aber angesichts der Corona-Pandemie über jeder Gelegenheit, auf der Bühne zu stehen.

In die Kategorie „Nachwuchs“ gehören hingegen die übrigen drei Musikerinnen, deren Instrumente auf dem Lerchenstieg erklingen werden – auch wenn allesamt schon über reichlich Erfahrung verfügen. So hat die 1996 geborene Isabel Büdeker schon als Jugendliche auf der Orgel in der St.-Firminus-Kirche gespielt. Die Dötlingerin studiert Kirchenmusik in Stuttgart, bekam den ersten Klavierunterricht im Alter von fünf Jahren und hat als 16-Jährige die Orgel-C-Prüfung absolviert, die sie befähigt, den Orgeldienst in Gottesdiensten oder bei Trauungen und Beerdigungen zu übernehmen. Auch die Chormusik liegt ihr am Herzen. Nach ihrem Abitur absolvierte sie ein Freiwilliges Soziales Jahr in Südafrika und engagiert sich seitdem für den Freundeskreis Neema Lalela.

Nicht auf dem Klavier, sondern auf der Blockflöte wird die Dötlingerin Joyce Huntemann zu hören sein. In ihrer Altersklasse ist sie eine der besten auf ihrem Instrument. Bei „Jugend musiziert“ konnte sie schon mehrfach punkten, gewann unter anderem 2018 einen ersten Preis beim Bundeswettbewerb. Auch in diesem Jahr war sie auf einem guten Weg, hatte sich beim Regionalwettbewerb für die nächste Runde qualifiziert. Auf dem Lerchenstieg spielt sie mit ihrer Duettpartnerin Jule Helmkamp.

Coronaregeln auf dem Veranstaltungsgelände

Der Einlass zu dem Konzert beginnt um 16 Uhr. „Zum Schutz vor Regen wird ein offenes Zelt aufgebaut, sodass alle Gäste und Musiker das Konzert trockenen Fußes und Hauptes genießen können“, teilt die Dötlingen Stiftung mit. Aufgrund der geltenden Hygiene- und Abstandsregeln ist die Anzahl der Plätze begrenzt. Zudem ist eine Erfassung der persönlichen Daten aller Konzertbesucher erforderlich. Das Veranstaltungsgelände darf nur mit einer Mund-Nasen-Bedeckung betreten werden, die bis zum Erreichen des Sitzplatzes zu tragen ist. Eine Abendkasse wird es aufgrund der Pandemie nicht geben.

Vorverkauf

Karten zum Preis von 25 Euro können per Telefon unter 04432/547 (Thea Freiberg) oder 04433/339 (Gerti Essing), per E-Mail an info@doetlingen-stiftung.de oder online unter www.doetlingen-stiftung.de gebucht werden. Zudem sind sie per Überweisung auf das Konto der Dötlingen Stiftung bei der Volksbank Wildeshauser Geest (IBAN: DE05280662143601000602) unter dem Stichwort „Sommerkonzert“ erhältlich. Die vorhandenen Plätze werden in der Reihenfolge der Buchung vergeben. Gemeinsam angemeldete kleine Gruppen erhalten nach Möglichkeit zusammenhängende Plätze.

Von Tanja Schneider

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