Rodungsarbeiten noch in diesem Monat 

Gemeinde will Precht-Areal schnell erschließen

Dötlingen - Von Tanja Schneider. Nach jahrelangen Diskussionen, Planungen und (notgedrungenen) Verwerfungen von Ideen soll es auf dem Precht-Grundstück in Dötlingen, das mittlerweile komplett der Gemeinde gehört, nun schnell gehen.

Einstimmig sprachen sich die Mitglieder des Bau-, Straßen- und Verkehrsausschusses dafür aus, auf der 17.000 Quadratmeter großen Fläche ein Baugebiet gemäß den Vorstellungen des Arbeitskreises „Wohnen“ zu entwickeln. Um noch in diesem Jahr mit dem ersten Bauabschnitt beginnen zu können, sollen bis morgen Rodungsarbeiten für die Erschließung erfolgen.

Bekanntlich waren auf dem Areal zunächst ein DRK-Seniorenzentrum wegen Protesten aus der Bevölkerung und anschließend das Wohnprojekt der Genossenschaft „Wi helpt di“ gescheitert. Daraufhin hatte die Gemeinde im vergangenen Jahr das Grundstück zwischen Walschenkampsweg, Zur Loh und dem Goldbergsweg erworben. Es folgten Gespräche mit Projektentwicklern und Investoren. Der Arbeitskreis (AK) „Wohnen“, in dem neben der Verwaltung alle Ratsfraktionen vertreten sind, befasste sich intensiv mit der Thematik. Das Ergebnis stellte Bauamtsleiter Uwe Kläner vor. Demnach wurde Abstand von der Suche nach einem Hauptinvestor genommen. Stattdessen soll die Kommune das Gebiet in zwei Abschnitten erschließen, parzellieren und die Grundstücke vermarkten.

Eine Änderung des ursprünglich für das Genossenschafts-Projekt aufgestellten Bebauungsplanes ist nicht angedacht. Der dort berücksichtigte Höfecharakter soll sich zumindest in Teilen wiederfinden. Im ersten Abschnitt soll die bislang unbebaute Fläche erschlossen werden. Der AK „Wohnen“ favorisiert unterschiedliche Quartiere. So sollen die Grundstücke im Bereich zur Straße Zur Loh an Privatpersonen, bevorzugt Senioren, veräußert werden. „Das wäre dann das Quartier für Einfamilienhäuser“, so Kläner. Mittig gelegen sei Platz für den geförderten, sozialen Wohnungsbau eingeplant – ähnlich wie im Baugebiet „Ramshorn I“ in Neerstedt. Laut dem Bauamtsleiter gibt es bereits erste Interessenten. Daneben soll ein Quartier für Privatinvestoren im Bereich „Freier Wohnungsbau/Mehrfamilienhäuser“ zur Verfügung gestellt werden, und ein weiteres werde als Optionsfläche zurückgehalten und später veräußert.

Haupterschließung und Anbindung von Kreisstraße aus

Die Haupterschließung und Anbindung soll von der Kreisstraße aus, dort wo nun die fußläufige Verbindung zur Kortenheide ist, erfolgen. Eine weitere Stichstraße sei vom Walschenkampsweg aus denkbar. Der Grünbereich bleibe öffentlich. Die im B-Plan aufgenommenen Waldbereiche, Einzelbäume und Wallhecken sind geschützt und müssten bei Entfernung kompensiert werden.

Generell sind noch viele Fragen zu klären. Priorität hat die Gesamtkalkulation, die die Verwaltung für beide Abschnitte vornehmen soll, um die Kaufpreise ermitteln zu können. „Leider haben der Grunderwerb und die bisherigen Planungen schon einiges an Geldern verschlungen“, sagte Kläner. Für die Erschließung plant die Gemeinde mit Gesamtkosten in Höhe von rund 700.000 Euro, davon finden sich 201.000 Euro im Etat 2018 wieder.

Neben der Kalkulation soll sich die Verwaltung beziehungsweise der AK „Wohnen“ um einen Kriterienkatalog zur Grundstücksvergabe sowie ein Konzept zur Entwicklung der bebauten Fläche kümmern.

Rubriklistenbild: © Med iengruppe Kreiszeitung / Marvin Köhnken

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