Ausbau in Dötlingen, Rhade und Wehe

Ab geht‘s auf die Datenautobahn

Bauamtsleiter Uwe Kläner, Andreas Roshop von der EWE und Bürgermeister Ralf Spille (v.l.) am neu erschlossenen Kabelverzweiger in Dötlingen. In diesem Gebiet gibt es nun schnelleres Internet für 130 Haushalte. - Foto: Schneider

Dötlingen - Von Tanja Schneider. Schnelles Internet – davon träumt so mancher Einwohner in der Gemeinde noch. Andere können nun auf die Datenautobahn „aufspringen“. Denn die EWE hat in Dötlingen einen neuen Kabelverzweiger erschlossen. Davon können fast 130 Haushalte westlich des Ortskerns rund um den Goldbergsweg profitieren.

Bis zum Jahresende sollen zudem die Orte Wehe sowie Rhade versorgt werden, und für das Neubaugebiet „Ramshorn I“ in Neerstedt gibt es auch schon Pläne. „Dort bieten wir für alle Neubauten Glasfaserhausanschlüsse an“, teilte Andreas Roshop, Kommunalberater der EWE, am Donnerstag während eines Ortstermins mit Bürgermeister Ralf Spille und Bauamtsleiter Uwe Kläner mit. Am Kabelverzweiger, der während der Sommerferien am Dötlinger Goldbergsweg erschlossen wurde, informierte Roshop, welche Haushalte sich jetzt auf Übertragungsraten in Höhe von bis zu 100 Megabit in der Sekunde (MBit/s) beim Herunterladen und 40 MBit/s beim Heraufladen von Daten freuen können. Demnach lohne es sich vor allem für die Einwohner im Umfeld, also im Bereich Schaftrift, Goldbergsweg, Im Kamp und Zur Loh, den schnellen Anschluss zu bestellen. „Dort gibt es eine richtig dicke Bandbreite“, so Roshop. Diese lässt mit der Entfernung dann nach.

Da entlang der Kreisstraße bereits ein Glasfaserkabel lag, ließ sich der Verzweiger für die EWE gut erschließen. „Das Glasfaserkabel ist ohne die Ummantelung so dünn wie ein Haar und sorgt für die Verbindung zwischen der Vermittlungsstelle und dem Verzweiger“, verriet Roshop. In Letzterem sind zudem die Kupfer-Hausanschlussleitungen der Kunden gebündelt. Die schnelleren Übertragungsraten werden durch den Einsatz der Vectoring-Technologie ermöglicht, die störende Strömungen ausgleicht und so verhindert, dass das Signal abgeschwächt wird.

Diese Technologie soll ebenfalls für Rhade und Wehe zum Einsatz kommen, wo die EWE bis Jahresende die VDSL-Verbindungen ausbauen möchte. Hierfür muss ein zusätzlicher Kabelverzweiger errichtet werden. Profitieren könnten 46 Haushalte. Sowohl in den beiden Bauerschaften als auch in Dötlingen hatten die Bezirksvorsteher die „Trommel gerührt“, wie es Kläner ausdrückte. Denn der Ausbau lohne sich für die EWE nur, wenn die Einwohner das Angebot auch in Anspruch nehmen.

Pläne gibt es zudem für „Ramshorn I“. Es wird das erste „FTTH“-Gebiet (Fibre to the Home). Dort bietet die EWE Glasfaserhausanschlüsse an, auf Kupferkabel kann komplett verzichtet werden. „Da gibt es für jeden die volle Leistung“, sagte Roshop.

Bürgermeister Spille ist froh, dass nun weitere weiße Flecken von der Gemeindekarte verschwinden. Breitbandanschlüsse seien ein wichtiger Standortfaktor und bei privaten Hauseigentümern ebenso gefragt wie bei Unternehmen. „Daher begrüßen wir das Engagement der EWE, die ländlichen Regionen zu versorgen“, so Spille. Er hofft, dass für den Landkreis Oldenburg Fördermittel für diesen Zweck fließen werden. „Momentan läuft noch die Antragsphase“, sagte der Verwaltungschef. Im Rathaus habe man sich aber natürlich schon Gedanken gemacht, in welchen Bereichen ein Ausbau sinnvoll und nötig wäre. Gleichwohl blieb Spille realistisch: „Wir werden immer einzelne, verstreute Haushalte haben, bei denen wenig Bandbreite ankommt.“

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