Fit bleiben im Homeoffice – nur wie?

Aschenstedterin Anne-Marie Glowienka schreibt ein Buch über das Thema

Hat das Buch „Gesund und fit im Home-Office“ veröffentlicht: Anne-Marie Glowienka.
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Hat das Buch „Gesund und fit im Home-Office“ veröffentlicht: Anne-Marie Glowienka.

Aschenstedt – Corona zwingt viele Berufstätige dazu, vom heimischen Schreibtisch aus zu arbeiten. Und das heißt für viele auch weniger Bewegung, denn der Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad fällt weg oder es wird zuhause mehr genascht. Die Aschenstedterin Anne-Marie Glowienka hat sich mit diesem Thema befasst und das Buch „Gesund und fit im Home-Office“ geschrieben.

Frau Glowienka, worum geht es in Ihrem Buch?

In meinem Buch gibt es viele Tipps und Tricks, sowie praktische, leicht umsetzbare Übungen, wie gesund, fit und produktiv im Homeoffice gearbeitet werden kann. Es geht dabei um die Themen: gesunder Rücken, Ergonomie, Selbstorganisation, Ernährung, Ausgleich und Bewegung.

Wie kamen Sie auf die Idee, zu diesem Thema ein Buch zu schreiben?

Es ist ja gerade ein sehr aktuelles Thema und betrifft viele Menschen. Den Gedanken, ein Buch zu schreiben, hatte ich schon länger. Ich wollte immer schon mal etwas zum Thema Gesundheit, Ergonomie, gesundes Arbeiten, schreiben. Durch Corona ergab es sich, das Thema Homeoffice dazu aufzugreifen.

Wann haben Sie mit dem Schreiben angefangen?

Begonnen habe ich Mitte vergangenen Jahres und Ende des Jahres 2020 war es dann fertig.

Welche Vorteile bietet das Homeoffice?

Von Zuhause aus arbeiten bietet einige Vorteile, wie zum Beispiel keine langen Anfahrtswege, kein Stau, Zeitersparnis, keine Störungen durch Kolleginnen oder Kollegen, keine Ablenkungen im Büro, ungestörtes, konzentriertes Bearbeiten wichtiger Aufgaben, bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben – und dadurch weniger Stress.

Und was sind die negativen Auswirkungen auf die Gesundheit?

Homeoffice kann auch Nachteile haben wie ungesunde Routinen, zu wenig Bewegung oder unregelmäßige Pausen- und Arbeitszeiten. Es besteht die Gefahr von Isolation und Selbstausbeutung, man hat eingeschränkten Kontakt zum Betrieb und einen reduzierten Informationsfluss. Gleichzeitig gibt es aber auch, besonders für Familien, oft größere Herausforderungen, wenn sie Kinder im Homeschooling haben und das Netz zum Beispiel nicht ausreicht.

Arbeiten Sie aktuell auch von Zuhause aus?

Ich arbeite auch im Homeoffice – seit vergangenem Jahr nahezu komplett, mit all den Herausforderungen, die sich bei mir und auch bei meinen Kunden dadurch ergeben haben.

Wie wirkt sich Homeoffice auf die Ernährung aus?

Homeoffice hat in puncto Ernährung auch Vorteile: Man kann entscheiden, was man isst und Zeiten können selbst eingeteilt werden. Der Haken: Man bewegt sich meistens weniger und der Kühlschrank lockt. Das verführt zum Snacken zwischendurch.

Haben Sie Tipps, um dem zu entgehen?

Nicht vor dem PC essen, sondern sich dafür an den Tisch setzen oder nach draußen gehen – so isst man viel bewusster, ist eher satt und ein Ortswechsel macht den Kopf wieder frei. Dann feste Pausenzeiten einplanen und sich mindestens 20 Minuten Zeit nehmen für jede Mahlzeit – erst danach setzt ein Sättigungsgefühl ein. Für den Hunger zwischendurch: Nüsse und Obst als Alternative zu Schokoriegeln und Keksen. Und ganz wichtig: Am besten jede Stunde ein Glas Wasser trinken.

Wie sollte der heimische Arbeitsplatz aussehen?

Hier sollte zunächst überlegt werden: Wo befindet sich der Arbeitsplatz? Habe ich bestenfalls einen separaten Bereich oder sogar ein extra Zimmer zum Arbeiten? Einige arbeiten am Küchentisch – was für eine kurze Zeit sicherlich in Ordnung ist. Wenn man aber längerfristig im Homeoffice arbeitet und keine Rücken-, Schulter-, und Nackenschmerzen davontragen möchte, dann sollte es schon ein richtig eingestellter Bürostuhl, ein Tisch, bestenfalls mit einem separaten Bildschirm und Tastatur, sein. Und man könnte sich im Homeoffice auch mal umschauen, welche Arbeiten dort im Stehen gegebenenfalls an einer etwas höheren Kommode verrichtet werden können. Allgemein gilt: Die nächste Position ist die beste Position! Ein Thema ist auch immer die Arbeit mit dem Laptop, da dabei der Rücken ständig nach vorn gebeugt ist. Mit kleinen Hilfsmitteln lässt sich aber auch einiges verbessern – zum Beispiel, indem man den Laptop auf einen Stapel Bücher stellt, sodass der Bildschirm auf Augenhöhe ist, dann noch eine separate Tastatur und das Tageslicht von der Seite, um Blendungen und Spiegelungen zu vermeiden – und schon hat man sich mit vorhandenen Mitteln den Arbeitsplatz gesundheitlich optimiert.

Welche Auswirkungen kann Bewegungsmangel auf den Körper haben?

„Wer sich nicht bewegt, wird unbeweglich.“ Zu wenig körperliche Aktivität und zu langes Sitzen schaden dem Blutkreislauf und der Sauerstoffversorgung des Körpers. Die Bandscheiben werden überdurchschnittlich hoch belastet und unbeanspruchte Muskeln bilden sich zurück. Umso wichtiger ist genügend Bewegung als Ausgleich. Während der Arbeitszeit können schon kleine Übungen am Schreibtisch helfen, von Dehnübungen über Arm- und Schulterkreisen bis zu entspannenden Rückenübungen. Nach Feierabend – oder auch morgens – eignen sich die klassischen Eigengewicht-Übungen wie Liegestütze oder Kniebeuge, aber auch Sit-ups und das Planking (Unterarmstütz) als perfekte Gegenpole zum Sitzen.

Buch kaufen

Das Buch „Gesund und fit im Home-Office“ hat 64 Seiten. Es kostet 11,97 Euro und ist im Onlineshop www.fit-at-work.shop sowie direkt bei Anne-Marie Glowienka, Jasminweg 23, in Dötlingen, erhältlich. Weitere Infos gibt es unter der Telefonnummer 04433/939014, per E-Mail an info@hochForm-zentrum.de und im Internet unter www.hochform-zentrum.de.

Zur Person

Anne-Marie Glowienka ist 59 Jahre alt und lebt mit ihrer Familie in Aschenstedt. Sie arbeitet als Gesundheits- und Ergonomie-Beraterin, Trainerin und Coach und hat sich im Jahr 2004 mit ihrer Firma „hochForm“ in Aschenstedt selbstständig gemacht. In ihrer Freizeit ist sie am liebsten draußen in der Natur unterwegs und wandert.

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