Gartenkultouristen kommen in Scharen

Im Kaffeehaus-Garten auf dem Ostrittrumer Hof Schweers lauschten die Gäste bei einem Stück Torte dem Brettorfer Chor „TonArt“. Fotos: Schneider

Dötlingen – Nein, bei der Dötlinger Gartenkultour ist nicht die Luft raus. Jeder, der dies nach den eher mäßig besuchten, teils auch verregneten Aktionstagen im vergangenen Jahr vermutet hatte, wurde am Mittwoch eines Besseren belehrt. Ob es nun der Sonnenschein oder das etwas umfangreichere Programm war – aus der gesamten Region strömten Interessierte in die Gemeinde. An einigen Stationen herrschte zeitweise richtig Hochbetrieb.

Der Privatgarten Krüger in Simmerhausen meldete nach zwei Stunden bereits gut 200 Besucher. Viele von ihnen trieb die Neugierde her – auf die zusätzlichen 3 000 Quadratmeter, die Karl-Heinz Krüger und seine Familie derzeit gestalten. Ein Rosenbeet und eine Felsengrotte sind bereits fertig. „Am Dienstag habe ich extra noch Rasen gemäht“, sagte Krüger. „Der Rest wird wachsen.“ So wie der eigentliche Stein- und Wassergarten, der sich über 8 000 Quadratmeter erstreckt und die Gartenkultouristen zum Staunen brachte. „Alle Achtung, was Sie hier aufgebaut haben, ist wunderschön“, schwärmte eine Besucherin. Andere nahmen Wunschbrunnen und Mammutblatt unter die Lupe, lauschten dem Plätschern des Baches oder kamen mit Landschaftsgärtnerin Hanna Diekmann ins Gespräch. „Die Leute haben viele Fragen“, erzählte sie. Unter anderem ging es um Hochbeete und darum, welche Pflanzen gut miteinander harmonieren.

Im Aschenstedter Pflanzenhof Schachtschneider und der Nutteler Biolandgärtnerei „herb‘s“ deckten sich die Besucher mit den passenden Blumen, Kräutern und Sträuchern ein. Manch einer schien richtig in Kauflaune. Dennoch ging es entspannt zu. In Nuttel verbanden viele die Shoppingtour mit einem Plausch bei Kaffee und Köstlichkeiten aus der Kräuterküche. „Es gibt Frühlingssuppe mit Pesto und Brokkoliquiche“, berichtete Sabina Dalg-Vinken. Wie ihr Mann Herbert Vinken bot sie Führungen an. Absoluter Hingucker waren allerdings Anni und Adonis – die beiden Ackerpferde von Wolfgang Zell, die eine zukünftige Blühfläche bodenschonend bearbeiteten.

Infos über Bienen und andere Insekten gab es sowohl in Nuttel als auch in Dötlingen am Stand der Imker neben der Müller-vom-Siel-Kate und beim Nabu im Garten der Heuerhaus-Galerie. „Wir informieren heute, welche Pflanzen wirklich insektenfreundlich sind, haben eine regionale Saatmischung dabei und zeigen, wie man ganz leicht eine Nisthilfe baut“, sagte Silke Kreusel vom Nabu. Ein paar Meter weiter ließen sich im Garten des Heuerhaus-Cafés die Gäste den Kuchen schmecken. Ob dort, beim Landhotel oder dem Kläner-Hof – die Gastronomen hatten alle Hände voll zu tun. Dies galt auch für die Gästeführer, die an ihrem Stand Tipps gaben. „Die Hälfte der Leute war heute tatsächlich zum ersten Mal da. Und etwa ein Viertel hatte sich zuvor im Internet informiert“, erzählte Dette Zingler. Viele begaben sich auf eigene Faust auf Entdeckungstour. Es gab aber auch drei Führungen mit insgesamt 22 Teilnehmern.  ts

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