Tritte und Schläge bei Dötlingen

Auf Standstreifen am Stau vorbei: Dreiste Fahrt führt zu Prügelei auf A1

Autos stauen sich bei Wiesbaden auf der Autobahn A66.
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Während eines Staus ist es am Freitag zu einer Schlägerei auf der A1 gekommen. (Symbolbild)

Weil sich auf der A1 ein Stau gebildet hatte, fuhr ein Mann mit seinem Auto dreist an allen Stehenden vorbei. Nahe einem Lkw war Schluss – es kam zu einer handfesten Prügelei.

Dötlingen/Harpstedt – Der Fahrer eines Sattelzuges und der eines Autos sind am Freitag gegen 7 Uhr auf der Autobahn 1 im Bereich der Gemeinde Dötlingen in Richtung Bremen aneinander geraten. Der Autofahrer hatte sich zuvor laut Angaben der Polizei an einem Stau vorbeistehlen wollen und nutzte dafür den Standstreifen. Das passte dem Lastwagenfahrer überhaupt nicht.

Die A1 war zu diesem Zeitpunkt wegen der Bergung eines Lkw an der Anschlussstelle Wildeshausen-Nord voll gesperrt gewesen. Im Rückstau fuhr ein 57-Jähriger mit seinem Auto laut einer Meldung der Polizei verbotenerweise auf dem Standstreifen am stehenden Verkehr vorbei.

Sattelzugfahrer konfrontiert Fahrer auf dem Standstreifen

An einer Engstelle endete seine Fahrt allerdings, heißt es weiter. Ein 53-jähriger Sattelzugfahrer nutzte die Gelegenheit, stieg aus seinem Fahrzeug und wollte den 57-Jährigen zur Rede stellen. Die Parteien seien daraufhin derart aneinander geraten, dass es von beiden Beteiligten zu Körperverletzung durch Schläge und Tritte kam.

Beamte der Autobahnpolizei Ahlhorn wurden beim Vorbeifahren zufällig auf die Situation auf dem Standstreifen aufmerksam und nahmen sich der Sache an. Gegen beide Personen wurden Strafverfahren eingeleitet. Den Autofahrer erwartet laut Angaben der Polizei zudem ein Ordnungswidrigkeitsverfahren bezüglich der Nutzung des Standstreifens. Der 57-Jährige musste sich nach Abschluss der Maßnahmen wieder im wartenden Verkehr einordnen.

Sekundenschlaf führt zu Unfall auf A1

Die Sperrung der Autobahn erfolgte im Anschluss an einem Unfall zwischen den Anschlussstellen Wildeshausen-Nord und Groß Ippener. Gegen 4 Uhr war dort ein 39-jähriger Fahrer mit seinem Lkw offenbar wegen eines Sekundenschlafes nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und mit den Außenschutzplanken kollidiert. Das geht aus einer zweiten Meldung der Polizei hervor.

Der Mann blieb bei dem Unfall unverletzt. Die Bergung samt Vollsperrung dauerte demnach insgesamt bis 8:15 Uhr. Der entstandene Schaden beläuft sich laut Angaben der Polizei insgesamt auf etwa 15.500 Euro. In diesem Fall leiteten die Beamten ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs sowie ein Ordnungswidrigkeitenverfahren ein.

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