Landkreis Oldenburg erläutert Anordnung

„Gastronomie ist nicht Grundlage des Honighofes“

Gastronomie ist im Außenbereich und damit beim Honighof zu Dötlingen nicht gestattet. Darauf war der Betreiber laut Kreisverwaltung schon vor einem Jahr hingewiesen worden, als er mit entsprechenden Schildern am Heideweg für „Speis und Trank“ geworben hatte.

Dötlingen – In der Diskussion um den Honighof zu Dötlingen äußert sich nun die Verwaltung des Landkreises Oldenburg. Diese hatte angeordnet, die Sitzgelegenheiten auf dem dortigen Picknickplatz abzubauen. Darüber hatten Betreiber und Besucher Unverständnis geäußert und schließlich eine Unterschriftenaktion gestartet (wir berichteten). „Es gibt offenkundig einige Unklarheiten über die Vorgehensweise des Landkreises Oldenburg“, heißt es nun in einer Pressemitteilung, in der die Gründe für die Anordnung erläutert werden.

Die Kreisverwaltung betont, dass viele Aktivitäten der Betreiber des Honighofes nicht mit dem öffentlichen Baurecht in Einklang standen und stehen. Vornehmlich gehe es dabei um gastronomische Tätigkeiten, für die keine Genehmigung vorliege und auch nicht erteilt werden könne. „Denn das Areal befindet sich im Außenbereich und da gibt es verständlicherweise klare Vorgaben für die Nutzung. Gastronomie gehört nicht dazu“, so der Landkreis.

Erschwerend komme hinzu, dass der Honighof im Landschaftsschutzgebiet „Mittlere Hunte“ liegt und dort weitere Nutzungsbeschränkungen existierten.

„Um jeden Bürger im Landkreis Oldenburg gleich zu behandeln, hat die Kreisverwaltung die Betreiber auf Einhaltung der Bedingungen und die möglichen Konsequenzen hingewiesen. Und das schon vor rund einem Jahr“, heißt es weiter. Weil es seitens der Inhaber keine Einsicht und keine Änderung der Aktivitäten gegeben habe, hätte der Landkreis Oldenburg reagieren und die Gastronomie sofort untersagen müssen. Eine Duldung sei laut Baurecht nicht möglich.

„Die nicht genehmigten gastronomischen Aktivitäten, deren Rechtswidrigkeit den Betreibern laut Presseberichten bereits seit dem Sommer 2018 ausdrücklich bekannt war, stellten und stellen gar keine Grundlage für das Fortbestehen des Honighofes dar, denn sie waren nie Gegenstand einer Genehmigung oder eines vorgelegten Konzeptes“, verdeutlicht die Kreisverwaltung. Sie habe mit den Betreibern seit dem Jahr 2009 Vorgespräche über Möglichkeiten und zulässige Nutzungen geführt und klar verabredet.

Seit dem Jahr 2015 gebe es die befristete Genehmigung, die im Einklang mit dem öffentlichen Baurecht in einem Landschaftsschutzgebiet stehe. Gastronomie gehöre nicht dazu. Für die Umwandlung der vorläufigen in eine dauerhafte Genehmigung müssten vonseiten des Betreibers indes notwendige Rahmenbedingungen nachgewiesen werden, die noch ausstünden.

Auf Grundlage eben dieser Genehmigung sei die Verbindung von Umwelt, Biodiversität und sanftem Tourismus durchaus möglich. „Dies erfordert aber auch von den Betreibern die Bereitschaft, gemeinsam nach Lösungen zu suchen, die allen Anforderungen gerecht werden“, betont die Kreisverwaltung.

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