Vier neue Ehrenamtliche absolvieren bald ihre Prüfung

Frischer Wind bei den Dötlinger Gästeführern

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Das Gästeführerteam des Dötlinger Bürger- und Heimatvereines zog Bilanz: Walter Ulrich (BHV), Heinfried Sander, Ingrid Kuhlmann, Ralf Holtz, Mona Moikow (Gemeindeverwaltung), Thea Freiberg, Margret Hübner, Ute Schwarting, Heinz Kunst, Dette Zingler, Eckehard Hautau (BHV), Marianne Mennen und Anne Hollmann (v.l.).

Dötlingen - Von Tanja Schneider. 1.734 Interessierte haben in diesem Jahr gemeinsam mit den Gästeführern des Dötlinger Bürger- und Heimatvereines (BHV) das Dorf und die Gemeinde erkundet. „Das sind etwas weniger Besucher als im Vorjahr. Damit liegen wir aber im allgemeinen Trend“, sagte Thea Freiberg am Dienstagabend bei der Weihnachtsfeier des Teams im Dötlinger Landhotel. In ihrer Bilanz verwies sie auf 77 Führungen, besondere Veranstaltungen sowie die bevorstehende Verstärkung.

Denn mit Anne Hollmann, Anja Müntinga, Ralf Holtz und Volker Wessels absolvieren seit Mitte August gleich vier potenzielle neue Dötlinger Gästeführer das Ausbildungsseminar der Ländlichen Erwachsenen Bildung (LEB) in Huntlosen. Am kommenden Mittwoch steht der Abschluss auf dem Programm. Freiberg wünschte dem Quartett für die Prüfung viel Glück. „Ich gehe mal davon aus, dass ihr sie besteht und eure Zertifikate erhaltet“, sagte sie. Die „Neulinge“ werden allgemeine Rundgänge übernehmen, aber auch themenbezogene Führungen anbieten. 

Müntinga und Hollmann möchten als „Malweiber und Lehrer“ an die Künstlerkolonie erinnern und die Gäste in die Zeit um 1900 versetzen. Wessels' Gebiet ist die Natur. Er will spezielle Pilzwanderungen für jede Jahreszeit vorhalten, und Holtz ist laut Freiberg „der Gästeführer für alle Fälle“. Er möchte sich aber ebenso noch etwas Besonderes einfallen lassen, kündigte er an. Vom Gästeführerteam verabschiedet hat sich in diesem Jahr Reinhard Drubel aus Wildeshausen, der ab 1999 dabei war. Zudem kann Heinfried Sander aus Harpstedt die Gruppe nur noch in ganz dringenden Fällen unterstützen.

Besucher aus Hamburg, Berlin und Meppen

Freiberg bezeichnete 2017 als insgesamt recht erfolgreiches Jahr. Viele Gäste besuchten die Gemeinde zum wiederholten Mal. Zudem reisten auch Interessierte aus Hamburg, Berlin und Meppen an. Dies zeuge davon, dass Dötlingen weit über die regionalen Grenzen hinaus ein beliebter Kultur- und Erholungsort sei. Die Angebote im Rahmen der Dötlinger Gartenkultour hätten zwar unter dem Wetter gelitten, dafür seien aber die Führungen während des Tages des offenen Denkmals auf Resonanz gestoßen. 

Freiberg erinnerte zudem an den Tag der Gästeführer im April, die Teilnahme am „Genuss am Fluss“ samt Feier zum 50-jährigen Bestehen des Naturparks „Wildeshauser Geest“ in der Kreisstadt sowie an die regelmäßigen Zusammenkünfte der Gästeführer. „Bei diesen wurde unter anderem über eine Nachfolge für mich diskutiert. Leider ohne Ergebnis“, appellierte die Teamleiterin an die Anwesenden, sich langsam ernsthafte Gedanken zu machen.

Nur noch Führungen von anderthalb Stunden

Beschlossen hat das Team, den Kollegen in den übrigen Landkreisgemeinden zu folgen und nur noch Führungen von anderthalb Stunden anzubieten. „Dötlingen ist ein weitläufiger Ort und in kürzerer Zeit nicht ausreichend zu zeigen“, erläuterte Freiberg. Die Qualität sollte nicht unter Zeitmangel leiden.

Weitere Themen waren das Tourismuskonzept sowie die Verwendung des Preisgeldes, das die Gemeinde im Wettbewerb „Gesund älter werden in der Kommune – bewegt und mobil“ gewonnen hatte. Von den 10 000 Euro sind noch 8 900 übrig, die zweckgebunden zu verwenden sind. Da es bislang an Vorschlägen mangelt, hatte der Jugend-, Sport- und Sozialausschuss während seiner Sitzung empfohlen, bei den Vereinen abzufragen, was sie für ihre Seniorenangebote benötigen (wir berichteten). In diesem Rahmen ist auch das Gästeführerteam von der Verwaltung angeschrieben worden. Die spontane Idee, Führungen für Senioren – zu Fuß, mit dem Bus und durch die Kirche – anzubieten, kam in der Runde gut an.

Das Team bedankte sich bei Freiberg mit einem Blumenstrauß für ihr Engagement. Die Neerstedterin wiederum dankte dem BHV und Mona Moikow von der Verwaltung für die Unterstützung.

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