Ferienpass-Aktion „Schrott und Co.“ fordert die Kreativität der Kinder

Wenn aus einem Roboter ein Eichhörnchen wird

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Marco, Lukas und Moritz (v.l.) präsentieren stolz ihre Werke.

Dötlingen - Von Sophie Filipiak. Die lauten Geräusche der Handsäge und der Bohrmaschine zeigte gestern den Weg zu einer Werkstatt der besonderen Art im Jugendhaus in Dötlingen. Dort entstanden im Rahmen der Ferienpass-Aktion aus Schrott fantasievolle Kunstwerke.

Die Idee zu dem Workshop kam Volker Wessels von der evangelischen Jugend, als er in Kopenhagen eine „Remade“-Ausstellung besuchte. „Dabei entsteht aus Müll Kunst“, erklärte er. Das Konzept begeisterte ihn so sehr, dass er es ausprobieren wollte.

Am Vormittag sammelten die sechs Jungs zusammen mit Wessels und seinem Kollegen Krishan Klein auf dem Wildeshauser Schrottplatz den Müll, den eigentlich niemand mehr haben will. Dann ging in es in den Wald neben dem Dötlinger Jugendhaus, wo zur Ergänzung der gefundenen Metallteile Naturmaterialien ausgesucht wurden.

Diese beiden Elemente miteinander zu kombinieren war für die Kinder kein Problem. So entstanden in kurzer Zeit fantasievolle Gebilde wie „Das Ding mit einem Eichhörnchenkopf“, wie der 13-jährige Benno sein Werk nannte. „Eigentlich wollte ich ja einen Roboter bauen, aber jetzt werden die Antennen eben zu den Hinterbeinen“, so der Dötlinger.

Aus alten Kupferschlüsseln entstanden die Arme, den Torso bildete ein Stück Baumstamm. Nur von alleine Stehen wollte das Eichhörnchen aber nicht. Rat suchte sich Benno dann bei Klein, der mit ihm einen Holzkeil unter den Stamm setzte. „Wir versuchen heute so wenig wie möglich einzugreifen und die Kinder einfach machen zu lassen“, sagte Klein.

Bei Fräs- oder Bohrarbeiten griff er natürlich ein. So wie bei dem „Viereckigen Dingsbums“ von Marco. Für den Achtjährigen stand schon am Morgen fest: Er will etwas mit einem Hebel basteln. Und damit dieser an dem Metallkasten auch hält, musste ein Loch für die Schraube gebohrt werden.

Ohne Hilfe ist der Neerstedter Lucas ans Werk gegangen. Aus einem alten hohen Kerzentständer, einem anderen undefinierbaren Metallteil sowie mit Tannenzapfen und Farnblatt gestaltete er eine „Verschönerungsstange für den Garten“. Sein Freund Moritz arbeitete währenddessen schon an seinem zweiten Werk, nachdem er „Weltall in einer Glaskugel“ fertiggestellt hatte. Auch zu Hause bastele er gerne mit Holz und Metall. Am liebsten schnitze er Tiere und Figuren aus Holz – und das alles ohne einen Entwurf. „Ich denke mir das einfach so aus und mache das dann“, erklärte der Achtjährige. „Vielleicht werde ich später mal Künstler.“

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