Entspannte Lage, außer im Hort

Gemeinde kann fürs Kindergartenjahr 2022/2023 ausreichend Plätze vorweisen

Genug freie Krippenplätze gibt es laut Gemeindeverwaltung in der der Kita „Unterm Regenbogen“ in Neerstedt. archiv
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Genug freie Krippenplätze gibt es laut Gemeindeverwaltung in der der Kita „Unterm Regenbogen“ in Neerstedt.

Neerstedt/Dötlingen – Eltern, deren Nachwuchs einen Kindergarten oder eine Krippe besuchen soll, können aufatmen: Für das Kindergartenjahr 2022/2023, das am 1. August beginnt und im darauffolgenden Jahr am 31. Juli endet, gibt es in der Gemeinde Dötlingen genügend freie Plätze im Krippen- und Kindergartenbereich. Die Situation für das kommende Kindergartenjahr war unter anderem Thema während der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bildung und Erziehung, der im Rathaus in Neerstedt tagte.

Die Anmeldefrist für die Aufnahme war der 30. September. Dennoch gehen laut Sitzungsvorlage laufend weitere Anmeldungen ein. Aufgrund des Rechtsanspruches solle für jedes Kind eine Betreuung gewährleisten sein, selbst wenn die Anmeldungen sehr kurzfristig abgegeben werden.

Katrin Albertus-Hirschfeld von der Gemeindeverwaltung erläuterte die Situation näher: Im Krippenbereich (unter Dreijährige) gibt es insgesamt 60 Plätze in Neerstedt (30), Dötlingen (15) und Brettorf (15). Die Großtagespflegestellen in Aschenstedt wurden aus der Betrachtung rausgenommen, so Albertus-Hirschfeld. Derzeit gibt es insgesamt 13 freie Plätze für das Kindergartenjahr 2022/23 in den Einrichtungen, es seien also ausreichend Krippenplätze vorhanden. Zwar können nicht alle Kinder in ihrer Wunscheinrichtung untergebracht werden, aber in der Kita „Unterm Regenbogen“ in Neerstedt sind ausreichend Krippenplätze frei, sodass die Jungen und Mädchen dort aufgenommen werden können.

Katrin Albertus-Hirschfeld von der Gemeindeverwaltung stellt Zahlen vor

Dann ging Albertus-Hirschfeld zu den Kindergartenzahlen über. „Hier wird wie jedes Jahr die beste und die schlechteste Variante dargestellt.“ Im „besten Fall“ wird davon ausgegangen, dass alle „Flexi-Kinder“ die Einrichtung verlassen. Im „extremsten Fall“, dass alle „flexiblen“ Mädchen und Jungen in der Einrichtung bleiben. Laut Sitzungsvorlage sind „Flexi-Kinder“ Jungen und Mädchen, die zwischen dem 1. Juli und 30. September eines Jahres ihren sechsten Geburtstag feiern. Für diese Kinder können Erziehungsberechtigte den Schulbesuch auf Antrag um ein Jahr hinausschieben.

Wenn alle „Flexi-Kinder“ im Kindergarten blieben, dann gäbe es 19 freie Plätze in der Gemeinde Dötlingen (schlechtester Fall), im besten Fall wären es 34. Heißt: Es sind genug Kindergartenplätze vorhanden. Es können zwar nicht alle Jungen und Mädchen in ihrer Wunscheinrichtung untergebracht werden, aber in den Einrichtungen sind insgesamt ausreichend Plätze frei, sodass sie aufgenommen werden können. Dazu sagte Albertus-Hirschfeld: „Da ist Entspannung, aber was da deutlich wird, ist, dass es ohne unsere neu geschaffenen Möglichkeiten inklusive Waldkindergarten schlechter aussehen würde.“ Sie bezog sich damit auf die beiden Kitas in Brettorf und Neerstedt in Modulbauweise.

Die Verwaltung geht davon aus, dass bis zum 1. August 2022 und auch darüber hinaus noch weitere Erziehungsberechtigte ihre Kinder anmelden werden. Daher werde sich die Anzahl der freien Plätze bis zum Start des Kindergartenjahres voraussichtlich verringern. Das Fazit lautet aber, dass für das Kindergartenjahr 2022/2023 ausreichend freie Plätze im Krippen- und Kindergartenbereich bestehen.

Hortbereich: 40 Kinder stehen auf Wartelisten

Anders hingegen sieht es im Hortbereich aus. Dort ist die Situation angespannt. „Ich muss es leider so sagen, dass es in der jetzigen Gesetzeslage keinen Anspruch auf einen Hortplatz gibt“, sagte Albertus-Hirschfeld. In den Kindertagesstätten Dötlingen und Neerstedt sind laut Sitzungsvorlage Hortgruppen mit jeweils 20 Plätzen vorhanden. Diese sind im Kindergartenjahr 2022/2023 komplett belegt. 40 Kinder, also jeweils 20 in Neerstedt und Dötlingen, stünden demnach auf Wartelisten.

Die Leitungen der Kindertageseinrichtungen hätten berichtet, dass in den Hortgruppen aufgrund des Anmeldeverhaltens keine konzeptionelle Hortarbeit vorgenommen werden könne. „Nach der Ganztagsbetreuung im Kindergarten entsteht im Übergang zur Schulzeit ein extremer Bruch in den Betreuungszeiten“, heißt es in der Vorlage.

Um dies auszugleichen und die Kinder weiterhin auch im Nachmittagsbereich betreut zu wissen, melden viele Erziehungsberechtigte ihren Nachwuchs für wenige Stunden am Tag und in der Woche im Hort an. Dies entspreche nicht dem zugrunde liegenden Gedanken einer Betreuung, nach dem Kinder im Hort gezielt gefördert werden sollten. „Von daher ist jetzt die Idee, noch mal zu gucken, wie der Bedarf wirklich ist“, so Albertus-Hirschfeld.

Zudem sei es aufgrund der Arbeitsmarktsituation schwierig, Mitarbeiter für die Nachmittagsbetreuung zu gewinnen. Markus Knoop (CDU) sagte dazu: „Personal soll auch beschäftigt werden und dann ist es blöd, wenn wir extra Personal einkaufen, um die Betreuung zu gewährleisten, und dann wird es nicht in Anspruch genommen.“ 

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