Sechs Anlagen bei Gartenkultour geöffnet

Die „Gebeete“ wurden erhört: Familie Melle zeigt Hofgarten

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Heide Melle (Mitte, mit der Gießkanne) ist stolz darauf, ihren Garten präsentieren zu dürfen. Olaf Schachtschneider (hockend) hat die Rosen schon einmal unter die Lupe genommen.

Ostrittrum - Wenn Heide Melle in einem der vielen gemütlichen Winkel ihres wundervollen Hofgartens sitzt, wirkt sie vollkommen tiefenentspannt: „Das ist mein Ausgleich – hier kann ich meine Seele baumeln lassen.“ Das etwa 5 000 Quadratmeter umfassende Areal ist ein wahres Rosen- und Staudenparadies.

Und das Beste: Naturliebhaber, deren Herzen bei dieser Beschreibung höherschlagen, haben die Möglichkeit, das Grün von Familie Melle sowie fünf weitere Privatgärten genauer unter die Lupe zu nehmen. Im Rahmen eines Aktionstages der Gartenkultour öffnen die Hausherren die Pforten zu ihren heimischen Anlagen am Sonntag, 24. Juni, von 11 bis 18 Uhr.

Melle feiert in diesem Jahr ihre Gartenkultour-Premiere. „Dadurch, dass leider zwei Familien bei der Gartenkultour aufgehört haben, ist meine Anlage nachgerutscht. Eine Naturfreundin von mir hat mich empfohlen“, erzählt die Ostrittrumerin. Das leicht hügelige Gelände liegt an den Rittrumer Bergen, Rittrumer Straße 5, und bietet der Natur viel Platz. 

Der Garten der Familie Melle ist in diesem Jahr das erste Mal bei der Gartenkultour dabei.

Mehr als 100 Rosensorten, Clematis, Hosta und eine Vielzahl an Blüten- sowie Blattschmuckstauden verzaubern den Garten in ein Blütenmeer, durchzogen von einem leise plätschernden Bachlauf, der in einem kleinen Teich endet. „Meine Rosen kommen auch bei den Profis gut an. Olaf Schachtschneider war total begeistert, als er sie das erste Mal gesehen hat“, erklärt Melle.

Die seltenen Baumarten, wie der Eisenholz-, Flügelnuss-, der Zimt-, Tulpen-, der Trompeten-, und der Taschentuchbaum sind in der Region einmalig. „Schon öfter haben Naturliebhaber darum gebeten, sich meinen Garten genauer anschauen zu dürfen“, erklärt Melle. 

Knotengarten als neuestes Projekt

Ein Knotengarten ist ihr neuestes Projekt. Er soll aus hellen und dunklem Ilex (Stechpalmen) bestehen, die allerdings erstmal über Jahre wachsen und beschnitten werden müssen. Viel Liebe steckt in verspielten Details – seien es verträumte Sitzecken, skulpturartige Baumstämme, eine Schwengelpumpe oder ein großzügiges Insektenhotel.

Von der großzügigen Terrasse, auf der unter anderem ein Feuerkorb und Holzbänke ihren Platz gefunden haben, hat man einen einzigartigen Ausblick auf den Verlauf der Hunte – den man am 24. Juni mit Kaffee und Kuchen genießen kann, serviert von Heide Melle gegen einen Aufpreis.

Zu den Aktionstagen können interessierte für fünf Euro in den Privatgärten einen Button erwerben. Er gilt für ein Gartenkultour-Jahr und gewährt den Einlass zu alle Anlagen, die an den jeweiligen Aktionstagen geöffnet haben.

Die Infos

Bauerngarten am See von Familie Meyer: Die Anlage am Karkbäk 3 ist voll bepflanzt mit Staudenbeeten am Teichufer und alten Bäumen. Es wachsen Gemüse, Obst, Blumen und Kräuter bunt durcheinander, da die Beeteinfassung aus Buchs inzwischen verschwunden ist. Ein Garten, der durch seine Weitläufigkeit einiges an Abwechslung zu bieten hat. 

Garten für alle Sinne von Anke Dunker-Bureck: Die weitläufige Anlage am Stedinger Weg 18 verfügt über eine Obstwiese, Teich, Kräutergarten, Barfußpfad und jede Menge Dorfgeschichten. Es ist ein Ort zum Sehen, Fühlen, Riechen, Hören und Schmecken. 

Stauden-Oase von Familie Tönjes: Am Ortsrand von Bergedorf, Zur Feldhorst 11, erwarten die Besucher eine Blütenpracht und verschiedene Pflanzungen. Viele heimische und seltene Gehölze runden das Grün ab. 

Hofgarten Suhrkamp der Familie Suhrkamp: Der großflächige Rasen auf der Anlage in Sandhatten, Haferkampstr. 14, ist umgeben von Beeten, Wasserstellen und Bäumen. Die Pflanzenarten sind der Jahreszeit angepasst. Die heimische Tierwelt findet Unterschlupf in Steinmauern, im Teich und im Wald. 

Stein- und Wassergarten der Familie Krüger: Auf der knapp 8 000 Quadratmeter großen Fläche, die einen parkähnlichen Charakter hat, reihen sich Taschentuch- an Mammutbäume. Insgesamt sechs kleine sowie ein Schwimmteich bieten Amphibien, Fröschen und Molchen eine Heimat. Mehr als 80 Nistkästen und Insektenhotels sind auf dem Grundstück verteilt. Für Kinder steht ein Spielplatz zur Verfügung. Hunde sind angeleint gestattet.

hri/lo

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