Frauen nehmen Fahrt auf

„Froonslüüd op´n Swutsch“: Renate Hocke bietet bald Touren für Bürgerinnen an

Damit geht es bald auf Frauentouren: mit dem Elektroauto der Gemeinde Dötlingen. Renate Hocke wird die Damen fahren.
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Damit geht es bald auf Frauentouren: mit dem Elektroauto der Gemeinde Dötlingen. Renate Hocke wird die Damen fahren.

Dötlingen – Damit Bürger, die nicht mehr so mobil sind, mal rauskommen und neue Orte erkunden können – das ist der Grundgedanke der „Mannslüüd op´n Swutsch“. Seit Herbst 2019 bietet Holger Spille, Vorstandsmitglied des Vereins „Wi helpt di“, diese Touren an und fährt Männer aus Dötlingen einmal im Monat durch die Umgebung und erkundet mit ihnen die umliegenden Gemeinden.

Bald dürfen sich auch Frauen aus der Kommune auf solch ein Angebot freuen. Der Verein konnte dafür Renate Hocke aus Dötlingen gewinnen. Unter dem Titel „Froonslüüd op´n Swutsch“ möchte sie entsprechende Touren für Seniorinnen anbieten. Einen konkreten Starttermin gibt es noch nicht, aber Hocke steht bereits in den Startlöchern. Die erste Fahrt peilt sie für Ende Juli an – dann sei sie auch mit ihren Impfungen durch. Mit zwei Frauen, die sie kennt, sei sie bereits im Gespräch. „Ich denke auch, dass sie mitmachen möchten.“ Das sei aus ihrer Sicht eine optimale Anzahl: „Das ist auch ganz gut, mit zweien anzufangen, weil unser Wagen relativ klein ist.“ Für die Touren darf sie, ebenso wie Spille, das Elektroauto der Gemeinde nutzen.

Zusammen einen Nachmittag gestalten

Mehr als zehn Jahre war Hocke ehrenamtlich als Vorsitzende des Bürgerbusvereins Wildeshausen tätig. Anfang des Jahres habe sie sich dann entschieden, wieder bei „Wi helpt di“ aktiv zu werden. „Ich dachte mir: Das ist meine Gemeinde, ich möchte mich da engagieren. Ich finde das wichtig.“ Also erkundigte sie sich, welche Tätigkeit sie übernehmen könne. Dann kam die Frage, ob sie nicht Lust hätte, Touren für Frauen anzubieten. „Dadurch, dass ich anfangs bei der Gründung dabei war, kennt man sich untereinander. Wir sind zwar zugezogen, aber man kennt sich trotzdem und man weiß, was der andere kann. Ich kann Auto fahren und ich fahre gerne Auto“, erzählt sie und lacht.

Und wie soll so ein Ausflug aussehen? „Wir sind ganz frei bei der Gestaltung, was wir machen wollen. Es sollen Ausflüge werden, bei denen die Teilnehmer mitbestimmen dürfen. Es läuft darauf hinaus, dass man so zwei oder drei Stunden unterwegs ist und einen Nachmittag zusammen gestaltet“, schildert Hocke. „Die Teilnehmer sollen ihre Freiheit haben, ob und was sie machen wollen.“ Bei den Terminen sei Hocke flexibel. „Wenn das Interesse da ist, kann man beliebig erweitern.“ Ziel sei es, dass ältere Bürgerinnen mal wieder rauskommen und etwas unternehmen. „In meinen Augen hat es auch ein Stück weit mit Selbstständigkeit zu tun. Sie können ein neues Café, einen neuen Laden oder ein neues kleines Museum kennenlernen. Es gibt so viele Möglichkeiten, wie man diese Zeit gestalten kann.“ Als Beispiel nennt Hocke Ausflüge zu Weihnachtsmärkten oder Fahrten an die Weser. „Ich freue mich darauf, ich finde das toll.“

Holger Spille fährt seit einem Monat wieder

Spille ist seit gut einem Monat wieder unterwegs. „Mein Klientel ist vollständig geimpft – und ich auch“, berichtet er. Inzwischen bestehen drei feste Gruppen mit jeweils zwei bis drei Teilnehmern. Jede Gruppe habe ihren festen Termin. „Wir bleiben in einem Umkreis von 50 Kilometern, dann müssen wir nicht so lange fahren.“ Er erzählt weiter: „Bis jetzt konnten wir immer neue Ziele finden. Es ist so: Ich frage meine Leute, ob sie eine Idee haben und danach richte ich mich. Wenn sie keine haben, dann suche ich etwas aus.“ Es gebe noch Plätze für neue Teilnehmer, sagt Spille: „Gerne mache ich noch weitere Gruppen.“ Interessierte Bürgerinnen und Bürger, die Lust auf gemeinsame Ausflüge haben, können sich im Rathaus bei Ina Schäfer unter der Telefonnummer 4432/ 950141 oder per E-Mail an Ina.Schaefer@doetlingen.de melden.

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