Fertigstellung wegen Corona etwa zwei Monate später / Projekt günstiger als geplant

Fachklinik-Neubau biegt auf Zielgerade ein

Geschichtsträchtiger Bau trifft modernes Design: Bei der Fachklinik Oldenburger Land in Neerstedt fügt sich das neue Bettenhaus trotz anderen Stils gut ins Gesamtbild ein.
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Geschichtsträchtiger Bau trifft modernes Design: Bei der Fachklinik Oldenburger Land in Neerstedt fügt sich das neue Bettenhaus trotz anderen Stils gut ins Gesamtbild ein.

Neerstedt – Entlang der Zufahrt stapeln sich die noch nicht verbauten Materialien, auf dem Parkplatz reihen sich die Transporter von Firmen für Elektrotechnik, Trockenbau, Sanitäranlagen und Großküchentechnik aneinander: Beim Bau des neuen Bettenhauses der diakonischen Fachklinik Oldenburger Land in Neerstedt steht langsam der Endspurt an. Ab Februar sollen die 36 barrierefreien Einzelzimmer mit Nasszellenbereich für die Patienten bezugsfähig sein. Der Saal sowie die Küche im Neubau könnten den Planungen nach im Januar zur Verfügung stehen.

Ursprünglich hatte die Diakonie die Fertigstellung im Dezember anvisiert. Doch aufgrund der Corona-Pandemie sei es zu Verzögerungen gekommen. „Wir mussten auf einige Materialien warten, weil sie nicht transportiert werden konnten“, bestätigt Bernd Ströhlein. Das sei aber zu verkraften – zumal der Chefarzt auch gute Neuigkeiten hat: Denn das Bettenhaus mit einer Grundfläche von 2 276 Quadratmetern werde günstiger als gedacht. Von den veranschlagten knapp fünf Millionen Euro bleibe so viel übrig, dass in eine rund 50 Quadratmeter große Hausmeister- samt Fahrradwerkstatt investiert werden könne. „Es handelt sich um eine Erweiterung. Der Rohbau steht schon“, berichtet Löhlein. Die übrigen Mittel sollen in die Außenbeleuchtung fließen.

Mit dem Projekt setzt die Diakonie, die bereits in Oldenburg neu gebaut hatte, ihren Modernisierungskurs fort, erfüllt damit Auflagen der Rentenversicherung und kommt gleichzeitig den Bedürfnissen der Patienten nach – in Neerstedt sind dies volljährige Süchtige mit Intelligenzminderung. Bislang sind sie hauptsächlich in Doppelzimmern untergebracht. Das ändert sich mit dem Neubau. Die Gesamtbettenzahl von 48 bleibe aber bestehen, so Ströhlein. Auch wenn die Patienten künftig mehr Privatsphäre hätten, soll die soziale Komponente eine tragende Rolle spielen. Deshalb sei die Aufteilung in Wohngruppen geplant.

Neben den Patientenzimmern, Therapieräumen sowie der Küche gibt es im Neubau auch einen Saal, in dem Veranstaltungen wie Konzerte oder Kinoabende denkbar sind. Ein Hauswirtschaftsraum mit Wäscherei rundet das Angebot ab. In Letzterer können Patienten im Rahmen der Beschäftigungstherapie ebenso tätig werden wie in der neuen Küche.

Nach der Fertigstellung geht es bereits im Frühjahr mit der Kernsanierung des 1 375 Quadratmeter großen Altbaus weiter, der im Jahr 1906 errichtet wurde. Er soll den medizinischen Abteilungen wie dem ärztlichen Dienst oder der Krankengymnastik künftig deutlich mehr Platz bieten. Beide Komplexe sind durch einen transparenten Gang miteinander verbunden.

Von Tanja Schneider

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