Sonnenstrahlen locken ins Freie

Frühling hält Einzug in Dötlingen

„Bei der Arbeit muss man aussehen wie sein Knecht“, ist das Motto von Meinert Behrens.

Doetlingen - DÖTLINGEN (cs) · Frisch gewaschene Wäsche flattert im Wind auf der Leine. Vögel zwitschern, Schneeglöckchen und Krokusse versprühen Duft und läuten den Frühling ein. Der lange Winter ist auch in der Gemeinde Dötlingen vorbei. Viele nutzten gestern das gute Wetter, um ihren Garten auf Vordermann zu bringen – oder einfach die ersten warmen Sonnenstrahlen des Jahres zu genießen.

„Ich bin immer dankbar, wenn die Sonne scheint“, erzählt Anneliese Geerken. Dann mag sie ihre Heimat Dötlingen besonders. „Es ist so ein schönes Dorf.“ 1985 zog sie von Wildeshausen in den Ort. „Und wenn ich jetzt vom Einkaufen in Wildeshausen wieder Richtung Dötlingen fahre und in den Heideweg einbiege, dann fühle ich mich zu Hause.“

Gezwungenermaßen, so die alte Dame, habe sie sich Hilfe für den Garten geholt. Die Gesundheit will nicht mehr alles mitmachen. Aber ganz lässt sie sich die Arbeit doch nicht nehmen. „Wenn ich bei diesem Wetter den ganzen Tag drinnen säße, fiele mir ja die Decke auf den Kopf.“ Nach der kalten Jahreszeit genießt sie es, wieder etwas zu machen. „Auch wenn dann die Ärzte mit mir schimpfen.“ „Grausam“, kommentiert sie den Winter. „Aber früher ist das häufig so gewesen. Da sind im März noch die Zäune im Schnee versunken.“

An solche Schneemassen können sich Swantje und Erik nicht erinnern: Doch die Zehnjährige und ihr ein Jahr alter Bruder genießen die warmen Sonnenstrahlen genau wie ihre Nachbarin Anneliese Geerken. „Dann kann ich Fahrrad fahren in der Wiekau – oder ich spiele mit meinem Bruder auf dem Kirchenrasen“, erzählt Swantje, während sie den Bruder bei ersten Laufversuchen unterstützt.

Fleißig ist auch Inge Abeling. „Es tut gut, nach dem langen Winter endlich wieder im Garten zu sein“, erzählt die Dötlingerin. „Man freut sich, wenn etwas anfängt zu blühen – wie jetzt die Krokusse und Schneeglöckchen.“ Jede Menge Arbeit wartet in ihrem Garten auf sie. „Erst einmal musste ich das ganze Laub wegharken, das beim Sturm herunter gekommen ist. Zu Beginn ist das doch etwas anstrengend.“ Trotzdem machte sie sich gestern noch daran, Gartentisch und -bänke zu säubern. „Wenn es warm wird, kann man sich schließlich schon schön raussetzen.“

Den „Frühlingsputz zu Ostern“ macht auch Meinert Behrens. „Der Winter war mir zu lang, ich wäre gerne schon einen Monat eher in den Garten gegangen.“ Nun ist er umso fleißiger: Die Beete sind ordentlich geharkt, der Platz unter einem kleinen Pavillon im Garten wird gerade sauber. „Ich bin schon seit einigen Tagen dabei“, erzählt der Dötlinger. Denn für ihn ist die Arbeit im Garten ein schönes Hobby. Ähnlich sieht es einer seiner Nachbarn. „Ich arbeite nicht im Garten. Ich beschäftige mich – für mich ist das Spaß“, formuliert dieser, was angesichts der gepflegten Gärten wohl viele Dötlinger denken.

An die Gartenarbeit verschwenden Felix (13) und Lena (11) noch nicht allzu viele Gedanken. Die beiden wissen aber, welche Vorteile Dötlingen im Frühjahr bietet. „Wir gehen gerne spazieren auf dem Huntepadd oder dem Gierenberg“. Perfekt ist das Wetter aber auch für die liebsten Hobbys der beiden: Lena dreht mit dem Einrad ihre Runden, und Felix kickt den Fußball vor sich her.

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