Feuerwehr Neerstedt tagt 

Ärgerlich: Fehlalarme durch Zigarettenqualm

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Im Einsatz für die Sicherheit: Gemeindebrandmeister Heiner Ulrich mit dem im Amt bestätigten Sicherheitsbeauftragten Christoph Ratz, Kreisbrandmeister Klaus Stolle, den Geehrten Manfred Egbers und Reiner Grashorn, den Beförderten Fabian Schnitger und Malte Grotelüschen sowie dem stellvertretenden Ortsbrandmeister Dirk Lüke, Ortsbrandmeister Martin Einemann und Bürgermeister Ralf Spille (von links). 

Neerstedt – Auf 50 Jahre im Dienst für die Freiwillige Feuerwehr blickt Manfred Egbers zurück. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Neerstedter Brandschützer erhielt der Alterskamerad am Freitagabend das Abzeichen des Landesfeuerwehrverbands Niedersachsen für langjährige Mitgliedschaft. Ebenfalls schon eine Weile dabei ist Reiner Grashorn. Ortsbrandmeister Martin Einemann überreichte eine Auszeichnung für die 40-jährige Mitgliedschaft. Beförderungen standen ebenso auf der Tagesordnung der Versammlung. Fabian Schnitger wurde vom Feuerwehrmann-Anwärter zum Feuerwehrmann befördert. Daniel Obarowski ist nun Hauptfeuerwehrmann, und Malte Grotelüschen darf sich jetzt als Brandmeister bezeichnen.

Die anstehenden Wahlen verliefen schnell und einstimmig. Den Sicherheitsbeauftragten Christoph Ratz bestätigte die Versammlung im Amt. Ebenso gab es eine Wiederwahl für Carl Leffers im Festausschuss. Neu gewählt wurde sein Stellvertreter. Dieses Amt hat nun Fabian Schnitger inne.

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung blickte Ortsbrandmeister Einemann auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Ein Höhepunkt war die Anschaffung des lang ersehnten Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugs (HLF) 20, das die Kameraden am 7. Februar mit einer Kolonnenfahrt in Neerstedt begrüßten. „Dabei konnten wir drei Generationen der Feuerwehrgeschichte vereinen und vor dem Feuerwehrhaus vorfahren“, erinnerte Einemann. Der erste Einsatz für das neue Fahrzeug folgte direkt im März, als ein größerer Baum umgestürzt war.

Auch der trockene und lange Sommer ging an den Kameraden nicht spurlos vorüber. Zu vier Flächenbränden wurde die Wehr im Juli alarmiert. „Der letzte stellte sich allerdings als Staubwolke auf einem Acker in Sandhatten heraus“, erklärte der Ortsbrandmeister.

Die Moorbrandbekämpfung auf dem Bundeswehrgelände in Meppen beschäftigte die Mitglieder der Feuerwehr ebenfalls. Andreas Grashorn, Zugführer des Fachzugs Wasserförderung im Landkreis Oldenburg, berichtete von dem eintägigen Einsatz bei dem Großbrand.

Fehlalarme waren 2018 wiederholt ein ärgerliches Thema. „Mit fünf Stück lag die Quote für unsere Verhältnisse wieder hoch“, betonte Einemann in seinem Bericht. Auch Gemeindebrandmeister Heiner Ulrich bezog in seinem Rückblick Stellung zu diesem Thema. „Da muss etwas passieren“, erklärte er. Gemeindeweit waren es im vergangenen Jahr 18 Alarmierungen durch Brandmeldeanlagen. „Es kann nicht sein, dass nachts um 2 Uhr 25 Kameraden zu einem vermeintlichen Zimmerbrand ausrücken müssen und sich vor Ort herausstellt, dass in diesem Zimmer geraucht wurde“, verdeutlichte er. Denn selbstverständlich müsse jede Alarmierung ernst genommen und auch entsprechend behandelt werden.

In seinen Ausführungen ging Ulrich auf die Entwicklung der Mitgliederzahlen der Feuerwehren in Dötlingen, Brettorf und Neerstedt ein. Insgesamt lag die Zahl der aktiven Mitglieder am 1. Januar dieses Jahres bei 150. Vor einem Jahr waren es 148. In der Altersabteilung (46 Kameraden) und in der Kinderfeuerwehr (20) sind die Mitgliederzahlen stabil. Die Jugendfeuerwehr wuchs um eine Person auf insgesamt 19, und die Feuerwehrkapelle vergrößerte sich von zwölf auf 15 Mitglieder. Insgesamt gehören den drei Wehren nun 250 Mitglieder. Anfang 2018 waren es 244.

Die Feuerwehr Neerstedt konnte im vergangenen Jahr neun neue Mitglieder aufnehmen. „Andreas Busse und Sascha Lahmann wechselten von Dötlingen nach Neerstedt. Von der Jugendfeuerwehr übergetreten sind Jan Haverkamp, Tino Kupner, Pascal Lanta, Florian Schemionek und Leon Zimmermann. Mark Ehlers und Nils Einemann können wir als Quereinsteiger aufnehmen“, hieß Einemann die neuen Mitglieder willkommen.

Bürgermeister Ralf Spille fand durchweg positive Worte für die Leistung der Feuerwehrkameraden. „Seitens der Gemeinde gilt unser besonderer Dank dem Einsatz während der Übungsabende, an denen die Buchenhecken mit Wasser versorgt wurden“, erklärte er. „Ob es ausgereicht hat, sie über den trockenen Sommer zu retten, werden wir in den kommenden Monaten sehen. Ohne die Hilfe der Feuerwehr hätten sie jedenfalls keine Chance gehabt“, betonte er.

Ratsfrau Anke Spille, die als Mitglied des Feuerwehrausschusses der Versammlung beiwohnte, blickte nach vorn: „Auch 2019 haben die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr jede Menge Termine auf dem Zettel“, sagte sie. Dazu gehört zum Beispiel die für den 7. September geplante FFN-Fete. Auch Zeltlager, Wettbewerbe und Fortbildungen sind geplant. „Feuerwehr bedeutet Berufung, Zufriedenheit und manchmal Stress. In jedem Fall ist Feuerwehr-Hilfeleistung immer hoch angesehen“, betonte Spille.

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