Feuerwehr Neerstedt probt den Ernstfall/Einsatz von Stabilisierungssystem und Hydraulikgeräten

Schnelle Rettung verletzter Insassen

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Nach einem angenommenen Zusammenstoß mit einem Lkw landete ein Auto im Graben.

Neerstedt - Wenn die Feuerwehr zu Bränden oder Verkehrsunfällen ausrückt, zählt jede Minute. Gewisse Abläufe und Handgriffe sollten da bei den Einsatzkräften sitzen. Regelmäßig proben sie deshalb den Ernstfall. Bei der Neerstedter Feuerwehr stand nun ein simulierter Verkehrsunfall zwischen einem Lkw und einem Auto auf dem Programm. Ziel der Übung: Die schnelle Befreiung der verletzten und eingeklemmten Insassen.

Ausgedacht hatte sich das Szenario, das im Krusenbusch spielte, der stellvertretende Gemeindebrandmeister Malte Grotelüschen. Durch den angenommenen Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge war das Auto stark deformiert in einen Graben gerutscht. Im Inneren befanden sich noch der Fahrer und ein Beifahrer, die es zu befreien galt. „Neben der Ausleuchtung der Unfallstelle ging es zunächst um die Stabilisierung des Fahrzeuges“, berichtet Neerstedts Pressewart Patrick Schneidewind. „Für die Sicherung wurden entsprechende Stützen verwendet.“

Um den Beifahrer aus dem Auto zu holen, mussten die Feuerwehrleute die Tür entfernen. Für die Befreiung des Fahrers musste das Dach weichen. Dafür war hydraulisches Gerät notwendig. So kamen Schere und Spreizer zum Einsatz. Als Insasse hatte sich eines der Feuerwehrmitglieder zur Verfügung gestellt, das gemeinsam mit einer Übungspuppe das Geschehen aus dem Blickwinkel eines Unfallopfers erlebte.

Lange musste der Freiwillige aber nicht im Auto ausharren. Denn vom Eintreffen der Einsatzkräfte bis zur Befreiung vergingen nur rund 25 Minuten. „Das ist eine ganz ordentliche Zeit. Die Übung verlief gut“, so Schneidewind. Insgesamt waren 17 Mitglieder an der Übung beteiligt, die unter anderem möglich war, weil der Feuerwehr ein schrottreifes Auto zur Verfügung gestellt worden war.

Die Neerstedter Wehr trifft sich zu Übungszwecken sonst immer mittwochs ab 19.30 Uhr am Feuerwehrhaus. Wer Interesse an einer aktiven Mitarbeit, sprich an einem Beitritt, hat, ist laut Schneidewind willkommen.

ts

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