Polizei kennt verwendetes Symbol nicht / Tipps zum Umgang mit verdächtigen Zeichen

„Gaunerzinken“ in der Gemeinde Dötlingen?

Beispiele für moderne „Gaunerzinken“ finden sich in vielen Varianten im Internet.
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Beispiele für moderne „Gaunerzinken“ finden sich in vielen Varianten im Internet.

Dötlingen/Landkreis Oldenburg – „Zinken“ nennt man Geheimzeichen, mit denen sich seit Jahrhunderten umherziehende Gruppen Nachrichten übermitteln. Seit einigen Jahrzehnten hat sich der Gebrauch bestimmter Symbole jedoch auch unter Einbrecher- oder Bettlerbanden verbreitet, zahlreiche moderne Varianten der alten Zeichen sind entstanden.

Vor Kurzem bemerkte eine in der Gemeinde Dötlingen lebende Person, die anonym bleiben möchte, der Redaktion aber bekannt ist, ein ihr verdächtiges Symbol in der Nähe ihres Hauses: ein Pfeil, gemalt mit hellgrüner Kreide, der nach unten weist. Ein harmloses Spiel von Kindern, eine Schnitzeljagd etwa, schließt sie eindeutig aus.

Ob es sich bei dem Pfeil tatsächlich um einen „Gaunerzinken“ handeln könnte, ob es weitere Fälle in der Region gegeben hat und wozu die Polizei im Fall eines solchen Fundes rät, erläutert Merle Behle, Sprecherin der Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch.

Keine Vorfälle bei der Polizei gemeldet

„Gaunerzinken“ würden in der Region zwar ab und zu gesehen und dann auch der Polizei gemeldet, doch in der jüngeren Vergangenheit seien bei den Beamten keine solchen Hinweise eingegangen, erklärt Behle. Auch zu dem in der Gemeinde entdeckten Symbol, einem nach unten weisenden Pfeil, gebe es keine Erkenntnisse. Es sei aber durchaus möglich, dass es sich dabei um ein individuelles Symbol einer Einbrechergruppe handele. Diese könne etwa verabreden: Pfeil nach unten bedeutet, dass das Haus eine Videoüberwachung hat, gibt Behle ein Beispiel. Ebenso sei es möglich, dass die Kritzelei gar nicht in einem kriminellen Zusammenhang stehe, sondern von Jugendlichen oder anderen zu einem harmlosen Zweck aufgemalt worden sei.

Auch wenn die Polizei zum aktuellen Fund also nichts weiter sagen könne, gebe es grundsätzliche Tipps für alle, die ein rätselhaftes Symbol an ihrem Haus oder auf ihrem Grundstück entdecken, sagt Behle. Eine gute Idee sei es, die Zeichen nicht sofort wegzuwischen, sondern sie zuvor fotografisch zu dokumentieren.

Wer verdächtige Personen oder Fahrzeuge in der Gegend um sein Zuhause beobachte oder sich unsicher fühle, könne sich mit diesen Beobachtungen auch an die örtliche Polizeiwache wenden. Gespräche mit Nachbarn sowie ein aufmerksamer Blick für die eigene Umgebung seien ebenfalls ratsam, erklärt die Sprecherin.

Von Katia Backhaus

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