Nun geht es an den Endausbau

Im Bereich der Einmündung zur L 872 muss der Kirchweg auf 5,50 Meter verbreitert werden. Foto: Schneider

Das Neerstedter Wohngebiet „Ramshorn I“ ist zu 90 Prozent fertig bebaut. Deshalb sollen nun Straßen und Seitenräume folgen. Die Verwaltung hat den Auftrag bereits vergeben. Nach dem Winter sollen die Arbeiten starten.

VON TANJA SCHNEIDER

Neerstedt – Betonrechteckpflaster in Grau mit kaminroten Elementen, 25 Parkplätze, eine Fußweganbindung an den Kirchweg sowie eine Wendeanlage – das sind die Eckdaten für den Endausbau des neuen Wohngebietes „Ramshorn I“ in Neerstedt. Georg Lamping vom Planungsbüro Frilling und Rolfs stellte das mit den Anliegern abgesprochene Vorhaben im Bau-, Straßen- und Verkehrsausschuss vor und erntete Zustimmung vom Gremium. Neben der Straße „Am Südesch“, die quer durch das Gebiet führt, soll auch ein Teilstück des Kirchweges – zwischen L 872 und Eichenweg – ausgebaut werden.

Die Arbeiten sollen Anfang März beginnen und im August ihren Abschluss finden. Den Auftrag hat eine Firma aus Lohne erhalten. „Wenn es nach uns geht, wären wir schon im Gange“, sagte Bauamtsleiter Uwe Kläner. Der Ausschussvorsitzende Gernot Kuhlmann (CDU) betonte, wie wichtig der Endausbau sei: „Am Südesch finden sich so große Löcher, dass zeitweise schon die Post nicht mehr in das Gebiet hineinfahren wollte.“

Derzeit steuern viele Bewohner noch über den Braaklander Weg und die Erschließungsstraße ihre Häuser an. Letztere wird nach den Arbeiten zurückgebaut, berichtete Lamping. Das Neubaugebiet ist dann über den Kirchweg und die Straße „Ramshorn“ erreichbar. Als Fahrbahnbelag ist graues Pflaster vorgesehen, Kurven und Einmündungen bekommen rote Steine, und die Stellflächen sollen in Anthrazit gehalten werden. „Mit 25 Parkplätzen haben wir so viele wie noch in keinem Baugebiet der Gemeinde“, reagierte Kläner auf eine Bemerkung von Kuhlmann. Dem CDU-Ratsherrn schienen die Stellflächen nicht ausreichend, deshalb hatte er angeregt noch eine Grünfläche mit Rasengittersteinen zu versehen. Auf dieser wächst aber bereits der „Ausgleichswald“. Zudem ist die Ausweisung der Straße als verkehrsberuhigter Bereich geplant und in einem solchen müssen Parkplätze nicht nur ausgewiesen, sondern auch befestigt werden.

Eine Pflasterung ist außerdem für den bislang nur geschotterten Gehweg zum Kirchweg vorgesehen. Da dieser recht breit ist, sollte mittels einem Poller oder Ähnlichem gearbeitet werden, damit keine Autos hineinfahren. Ferner ist eine Stichstraße zum Regenrückhaltebecken geplant. Straßenbeleuchtung und Bepflanzung folgen.

Der Kirchweg wird hingegen in Asphaltbauweise fortgeführt – mit Entwässerungsrinne und Pflasterstreifen. Zudem wird ein neuer Kanal verlegt. Die Einmündung an die Landesstraße muss über eine Länge von etwa 20 Metern auf 5,50 Meter aufgeweitet werden, so Lamping. Die direkten Anlieger hätten sich deshalb eine Aufpflasterung gewünscht, die den Verkehr bremst. Zudem sind im weiteren Verlauf Verengungen der Fahrbahn angedacht. Da es sich um eine Tempo-30-Zone handelt, müssten am Kirchweg keine Parkplätze ausgewiesen werden.

Skeptisch zeigten sich einige Ausschussmitglieder beim Thema Entwässerung. „Beim letzten Starkregen war es problematisch“, so Kuhlmann. Dies könne daran liegen, dass am Kirchweg derzeit gar keine Entwässerung vorhanden ist, antwortete Lamping. Die nun geplante sollte auch bei Starkregenereignissen ausreichen. Dies gelte ebenfalls für das Regenrückhaltebecken. „Letztes Mal ist es dennoch übergelaufen“, berichtete Beate Wilke (CDU). Kläner erläuterte, dass es genügend Überlauffunktionen gebe: „Sintflutartigen Regen kriegen wir damit aber nicht in den Griff.“

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