„Wollen jetzt unbedingt loslegen“

Familie Ahrmann freut sich auf Bauarbeiten auf Gut Altona

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Inka, Nele und Vincent Ahrmann (v.l.) vor der Baustelle auf Gut Altona. Die Familie freut sich, dass nun mit den Arbeiten für das neue Hauptgebäude begonnen werden kann. Den Anfang macht ab Montag der Aushub für den Keller.

Altona - Von Tanja Schneider. Monatelang hat die Familie Ahrmann das neue Haupthaus ihres Hotels „Gut Altona“ geplant, mehrfach mit den Architekten zusammengesessen und Entwürfe überarbeitet – nun steht der Baubeginn kurz bevor.

„Am Montag rückt der Bagger für die Ausschachtarbeiten des Kellers an“, berichtet Inka Ahrmann. Für diese Maßnahme liegt der Familie seit Freitag eine Teilerlaubnis des Landkreises Oldenburg vor. Die Baugenehmigung für den gesamten Komplex steht noch aus. „Aber wir wollen unbedingt loslegen“,erzählt Ahrmann.

„Dann müssen wir nicht mehr auf den ollen Fleck gucken“

Die notwendigen Vorbereitungen sind bereits getroffen. In den vergangenen Tagen wurden die alten Leitungen für Gas, Telefon und Wasser entfernt. „Sie müssen vollständig raus und dann erneuert werden“, weiß Ahrmann, die sich darauf freut, dass die Baulücke, die an den verheerenden Brand im September 2016 erinnert, bald verschwunden sein wird. „Dann müssen wir nicht mehr auf den ollen Fleck gucken“, sagt sie. Dass sich an der Stelle einmal das Herzstück des Gastronomiebetriebes mit Saal, Tagungsräumen und Restaurant befand, wüssten viele der Hotelgäste gar nicht. „Wir müssen deshalb immer wieder erklären, was passiert ist und wie es mal aussah.“

Im Neubau sollen sich sämtliche Räume wiederfinden, die damals ein Raub der Flammen wurden. Sie werden nur anders angeordnet: Rezeption, Restaurant, Bar, Küche und der Festsaal entstehen im Erdgeschoss. Für das Obergeschoss sind Tagungsräume und weitere Hotelzimmer geplant. Der Eingang findet sich künftig an der Südseite und nicht mehr an der Landesstraße. Die Grundfläche ist dieselbe und wird zu einem Viertel unterkellert. „Da wir nun die Chance hatten, haben wir lieber mit Keller geplant“, so Ahrmann. Lagern sollen dort künftig Vorräte, Getränke und vor allem Weine. Zudem entstehen Toiletten und Umkleiden für das Personal.

Familie wünscht sich alte und moderne Elemente im Neubau

Vom Stil her möchten Inka und Heiner Ahrmann sowie ihre Kinder Vincent (26) und Nele (29), die bereits in den Betrieb eingestiegen sind, alte und moderne Elemente verbinden. Dass es sich um ein Gut handelt, soll sich im Gebäude widerspiegeln, zum Beispiel durch roten Verblender. „Im Inneren sollen sich bekannte Ansichten wiederfinden“, verrät Inka Ahrmann, die für den Saal mit dem gleichen Parkett wie früher liebäugelt. Daneben soll die alte Eingangstür aus Eiche einen Platz finden. „Und vielleicht auch noch ein paar Steine, die wir extra aufgehoben haben“, sagt sie.

Die Moderne wird sich unter anderem in der Ausstattung der Küche, aber auch in der künftigen Barrierefreiheit zeigen. „Ansonsten haben wir für die Einrichtung schon ganz viele Ideen“, berichtet sie. Unterstützung gibt es von einem Innenausstatter. Bis es so weit ist, regieren aber erst einmal die Bauarbeiter. „Wir hoffen, dass der Landkreis unseren Antrag bald komplett genehmigt. Verständlicherweise wird besonders der Bereich Brandschutz genau geprüft“, berichtet Ahrmann.

Läuft alles nach Plan, könnte noch in diesem Jahr das Richtfest gefeiert werden. Eröffnen möchte die Familie den Neubau gerne im Sommer 2018. „Und dann wird auch unser Sohn Malte mit von der Partie sein“, sagt Ahrmann. Derzeit lebt der 27-Jährige noch in Berlin. Vincent und Nele Ahrmann begleiten derweil den Wiederaufbau mit. „Das werden nun spannende Monate“, sind sie sich sicher.

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